Tourettesyndrom + Migräne

Das Tourettesyndrom

Artikel #878 vom 20.05.2017

ist nicht heilbar. Wieder einmal. Schulmedizin ist schon eine merkwürdige Wissenschaft. Offenbar eher eine Beschreibende.

Das Tourettesyndrom bedeutet unablässige Verkrampfungen, ständig wiederholte heftige Bewegungen, plötzlich einschießend. Nennt man Tics. In der Fachsprache „extrapyramidale Hyperkinesien“. Tritt auf in der Kindheit und…bleibt.

Wie gesagt: Nicht heilbar.

Die Patientin sitzt vor mir. Und ruckt ständig mit dem Kopf nach links. Zieht die Schulter hoch. Grimassiert mit dem Mund, zwinkert mit den Augen. Immer und immer und immer wieder. Muss man sich erst mal dran gewöhnen. Weshalb ich über so etwas Spezielles schreibe?

Weil die mich fragt, ob ich sie heilen könne. Und weil ich geantwortet habe: Ja freilich.

Ich hab einfach nachgedacht. Sollte man ab und zu als Arzt. Bin in den Alphazustand und habe mir vorgestellt, ich wäre das Gehirn dieser Patientin. Da müssen die Ströme doch nur so durchschießen, sich ständig wie Blitze entladen, völlig durcheinanderwuseln. Denn nur wirre Nervenströme können solch ständige Verkrampfungen hervorrufen. Und dann erinnere ich mich an die Behandlung der Epilepsie (Uni Zürich): Ruhigstellung des Gehirnes durch Ketonkörper.

Hab der Patientin also geraten zu Null Kohlenhydraten. Will sagen: Zu völlig normaler, den menschlichen Genen angepasster Kost. Ich betone das, weil Sie „Null Kohlenhydrate“ immer als etwas Abseitiges betrachten. Könnte es nicht sein, dass Sie die letzten Jahrzehnte ein bisschen abseitig gelebt haben?

Jedenfalls folgt am 20. April die Mail: „Sagt doch mein Liebster heute Morgen zu mir: Maria, ist Dir aufgefallen, dass du seit 1 1/2 Tagen fast gar nicht mehr ticst?“

Finde ich sensationell. Folgt am 10. Mai die nächste Mail:

„Die Tics sind fast weg ‐ ich fühle mich wieder als „normaler“ Mensch ‐ als normaler Mensch, dem es prima geht ‐ wenn ich die Menschen um mich herum in der Straßenbahn sehe, dann denke ich, mir geht’s besser als den allermeisten!“

Tja. Laut Lehrbuch ist das Tourettesyndrom nicht heilbar. Schlagen Sie mal bei Wikipedia nach. Die Schulmedizin, die Universitätsmedizin, die Resignationsmedizin hat das Wort Epigenetik überhaupt noch nicht verstanden.

Hat die völlig neue Dimension der Medizin der letzten Jahre noch nicht mitbekommen: Wir können unsere Gene verändern. Durch den geheimnisvollen Dreiklang

Bewegung ‐ Ernährung ‐ Denken

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Migräne

20.05.2017

Riesenkompliment an den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, Herrn Professor Gerhard Müller-Schwefe. Der den wundervollen Satz geprägt hat:

    „Migräne-Patienten haben ein Gehirn, das sehr intensiv und sehr schnell Informationen verarbeitet“.

Endlich mal ein positiv denkender Arzt, der das Selbstbewusstsein seines leidenden Mitmenschen (patiens) streichelt. Wären Sie da nicht auch ganz gerne Migräne-Patient? Wenn man Ihnen attestiert, Ihr Gehirn würde „sehr intensiv und sehr schnell Informationen verarbeiten“?

Das Schönste daran: Herr Professor Müller-Schwefe hat völlig Recht. Der beste Beweis bin ich persönlich. Ich hatte 30 Jahre wöchentlich Migräne. Jeweils Tage anhaltend. Und fühle mich heute – leider geheilt, wie ich jetzt sagen muss – im Nachhinein bestätigt. Wir Migräne-Patienten sind eben clevere Bürschchen bzw. Damen.

Der Clou der Geschichte kommt natürlich erst. Sie kennen mich langsam: Solch ein Gehirn hätte „einen höheren Energiebedarf“, konstatiert Prof. Müller-Schwefe. Und wie wird man dem gerecht, diesem höheren Energiebedarf? Sagt uns die Überschrift des kleinen Artikels

Migräne-Patienten
brauchen Kohlenhydrate

Voll ins Fettnäpfchen, Herr Professor. Uralten Aberglauben, mittelalterliche Märchen einfach weitererzählt. Nicht nachgedacht. Nicht gelesen. Beispielsweise das dicke Buch von Mersch: „Migräne. Heilung ist möglich“.

Ein außergewöhnliches Buch: Gründet sich auf 906 zitierte Bücher, auf 510 zitierte wissenschaftliche Arbeiten. Erklärt uns bis ins Detail, dass

Migräne durch
Kohlenhydrate verursacht wird.

Und rät zur Ketose. Alter Hut. Schließlich ist Migräne und Anfallsleiden (Epilepsie) eng verknüpft, wie jeder Neurologe weiß. Es werden ja die gleichen Medikamente gegeben (Valproinsäure). Und dass Epilepsie durch Ketose beherrschbar, oft heilbar ist, wissen wir seit 1920. Erst seit 100 Jahren.

Wissen, das am Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin leider vorbei gegangen ist.

Überzeugen Sie Bilder? Innere Vorstellungen? Epilepsie genauso wie Tourette-Syndrom (News 09.07.2012) genauso wie Migräne ist so etwas wie „Gewitter im Gehirn“ (Zitat). Also ein heftiges Durcheinander hochfrequenter Ströme.

Heilung wird erzielt durch tiefe Frequenzen. Langsame Ströme. Innere Ruhe. Entspannung. Stressfreiheit. Und dass wir Gehirnströme messbar verlangsamen können, indem wir das Gehirn eben nicht mehr mit Zucker, Herr Professor, sondern mit Ketonkörpern ernähren, hat sich herumgesprochen. Auch in der Wissenschaft.

Wie gesagt: Messbar. Kann jeder mit einem kleinen EEG-Apparat, einem Computer mit Fourier-Analyse.

Fazit: Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin hat

  • recht: Migräne-Patienten verarbeiten sehr intensiv und sehr schnell Informationen (Sie sehen mich lächeln).
  • unrecht: Die brauchen nicht Kohlenhydrate, sondern das Gegenteil: Ketonkörper.

Vorschlag: Einmal ausprobieren? Eine Woche? Dann sind Sie klüger als ein Professor. In einer Woche, stellen Sie sich vor.

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