der Vollkorn –Irrtum

Proteine und Gewichtsregulation

05.10.2017

Vertragen Sie wissenschaftliche Zitate? Falls auch nicht, lesen Sie nur den abschließenden Kommentar. Falls doch:

Zitat Prof. G. Neumann, Leipzig:

Die gegenwärtig zu beobachtende stete Gewichtszunahme bei Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, hat die Empfehlungen verschiedenster Diäten zur Massenabnahme sprungartig ansteigen lassen. Aus den wechselnden Diät‐Empfehlungen zur Körpergewichtsabnahme ist gegenwärtig festzustellen, daß der erhöhten Proteinaufnahme verstärkte Aufmerksamkeit zukommt. Die Erhöhung des Proteinanteils in der Ernährung auf bis zu 30% bewirkte bei Metabolem Syndrom, Diabetes Typ II oder Fettstoffwechselstörung eine eindeutige Abnahme des viszeralen Fettes sowie eine Verbesserung des Glukose‐ und Lipidstoffwechsels (Farnsworth et al., 2003; Parker et al., 2002; Gannon et al., 2003, Gannon & Nuttalli, 2004 u.a.).

Der Anteil der Nahrungsproteine lag in den Studien mit erfolgreicher Massenabnahme zwischen 27 – 30 Energieprozenten. Die Kontrollgruppen, die nur die Hälfte dieser Proteinmenge bekamen, zeigten keine oder nur geringe Wirkung. Die Experimente zur Massenabnahme wurden mit 27 – 30% natürlichen Proteinen, 26 – 30% Fetten und 37 – 57% Kohlenhydraten durchgeführt.
Die Proteine bewirken eine längere Sättigung, steigern die Thermogenese und sind ein Substrat für die hepatische Glukoneogenese.

Kommentar: Gewichtsabnahme und Gesundheit gibt es also bei deutlich erhöhtem Eiweißkonsum. Was ist daran neu? Nichts. Buchstäblich gar nichts.

Genau dieses Wissen hatten nämlich unsere Vorfahren längst. Die aßen nicht 30%, wie hier empfohlen, sondern sogar 34% Eiweiß im Schnitt täglich. An diese Tatsache haben sich unsere Vorfahren 4 Millionen Jahre gewöhnt. Und waren zäh, schlank und gesund. Erst vor 9000 Jahren hat sich das geändert. Resultat:

Wir sind in der Mehrzahl genau das Gegenteil von zäh, schlank und gesund.

Zur Erinnerung: Die 11.000 Olympiateilnehmer in Athen 2004 aßen: 270 Tonnen Obst und Gemüse, 210 Tonnen Fleisch und Fisch, aber nur 12 Tonnen Nudeln, 0,6 Tonnen Brot. Klarer kann man`s nicht ausdrücken (News vom 20.06.16)

 

Vollkorn – der grandiose Irrtum

05.10.2017

Ein einsamer Rufer in der Wüste, in der medizinischen Wüste Deutschlands bin ich schon lange nicht mehr. Mit mir rufen Hunderte von Kollegen. Wir rufen und bitten die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, welche ja rechtlich bindende Ernährungsregeln veröffentlicht, sich endlich auf

Wahrheit

zu besinnen. Es gibt wissenschaftliche Wahrheit. Und wenn man die nicht anerkennt, dann gibt es die Wahrheit der Evolution. Und wenn man die nicht anerkennt, gibt es die eigene Gesundheit. Genau um die geht es.

Und diese Gesundheit, die Volksgesundheit wird durch die Regeln der DGE gestört. Zerstört. Die DGE hat sich nämlich soeben korrigiert. Auf auffälligen Druck von außen (auch politisch) hat sie ihre zehn goldenen Regeln neu formuliert. Begrüßenswert.

Hat beispielsweise Eier nicht mehr erwähnt. Eier sind nämlich nicht gesundheitsschädlich. Hat vollfette Milch nicht mehr erwähnt. Vollfette Milch ist nämlich nicht gesundheitsschädlich, im Gegenteil. Hat aber auch nicht erwähnt – Feigheit vor dem Feind – den Hauptpunkt. Den erfährt man nur auf Nachfrage, nämlich:

  • Die Anteile Kohlenhydrate/Fett/Eiweiß in der täglichen Nahrung bleiben unverändert.
  • Heißt: Weiterhin 55% – 60% Kohlenhydrate, nicht mehr als 30% Fett, 10% – 15% Eiweiß.

Selbst die DGE weiß, dass sie hier grundlegend irrt. Schadet. Ihren Auftrag verfehlt. Und benutzt den berühmten, längst bekannten Schlenker als Neuigkeit:

Vollkorn wählen!

Die Vollkornvariante sei die beste Wahl für Ihre Gesundheit.

Sehen Sie, jetzt wird es gleich doppelt kriminell: Erst das längst wiederlegte Nachkriegs-Dogma von den nötigen Kohlenhydraten, dann die wissenschaftlich unhaltbare Behauptung über Vollkorn.

Deswegen scheine ich doch der einzige Rufer in der Wüste zu sein. Denn schon am 10.07.2013 konnten Sie aus meiner Feder lesen. Und genauer, wissenschaftlicher geht es nun wirklich nicht.

 

Vollkorn ade!

Dass reiner Zucker der Gesundheit nicht förderlich ist, wissen heute schon Kinder. Einverstanden. Dass weißes Mehl leider sehr schnell in Zucker umgewandelt wird und damit abzulehnen ist, hat sich ebenfalls herumgesprochen. Sogar bei der DGE. Die ja vor einigen Jahren auf das Wort „Vollkorn“ umgeschwenkt ist und so ihre Kohlenhydrattheorie retten möchte.

Unter der Vorstellung, dass das volle Korn Schlacken enthält und damit die Zuckeraufnahme im Darm ein bisschen verzögert. Vollkornbrot, Vollkornnudeln sind also – nach offiziellem Verständnis –  gesünder als das weiße Mehl.

2012 ist dieser Aberglaube von der Harvard University endgültig widerlegt: Ob Weißbrot oder Vollkorn – es kommt nur auf die tägliche Gesamtmenge an Kohlenhydraten an. Und die ist ein ursächlicher Faktor für Dickdarmkrebs.

Ich habe dem Wort Vollkorn immer misstraut. Und bin zurück zu den Quellen. Wie kam man eigentlich darauf? Nun,  der sogenannte glykämische Index wurde 1981 an der Uni Toronto erfunden. Also die Beobachtung, dass reiner Zucker sehr schnell ins Blut strömt, hohe Blutzuckerspitzen und Insulinausschüttung verursacht, Gegenregulation… kurz und gut schlecht ist. Und da finde ich heute doch tatsächlich in deren Tabellen bewiesen, dass den Herrschaften 1981 schon klar war, dass Vollkorn ein schlichter Schwindel war. Wussten Sie das?

Hochinteressant!

Der reine Traubenzucker (Glukose) gilt als Standard. Glykämischer Index 100. Schlechtest möglich. Geht ganz schnell ins Blut. Je tiefer der glykämische Index, also je kleiner die Zahl, desto günstiger, desto langsamer strömt der Zucker in den Körper. Na, dann mal los

 

Glukose 100   schlecht
Weizenvollkornbrot   72
Weißbrot   69
Müsli geschroteter Weizen   67
Tafelzucker   59
Marsriegel   68
Snickersriegel   41   besser

 

Schon damals also war klar:  Vollkornbrot schlechter als Weißbrot. Schon damals war Müsli aus geschrotetem Weizen schlechter als reiner Haushaltszucker.

Und schon damals war ein Snickersriegel ja pure Gesundheit verglichen mit Vollkornbrot.

Wir sind wieder beim Thema: Messen und wissen. Nicht raten, rätseln und…glauben.

Die Augenwischerei war in Wahrheit eine ganz andere. Wir sprechen doch hier nicht von jungen, schlanken Leistungssportlern. Die die Kohlenhydrate sowieso wegrennen, wegverbrennen. Wir sprechen doch in erster Linie von den 20 Millionen Deutschen, die aufgrund Übergewichtes Diabetiker oder Prädiabetiker sind. Wohlverstanden: 20 Millionen!

Bei denen ist das sowieso ganz anders: 2 Scheiben Vollkornweizenbrot erhöhen den Blutzucker normalerweise um 30 mg% (von 93 auf 123). Übrigens genau so wie reines Weißbrot. Kein Unterschied. Verstehen wir jetzt.

Bei diesen 20 Millionen Deutschen mit Insulinresistenz steigt aber nach 2 Scheiben Vollkornweizenbrot der Zucker nicht um 30 mg%, sondern um 70 bis 120 mg% über den Ausgangswert an. Also z.B. von 90 auf 210. Tödlich.

Verletzt die Innenseite der Blutgefäße. 75% dieser Menschen stirbt tatsächlich an Herzinfarkt und Co.

Merksatz: (Zitat) „Weizenprodukte erhöhen den Blutzucker stärker als praktisch alle anderen Kohlenhydrate, von den Bohnen bis zum Schokoriegel“.

Quelle: Dr. William Davis „Weizenwampe“. Ein außerordentlich vergnüglich lesenswertes Büchlein.

PS: Natürlich bewirkt Vollkorn irgendetwas: Fördert den Stuhlgang. Einverstanden. Absorbiert Fette, senkt Blutfett. Einverstanden. Absorbiert leider auch andere lebenswichtige Stoffe, die wir bräuchten. Nicht einverstanden. Fakt bleibt: Von der Evolution nicht vorgesehen. Unsere Ballaststoffe stammen natürlich nur aus Salat, Gemüse, Wurzeln, von mir aus Nüssen. Getreide gibt nun einmal erst seit etwa 10.000 Jahren.

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