was taugen eigentlich Ernährungs-Studien?

Weshalb die DGE ins Unrecht rutschte

29.04.2017

Die DGE gibt uns Richtlinien. Leitlinien. Die für ganz Deutschland (auch gesetzlich) bindend sind. Die schlimmste Erkrankung in der Welt heute, auch in Deutschland, ist das Übergewicht mit seinen Folgen. Also gibt es von der DGE „Adipositas Leitlinien von 2014“. Umfasst 80 Seiten. Gründlichste Analysen. Und im Anhang

344 Literatur-Angaben

 

Und genau um diese Literatur geht es. All das Wissen der DGE ist nicht selbst gewonnen, nicht an sich selbst beobachtet, nicht ausprobiert, sondern abgeschrieben. Aus 344 Studien zum Thema Übergewicht.

Studien, an welche die DGE glaubt. Sonst hätte sie diese Leitlinien nicht verfasst.

Schön. Schlagen wir den SPIEGEL 12/2017, Seite 101/102 auf. Die beschäftigt sich mit der Qualität solcher Studien. In anderen Worten

was taugen eigentlich Ernährungs-Studien?

 

Antwort: Nix. Gar nichts. Und das wird im Einzelnen belegt. Darf ich?

  • Zusammenhang zwischen zuckerhaltigen Getränken und Übergewicht. Eine klare Frage. Mehr als 80% der Übersichtsartikel bejahen diesen Zusammenhang. Dann, wenn keiner der Verfasser finanzielle Verbindungen zu entsprechenden Firmen hatte.
  • Mehr als 80% der Übersichtsartikel, in denen die Verfasser einen finanziellen Interessenkonflikt sogar zugegeben hatten, kamen genau zum gegenteiligen Schluss. Es gäbe keinen Zusammenhang zwischen gezuckerten Getränken und Übergewicht.
  • Wie man das praktisch schafft? Steht auch da: Es wird einfach behauptet, es gäbe keinen Zusammenhang, obwohl aus der Originalarbeit sehr wohl ein Zusammenhang hervorgeht. Man lügt einfach. Liegt voll im Trend.
  • Ernährungsstudien lassen sich leicht manipulieren, weil es schwierig ist, die tatsächliche Ernährungsweise von Menschen per Fragebogen oder Interview zu erfassen: Die Leute erinnern sich nicht richtig, oder verstehen die Fragen falsch.
  • Da gab´s eine Umfrage zur Kalorienaufnahme in den USA: 2 von 3 Teilnehmern, also 2/3, gaben Energiemengen an, die vollkommen unrealistisch waren.
  • Viele Befunde entstehen durch die Kunst der Epidemiologen, die Daten solange hinzutrimmen, bis sie doch irgendeinen Effekt finden.

Nun lese ich solche Studien seit Jahrzehnten. Sicher Tausende. Und weiß, dass weit über 90% dieser Studien zu den oben genannten Kategorien gehören. Also Schrottstudien sind.

Die DGE also verlässt sich auf Schrottstudien. Genau deshalb sind ihre Leitlinien falsch.

Gegenbeweis? Kann jeder in einer einzigen Woche führen. Er muss nur einmal so und einmal so essen. Dann weiß er Bescheid. Dazu braucht´s keine 80 klugen Seiten und keine 344 Literaturangaben.

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