Schlank aber schlaff

Wachstumshormon

Artikel #841 vom 10.01.2017

ist der buchstäbliche Jungbrunnen. Wissenschaftlich gemessen und bewiesen. Schon 1990 6 Monate, im Folgejahr 12 Monate gespritzt. Menschen zwischen 60 und 80 Jahre. Und diese Menschen wurden tatsächlich jünger, konkret:

Falten verschwinden, Knochen werden fest, Muskeln wachsen, Fett schmilzt, Fett in den Adern verschwindet, Organe wie die Nieren werden größer.

Wachstumshormon ist folgerichtig eine der drei großen Dopingsubstanzen: Muskeln wachsen, Fett schmilzt. Kommt hinzu, dass Sehnen und Bänder hochelastisch und dehnbar werden. Entscheidend beim Schwimmen. Und dass die Regeneration, also die Erholung des Körpers unglaublich zunimmt. Man also einen Weltrekord … und zwei Stunden später erneut einen Weltrekord schafft.

Wachstumshormon wünschen wir uns. Möglichst viel. Gemessen wird das mit dem Wert IGF I. Und dafür gibt es bestimmte Normalbereiche. Für jeden von uns. Und wenn Sie`s einmal messen würden, würden Sie traurig auf die tiefe Zahl gucken. In der Regel sind Sie und ich im unteren Normalbereich. Wir schauen alt aus.

Was wäre denn, wenn Sie in dem gleichen Normalbereich ganz oben wären? Genau darauf beruht die gesamte Anti‐Aging‐Medizin. Die macht das künstlich. Mit Spritzen.

Wir machen das natürlich. Aber wie?

Na, dann passen Sie doch mal auf. Wir wissen doch:

  1. Wachstumshormon besteht aus reinem Eiweiß. Aus 191 Aminosäuren. Wenn eine fehlt, haben Sie eben wenig von dem Jungbrunnen. Eiweiß kann man messen und essen.
  2. Wachstumshormon wird stimuliert durch tiefen Insulinspiegel. Also abends nach 18 Uhr bitte keinerlei Kohlenhydrate, nur Eiweiß. Dadurch verstärkt sich der natürliche Wachstumshormon‐Ausstoß, den der Mensch sowieso in der Nacht hat. Stichwort „schlank im Schlaf“.
  3. Wachstumshormon steigt an durch moderaten Ausdauersport. Muss ich nicht erklären.
  4. Wachstumshormon steigt deutlich an durch erschöpfendes Krafttraining. Nachzulesen im „Muskelbuch“.
  5. Ein Glas Wein unterdrückt den Wachstumshormonausstoß um 70%. Selber schuld.
  6. Wachstumshormon wird noch leichter frei gesetzt, wenn der Körperfettanteil unter 15% liegt. Präzise die Zahl der Sporthochschule Köln.

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Wachstumshormon. Ein Geheimnis.

Stets und ständig versuche ich Ihnen Fachbegriffe, in diesem Fall Wachstumshormon, zu übersetzen in Emotion. In Gefühle. In Wünsche. In Träume.

Diesmal geht es um SCHLAFF. Um schlapp. Um wabbelig. Um Resignation.

Weil dieses Thema tagtäglich – selbstverständlich in verzweifelt-spaßiger Form – in meinem Praxisalltag auftaucht und Sie Ihre gequälten Witzchen über Ihre eigenen Oberarme machen… darf ich Sie ganz einfach an die Lösung erinnern. Die Lösung dieses Problems. Sollte Ihnen längst bekannt sein. Hätten Sie schon am 25.09.2008 entdecken können. Darf ich?

Schlank aber schlaff

Kennen Sie das? Sitzt mir gegenüber eine junge Dame, 43 Jahre, schlank, gesund, aber in ihren eigenen Worten schlaff.

Sie meinte damit die Hautfettfalten, die wabbeligen, die am Oberarm hinten herunterhängen. Sie meint die Michelin-Männchen-Rollen, die sie am durchaus schlanken Bauch abgreifen kann. Sie mag sich nicht mehr.

Kennen Sie das? Zögerlich kommt ihr Vorschlag: „Vielleicht sollte ich mehr Muskeln haben?“.

Stimmt. Sie kennen alle die Berliner Studie: dort, wo mehr Muskeln aufgebaut sind, wird die Fettschicht immer dünner. Also hoffentlich am Oberarm. Am Bauch. Am Oberschenkel. Grundsätzlich richtig.

Wenn die junge Dame, wenn Sie jetzt glauben, dass das Fitness-Studio die Lösung wäre, dann täuschen Sie sich in der Regel. Erst kommt die Biologie, dann kommt Ihr guter Wille.

Das sind schon viele jahrelange Fitnessstudiogänger reingefallen.

Die junge Dame hat nämlich ein gemessenes IGF I von 76, also viel zu tief (Normalbereich 101 bis 267). Bedeutet: Ihr Körper hat zu wenig Wachstumshormon, das wichtigste Aufbau-Hormon. Das Hormon, das nicht nur Falten beseitigt, Fett schmelzen lässt, sondern auch Muskeln aufbaut … auch ganz ohne Training! Also auch ohne Fitnessstudio.

Alles längst bewiesen in der berühmten Arbeit im N Engl J Med 1991 von Rudman. Dieser tiefe IGF I-Wert bedeutet, dass der Körper eben nicht tagtäglich, so ganz nebenbei, Fett verbrannt hat, Muskeln aufgebaut hat, Knochen gestärkt hat, Falten geglättet hat. Kann er gar nicht. Das entsprechende Hormon fehlt ja.

Schlank aber schlaff ist dann das Resultat dieses Hormonmangels. Verstehen Sie langsam, langsam ein bisschen, wie man einen Körper formen kann? Nicht mit glauben, nicht mit raten, nicht mit Einnahme-Vorschlägen der Ernährungsexperten oder mit Trainings-Ratschlägen der Fitness-Experten, sondern mit … Wissen! Wenn die Biologie nicht stimmt, nützt Ihnen alle Anstrengung nichts.

Wachstumshormon. Ein Geheimnis.
Wie ein hoher Hormonwert aussieht, konnten Sie bei den Olympischen Spielen studieren. Bei den Schwimmern, bei den Läufern, bei den Radfahrern. Traumfiguren.

Apropos: Kennen Sie Ihren Wachstumshormonspiegel? Wissen Sie, wie man ihn nach oben katapultiert?

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