Vitamin K

Pemphigus oder Blasensucht

Artikel #859 vom 10.04.2017

Aufhängen, so meinte die Patientin, sei keine Perspektive. Nur, um einmal die Grenzen abzustecken. Sonst aber war ihre Geschichte ziemlich grauslig:

„Seit zwei Jahren Pemphigus. Eine chronische Autoimmunkrankheit mit Blasenbildung der Haut. Das klingt so unschuldig. Nur, wenn das am ganzen Körper auftritt, auch im Mund, sich handtellergroße Blasen abheben, die dann aufplatzen, abtrocknen, rote, entzündete Haut hinterlassen, schwarz-blutige Flecken und alles juckt, beißt, schmerzt, dann wird man… seines Lebens nicht mehr froh.“

Zum Glück hat die Schulmedizin Cortison. Und das half auch prompt. Gelobt der Hautarzt, der sich hier auskennt. Die Blasen verschwanden langsam.

Nur: Dann kam es zu Nebenwirkungen des Cortisons. Sie wurde zittrig, der Gang unsicher, die Nerven lagen blank. Also wurde die Cortison-Dosis heruntergefahren und … prompt begann die Blasenbildung wieder.

Kein Ausweg. An dieser Stelle fiel der Satz von dem „Aufhängen war keine Perspektive“. Also durchboxen. Sie joggte, änderte die Ernährung, nahm NEM. Abhilfe mäßig. Besonders die Angststörung nahm zu. Und auf Cortison war sie weiterhin massiv angewiesen.

Das war Dezember.

Jetzt kommt Februar: Telefonat:

  • Die Angststörung sei weg.
  • Cortison von 32mg reduziert auf 12mg.
  • Die Hautkrankheit (Pemphigus) viel besser.
  • Es ginge ihr „sehr gut“. Sie würde täglich 30 Minuten joggen.

Und dann hat sie sich bedankt. Für mich, der ich 21 Jahre kassenärztlicher Hausarzt war, immer wieder ein kleines Wunder. Dieses Dankeschön. Hab ich in den 21 Jahren wohl nie gehört.

Deswegen verstehe ich meine Kollegen, die Kassenärzte ja so gut. Und versuche, sie stets und immer im Gespräch zu verteidigen. Die schuften nämlich! Dass die auf dem falschen Dampfer schuften, tut dem keinen Abbruch.

Übrigens: Ausschlaggebend für dieses „es geht mir sehr gut“ war selbstverständlich wieder einmal das Aminogramm. Diese in der deutschen Schulmedizin völlig unbekannte Messung. Das Aminogramm, das – sehr wohl erwartungsgemäß – nur aus Defiziten bestand. Der Vollständigkeit halber: Hinzu kam selbstverständlich Vitamin D-Mangel. Sollwert in diesem Fall 70 bis 100 ng/ml.

Ach ja: Die tapfere Dame war älter als ich. Solche Exemplare (älter!) sind rar, ich weiß, aber die war mindestens so zäh wie ihr Doktor. Daher diese Bemerkung über das Aufhängen. Wenn die wüsste, wie genau ich sie verstanden habe.

Vitamin K – Wieder so ein Wunder?

10.04.2017

Die Behauptung, dass Vitamine Gesundheit und Heilung stärker fördern als jedes bekannte Pharma-Medikament – diese Behauptung habe ich Ihnen ja nun oft genug in diesen News belegt, belegt mit wissenschaftlichen Arbeiten.

Bedeutet: Die Medizin im weitesten Sinne weiß Bescheid. Nur eben oft nicht Ihr Hausarzt, oft nicht Ihr Facharzt, oft nicht Ihre Klinik.

Natürlich beschäftigen sich viele Fachleute und Ärzte mit diesem Phänomen: Mit dem bewussten Beiseiteschieben der Wunderwaffe Vitamine. Ich erinnere nur an die Wirkung von Vitamin C (infundiert) gegen Viren von Polio bis HIV (News vom 08.07.2015).

Nach Vitamin D in den letzten Jahren rückt verstärkt Vitamin K in den Fokus. Und jeden Monat entdeckt man Neues. In einem Satz zusammengefasst:

  • Vitamin K verhindert nachweislich die wichtigsten Todesursachen des modernen Menschen, einschließlich Krebs, Diabetes, Gefäßverkalkung (Herzinfarkt, Schlaganfall), Osteoporose und so weiter. Das lässt sich in der folgenden Tabelle recht übersichtlich darstellen:
Krankheit K1 oder K2 Verringerung des Risikos um
K2 26 %
K1 36 %
K1 46 %
K2 63 %
K2 28 %
K2 20 %
K1 21 %
K2 9 % Reduktion Risiko für jede 10 microgramm/d mehr
K2 57 %
K1 27 % für tiefes HDL-Cholesterin
49 % für erhöhte Triglyceride
82 % für hohen Blutzucker
K2 7 % Risikoreduktion für jede 10 microgramm/d mehr
K1 17 % Risikoreduktion für jede 100 microgramm/d mehr
K1 51 % bei erhöhtem K1-Konsum

Für jede Zeile, für jede Zahl gibt es einen Literaturnachweis (Quelle: siehe unten). Wohlverstanden:

  • Das sind in aller Regel nur Korrelationen. Eine strenge Ursache-Wirkung-Beziehung lässt sich so nicht beweisen.
  • Aber dennoch: Da wird sorgfältig darauf geachtet, dass nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden: Herausgerechnet werden verschiedene BMI, Alter, Geschlecht, sozialer Status und so weiter…
  • … um den einfachen Fehlschluss auszuschließen: Ergebnis ist nur vorgetäuscht. Hat andere Gründe. Denn: Wer Vitamin K zu sich nimmt, lebt von vorneherein gesünder, bewusster. Das hat man aber wohl bedacht.

Quelle: Life Extension Magazine Sept. 2014

Vitamin-K-haltige Lebensmittel

https://www.lykon.de/magazin/ernaehrung/lebensmittel/vitamin-k-haltig

 

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