WUNDERHEILUNGEN… !

Ohrfeigen

Artikel #839 vom 02.01.2017

sind ein probates Mittel, um Aufmerksamkeit zu wecken. Natürlich meine ich „Ohrfeige“ symbolisch. Spreche häufig über die „Ohrfeige vom lieben Gott“. Und meine damit eine Krankheit, die ein Umdenken ausgelöst hat. Bei Ihnen. Sehr, sehr häufig der Fall.

Das Bild gefällt mir, weil es mich persönlich einbezieht. Sowohl die Ohrfeige, wie auch das Umdenken.

Auch Ärzte wachen auf. Wenn es ihnen einmal nicht mehr gelingt, das Leid, das tägliche Leid der Patienten mit Abstand und möglichst objektiv zu betrachten und zu behandeln (was durchaus richtig wäre), sondern wenn ihr eigener Schutzpanzer durchbrochen wird. Wenn es entweder sie selbst oder nahe Angehörige betrifft.

Solch ein Umdenken hatte ich Ihnen einmal am 05.09.2008 geschildert. Da hat mir ein Arzt, ein Kollege, geschrieben, der seine eigenen Kollegen offenbar nicht mehr versteht. Dem der Glaube abhandengekommen war.

Weil der Kollege seinen Brief mit einem durchaus konstruktiven, weiterführenden Gedanken beschließt, das Ganze noch einmal:

„Der Anlass: Selbstmordversuch einer Angehörigen.
Diagnose: Depression. Ein Jahr Ritt in das Verderben! Zunächst Verlust der Arbeitsfähigkeit, dann in Kur, und über die Psychoanalyse systematische Aufwühlung aller Kindheitstraumen und Austestung des Psychopharmaka‐ Kataloges beständig schwächer werdendes Selbstwertgefühl. Nur wenn es ihr selbst gelang zu laufen, Eiweißdrinks zu nehmen und sie regelmäßig Magnesium nahm deutliche Besserung bis zur nächsten Therapiesitzung.

Als dann die letzten positiven Erinnerungen an ihre Kindheit ausgelöscht waren; und die Gesellschaft und die Ärzte glaubten, dass man einen solchen Menschen mit 45 min pro Woche!! Therapie schon wieder hinbekommt; dann ist es passiert!

Jetzt weiß ich, was es heißt zu wissen und doch nichts tun zu können.
Bravo Deutschland! Fortbildungspflicht für alle Ärzte! Es würde schon reichen Ihre aktuellen Kommentar zu lesen und welcher Ruck könnte durch unser Land gehen, welches Leid vermieden werden!“

Ich versteh das. Spricht zu mir ein Chefarzt für Neurochirurgie (Klinikum Nürnberg) am 5. Tag nach meinem Unfall mit Wirbelbrüchen: „Visite halte ich hier nur pro forma. Sie sind für mich kein Operationsfall“. Und 7 qualvollste Wochen später stellt sich heraus, dass ein Wirbel
unwiderruflich völlig zerstört war, das Rückenmark frei lag und ganz unbedingt operiert
werden musste. Na und? Mir ist das alles wohlvertraut: „Versorgungswirklichkeit“ eines Krankenhauses.

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 Sieben auf einen Streich

Gibt´s nur im Märchen. Glauben Sie. Oh nein, darf ich Ihnen lächelnd erwidern: Gibt es auch in einer solch kleinen Provinz-Arzt-Praxis in Mittelfranken. Wo man Ihnen – häufig genug – symbolisch in den Allerwertesten tritt und manchmal gleich sieben Wunderheilungen am Stück produziert.

WUNDERHEILUNGEN !
Brauchen Sie nicht glauben. Würde ich ja auch nicht. Sie brauchen nur zu lesen. Mit Sie würde ich am liebsten alle 450.000 deutschen Ärzte meinen. Aber das wird wohl ein Traum bleiben. Frohmedizin dürfte etwas Elitäres bleiben. Und wie sieht das nun praktisch aus? Lesen Sie bitte mit:

  • Mein Heuschnupfen: ist zu 95% verschwunden, d.h. nur noch 3 Taschentücher am Tag statt vorher 5 Pakete und keine wirkungslosen Antihistaminika mehr; nach 25 Jahren mit heftigsten Beschwerden bis hin zu ersten Asthmaanfällen finde ich das spektakulär
  • Ekzeme: bisher nicht mehr aufgetreten, nachdem ich zuvor jahrelang mit Cortison-Creme behandelt habe
  • Herzrasen beim Einschlafen: nur noch eine müde Erinnerung für mich; ich schlafe wie ein Baby
  • Rückenbeschwerden: Ihr Tipp war Gold wert; gemessen auf MedX verfüge ich nur über schlappe 57% Muskelkraft des Durchschnitts; meine Behandlung beginnt demnächst und ich habe keinen Zweifel, dass ich wieder völlig gesund werde trotz Prolaps und Protrusion
  • Achillessehnenbeschwerden: nach meinem Abriss vor 4 Jahren bin ich jetzt zum ersten Mal völlig beschwerdefrei – da bin ich gleich mal wieder losgelaufen zusammen mit meiner Frau, ganz behutsam wegen des Rückens, aber spätestens nächstes Jahr laufe ich wieder Marathon Hand in Hand mit meiner Frau
  • Ernährung: umgestellt auf genetisch korrekte Kost, und siehe da – das schmeckt sensationell viel besser; meine Frau und ich entdecken eine völlig neue Geschmackswelt (Ihre Rezepte sind super); nebenbei habe ich mal eben 8 Kilo abgenommen (wiege jetzt 74 kg bei 185 cm) und baue immer noch Fett ab (hört das auch mal wieder auf?)
  • Stress im Büro: perlt von mit ab wie Ruß von einem Lotusblatt.

All dies hatte ich Ihnen vor 7 Jahren, am 19.05.2009 aufgeschrieben. In meinem Beruf ein ganz ungeheuerlicher Brief. Den wohl noch nie (wirklich noch nie) einer meiner Kollegen in Krankenhäusern oder Universitätsklinik erhalten haben dürfte. Wir erleben hier eine völlig neue, durchschlagende Medizin. Wie quälend Achillessehnen-Beschwerden sein können… viele von Ihnen werden das wissen. Wie frustran jede Ekzem-Behandlung, jede Heuschnupfen-Desensibilisierung normalerweise verläuft… Tausende von Ihnen können davon laute Lieder singen. Und hier: Einfach weg. Verschwunden. Geheilt.

On Top noch der Schlusssatz dieser mail:

  • „Ich laufe nicht lächelnd durch den Wald, ich grinse breit vor lauter Glück. Meine Frau und ich waren in unserem ganzen Leben noch nie so glücklich wie in den letzten 4 Wochen“.

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