Eiweiß ist die Lebensenergie

Eiweiß ist Lebensenergie

01.08.2017

War anfangs ein Glaubenssatz. Weil ich sie erleben durfte, Deutschlands Spitzensportler mit ihren Eiweißspiegeln über 8,0 mg%. Ein – Sie dürfen mir glauben – auch in dieser Domaine, auch unter diesen raren Menschen seltenes Phänomen.

 

Genau wie bei Ihnen.

 

Der Normalmensch krebst etwa bei 6,8 bis 7,2 mg% herum. Wenn doch schon der deutsche Durchschnitt (laut Uni Erlangen, Uni Hamburg) 7,65 beträgt. Und am Durchschnitt sollte man sich vielleicht doch messen. Oder?

Diese raren Exemplare mit Eiweißspiegeln über 8,0mg% waren mir deshalb aufgefallen, weil es „the winner“ waren. Also die Sieger. Und zwar – ausdrücklich – über viele Jahre. Will sagen: Einmal gewinnen kann wohl jeder einmal. Aber eben ganz selten Jahr für Jahr für Jahr für Jahr. Sie erinnern sich vielleicht an solche Persönlichkeiten im Sport.

Das muss es selbstverständlich auch am Schreibtisch geben. Topmanager, die führen Jahr für Jahr für Jahr. Deswegen freut mich so (bitte erlauben Sie mir diese persönliche Anmerkung), dass mein Sohnemann solch einen hohen Eiweißspiegel mit sich herumträgt und gar nicht weiß, was das für eine Besonderheit ist.

Eiweiß ist Lebensenergie. Inzwischen habe ich so ganz langsam verstanden, was da alles dahinter steckt. Welche Mechanismen. Dass man das auch anders herum sehen kann, ist mir neu.

Ist mir aufgefallen – Ihnen hoffentlich auch – beim Lesen der News „Alkohol und Energie“. Da haben Biochemiker also gefunden

 

Die Eiweißsynthese ist der

Energie-intensivste Prozess der Zelle.

 

Heißt übersetzt: Von unserer Lebensenergie wird der größte Teil in der Zelle verbraucht, um Eiweiß zu bilden. Wussten, wie Sie wissen, auch die Griechen. Die nannten das Protein. An erster Stelle stehend. Den Satz betone ich immer und immer wieder, um Ihnen klar zu machen, was deutsche Ernährungswissenschaft taugt. Die weiß das nämlich nicht.

Aaaaber… Was heißt denn „Energie-intensivst“? Das heißt doch anders herum, dass immer dann, wenn Sie schwach, schlapp, antriebslos, müde herumlungern, dass immer dann wenig Energie in der Zelle zur Verfügung steht, dass immer dann wenig Eiweiß aufgebaut wird.

Funktioniert das Ganze also  anders herum?

Haben diese Ausnahme-Athleten zunächst einmal sehr viel Energie gehabt und deshalb sehr viel Eiweiß aufgebaut? Haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser deshalb so wenig Eiweiß (kennen Sie Ihren Wert?) weil Sie eben so kläglich, so energiearm durchs Leben pilgern? Sie wissen ja, dass dies die häufigste Klage in meinem Sprechzimmer ist.

Die Energielosigkeit. Die Antriebslosigkeit. Die fehlende Motivation. Die Müdigkeit. Die Schlappheit.

Wenn die Biochemiker recht haben, müssen Sie dann auch ein tiefes Eiweiß haben. Tja. Haben Sie auch. Jedes Mal. Wann immer ich ein Eiweiß von 6,4, 6,5 mg% messe, – und das ist oft -, denke ich mir …

… der hat verloren.

Der kann das Leben ja gar nicht genießen. Dem fehlt ja diese Hüpf-Freude, diese überschäumende Antriebslust des vier-jährigen Kindes. Also Vorschlag: Erst Energie machen, dann hohes Eiweiß haben?

Wie man Energie macht? Du meine Güte. Belesen Sie sich halt über die Mitochondrien, über die Atmungskette und so weiter… Wenn der Körper alle 47 essentielle Stoffe hat, dann sprudelt er nur so. Und wenn ein einziger fehlt, haben Sie einen Schwachpunkt in der sogenannten Atmungskette, produzieren Sie weniger ATP, also Energie, und das drückt sich – wenn man diesem Gedanken glaubt – in tiefem Eiweiß aus.

 

Der Gedanke ist auch mir neu.

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