Auch in Deutschland verhungern Menschen

Verhungern

Artikel #883 vom 05.06.2017

Auch in Deutschland verhungern Menschen. Täglich. Unbemerkt. Das liegt hier bei uns nicht etwa am fehlenden Geld oder an fehlenden Nahrungsmitteln, sondern an fehlender Fürsorge. Wenn Sie sensibel sind, sollten Sie nicht weiterlesen.

Erwähnt ein Patient in seiner heutigen Mail seinen Papa. Geht schon auf die 100 zu. Rüstig. Aber …

„… Senioren. Es gibt meiner Meinung nach bestimmt einige, die sprichwörtlich verhungern. Am Schluss war es dann „das Alter“ oder „er wollte einfach nicht mehr“.

Ich komme darauf, weil mein Vater – hochbetagt und in einem Seniorenheim – in den letzten Monaten deutlich nachgelassen hat. Aufgrund seiner nicht mehr optimalen Kauwerkzeuge fällt ihm das Essen von Fleisch sehr schwer und er geht dann den einfachen Weg, hin zu Brot ohne Kruste, Kartoffeln etc., also alles, was weich ist. Der Hausarzt hat eine Blutuntersuchung gemacht mit u. a. folgenden Werten:

Hämoglobin 11,7 g/dl. Soll 14 – 18. Also schwere Blutarmut.
Vitamin B12: 10,3 pg/ml. Praktisch Null. Soll um 2000. Blutbildung!
Vitamin D: 4,7ug/l. Praktisch Null. Soll 40 – 80.
Zink 1,1 ug/dl. Praktisch Null. Soll 70 – 120. Immunsystem.

Wie wohl eine komplette Blutanalyse aussehen würde…?

Auf meine Frage an den Hausarzt, wie er denn die Werte substituieren möchte, antwortete er: „Gar nicht. Das regelt sich, wenn ihr Vater wieder ausgewogen isst. Oder was erwarten Sie jetzt von mir?“

Die Frage, die ich mir stelle: Wie viele Senioren werden sich selbst überlassen und „verhungern“ an nicht vorhandenen Vitalstoffen?“

Wobei in der Regel natürlich gar nicht gemessen wird. Also fällt es nicht auf, weiß man´s nicht, und spricht „vom Alter“. Gegen diese zwei Worte bin ich allergisch. Weil es einfach nicht stimmt.

Erinnern Sie sich? Freilebende Tiere wie Rehe oder Schwäne werden erwachsen, stark, lebenslustig und leben so bis an ihre natürliche Altersgrenze, um dann ganz plötzlich „abzudanken“. Die Lebenskurve verläuft bei denen einigermaßen waagerecht. Bei uns fällt sie etwa ab dem 30. Lebensjahr ab. Nachweislich.

Einen der Gründe finden Sie oben in Zahlen angedeutet. Möglicherweise ist dies übrigens der einzige Grund. Das macht mir Hoffnung. Und sollte Sie dazu bewegen, täglich, tagtäglich Ihr Essen zu überdenken.

Laut Mark Allen, immerhin sechsfacher IRONMAN-Weltmeister, kann die richtige Kost sogar sehr gut schmecken. Erinnern Sie sich? Gelüstebasiert.

zurück zur Übersicht

Das Wissen ist da.

05.06.2017

Schreibt ein hochverdienter Prof. Dr. H. J. Buchheit über sein Wissen und sein Erleben damals, in grauer Vorzeit, etwa 1975, als ich mich gerade in Los Angeles verlustierte. Da hat der hart in seiner Praxis gearbeitet:

    „So habe ich selbst seit Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bei allen neu in meine Behandlung als Arzt kommenden Patient(inn)en grundsätzlich vor jeder Therapie eine Untersuchung des Vollblutes auf Selen, Kupfer, Zink, Vitamin A, β-Carotin, Vitamin C und Vitamin E sowie auf Coenzym Q10 veranlasst.
    So sind Zink und Kupfer Bestandteil des Enzyms Superoxiddismutase, das zur Eliminierung des hochreaktiven Superoxidradikals O₂ obligat in jeder Zelle vorhanden sein muss…
    Gegen das Singulett-Sauerstoff 102 sind Vitamin E, wobei mehrere Synergie-Effekte zwischen Vitamin A und E bestehen, sowie β-Carotin, Coenzym Q10 und Cholesterin obligat.
    Jawohl! Cholesterin ist ein Antioxidans. Werden Sauerstoffradikale in der Körperzelle nicht ausreichend in Schach gehalten, dann läuft die Cholesterinsynthese in der Körperzelle wie enthemmt. Aus diesem Grunde haben selbst Kinder schon überhöhte Cholesterinwerte.
    Wenig Cholesterin in der Nahrung erhöht wiederum den Verbrauch von Selen und somit dessen Verarmung im Organismus. Da Selen jedoch das Vitamin E in der Zellmembran regeneriert, wird bei Selenmangel alles vorhandene Vitamin E radikalisiert, und es kommt zu einem Vitamin E-Mangel. Vier Moleküle Vitamin E wiederum schützen ein Cholesterinmolekül vor der Radikalisierung.
    Bei dieser kurzen Streifung antioxidativer Vorgänge im Organismus ist leicht verständlich, dass bei Vitamin-E- und Selen-Mangel z. B. eine „Cholesterindiät“ absolut nichts bringen kann, sogar völlig unsinnig ist, da der Körper bei Vitamin-E- bzw. Selen-Mangel, oder bei Mangel an beiden, in den eigenen Zellen die Cholesterin-Synthese selbst ankurbelt, und es sich bei dem dann erhöht nachgewiesenen Cholesterin nicht um solches aus der Nahrung handelt.
    Dies war die Prämisse meiner Diagnostik und Therapie seit Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in meiner Arztpraxis.“

Es gibt viele solcher Ärzte, die nicht nur abhandeln das, was sie soeben an der Uni gelernt haben, sondern die weiter denken. Sich belesen. Die ausprobieren. Kurz und gut: Die schlussendlich wirklich helfen.

Und nicht einfach Statine verschreiben.

Quelle: „Vitamin-C-Hochdosistherapie“ von Harald Krebs

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s