GrünInnen

Einig sind sich hierzulande sämtliche tonangebenden Kreise. Einig darin, daß es gegen die Invasion über das Mittelmeer und Kleinasien kein Mittel gibt, jedenfalls keines, dessen Anwendung in Frage kommt. Voller Genugtuung setzt man sich vom „Mob“, den „Ewiggestrigen“, den „Rassisten“ ab und speist sein Selbstbewußtsein aus überlegener Sicht der Dinge. Dazu gehört auch die Rede von der „Völkerwanderung“.

Dabei dient sie nur als Chiffre, nicht etwa dazu, den Menschen mit der Geschichte einen heilsamen Schrecken einzujagen: durch Erinnerung an den Kollaps der antiken Zivilisation infolge des allmählichen, dann massierten Einsickerns, des geduldeten, dann erzwungenen Festsetzens geschlossener Gruppen, des gescheiterten Versuchs der Assimilation, der Integration, dann der Korruption der immer zahlreicher und mächtiger werdenden Ankömmlinge, ihres Zusammenspiels mit Stammes-, Volks- und Religionsgenossen jenseits der Grenze, des fatalen Zögerns der Eliten angesichts der Notwendigkeit, harte Maßnahmen zu ergreifen, deren Anbiederung an die künftigen Herren und schließlich des gewaltsamen Überrennens der noch vorhandenen, aber längst geräumten Posten.

Ein neuer, darwinistischer Ton

Das Leitmotiv der Stellungnahmen ist Fatalismus. Aber die Klangfarbe wechselt: von ökonomisch (wir müssen den Fachkräftemangel ausgleichen) über demographisch (wir müssen die verödenden Städte im Osten aufsiedeln) und abgeklärt (wir können die Massen nicht aufhalten) bis humanitär (wir dürfen angesichts dieses Elends nicht tatenlos zusehen). Neu ist der darwinistische Ton. Den verdanken wir Hannes Stein, der glaubt, mit dem lapidaren Hinweis darauf, daß es heute noch 738 Millionen Europäer gebe, aber schon 1,4 Milliarden Afrikaner, im Jahr 2100 aber nur noch 646 Millionen Europäer und 4,4 Milliarden Afrikaner, das wesentliche gesagt zu haben.

Die Zahl wird entscheiden, so seine These in einem Welt-Essay (20. August). Der Migrationsdruck aus dem überbevölkerten, armen Süden muß immer weiter wachsen, das Vakuum, das im reichen Norden durch Überalterung und Geburtenrückgang entsteht, einer Art Naturgesetz folgend, durch jene aufgefüllt werden, die vitaler, jünger, kinderreicher, hungriger und risikobereiter sind und den Marsch antreten. Die besondere Pointe dieser Art der Argumentation liegt weniger in der gespielten Harmlosigkeit – „Nichts davon ist unnormal, nichts davon muß einen denkenden Menschen mit Schrecken erfüllen“ –, eher in der zynischen Konsequenz, die Stein zieht: „Europa wird schwarz. So what?“

Erste Scharmützel

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/das-eigene-verschwinden-beschleunigen/

Streit bei Essensausgabe in Unterkunft für Asylbewerber: Sechs Verletzte

[…] Sechs Menschen wurden bei dem Zwischenfall leicht verletzt, darunter auch zwei 47 und 48 Jahre alte Betreuer und eine 54-jährige Betreuerin, die schlichtend in den entbrannten Streit eingreifen wollten. Die Polizei war mit etlichen Einsatzkräften vor Ort. Nach einer räumlichen Trennung der Kontrahenten durch die Einsatzkräfte hatte sich die Situation vor Ort gegen 13 Uhr beruhigt.

Bislang ist bekannt, dass es im Laufe des Vormittags einen Feueralarm (Fehlalarm) in dem Gebäude gab, woraufhin sich die Bewohner auf einem Sammelplatz im Außenbereich einfanden. „Hier entwickelte sich ein zunächst verbaler Streit zwischen zwei Personengruppen, dessen Auslöser noch ermittelt werden muss“, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Das Geschehen verlagerte sich anschließend in den Speisesaal der Unterkunft, wo es dann zu körperlichen Übergriffen mit vermutlich bis zu 60 Beteiligten kam. Durch umhergeworfenes Besteck und Geschirr sowie zwei wahrscheinlich als Schlagwerkzeuge eingesetzte Besenstiele wurden nach jetzigem Stand drei Flüchtlinge im Alter von 16 Jahren sowie die drei Betreuer leicht verletzt. Alle wurden mit Kratzwunden und Prellungen im Krankenhaus ambulant behandelt.

http://www.hna.de/lokales/hann-muenden/hann-muenden-ort60343/hann-muenden-streit-asylbewerberunterkunft-minderjaehrige-5404428.html

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