Ein Lebewesen ohne Vitamin C. …

Zur Technik des gekonnten Abservierens

11.10.2017

Leicht zu erklären. Sie brauchen ja nur zuzugucken, wie es – nach vielen anderen verdienstvollen Männern in der CDU – gerade unserem Horst geht. Thema abservieren. Horst Seehofer, der mich einmal öffentlich im Radio als „besonderen Arzt“ gelobt hat. Seither mag ich ihn. Verständlich. Aber gegen die Meisterin ist nun einmal kein Kraut gewachsen.

Kennen Sie aus der Medizin. Die Vitaminlüge des Spiegels. Betacarotin macht Lungenkrebs. Ich hatte die zwei Studien (aus derselben Quelle) ausführlich besprochen. Dass sich 8 Jahre danach die Studienleitung öffentlich entschuldigt, die Studie zurücknimmt, sie „hätte gar nicht stattfinden dürfen“, weil es etwas so absolut unnatürliches wie den Raucher weltweit nirgends wo gäbe. Bei keinem Säugetier. Ein Lebewesen ohne Vitamin C. Mit dem man bitte keine Späße treibt und mit Betacarotin füttert.

In der Entschuldigung steht ausdrücklich, dass nicht viel Schaden angerichtet worden sei: Statt 7 Promille seien eben 8 Promille (Promille) erkrankt. Heißt: Das Ganze war von vornherein lächerlich.

Was bleibt? Betacarotin macht Lungenkrebs. Oder generell im SPIEGEL: Vitamine können töten. Und das hat sich in den Gehirnen von Ihnen und von den meisten Ärzten auch so festgesetzt.

Das nennt man die Kunst des Abservierens.

  • Ganz neues Beispiel: Jetzt machen B-Vitamine Lungenkrebs. Hab ich gerne kommentiert. Selbstverständlich das gleiche Schema.

Kommen wir zur Technik. Fasziniert hat mir immer das Spektakel des Otto-Motores. Da wird ein Zylinder maximal beschleunigt, abrupt abgestoppt auf null, und dann entgegengesetzt maximal beschleunigt. Und das Millionen Mal. Das soll gesund sein? Für mich kann so etwas nur einem schwerkranken Gehirn entspringen.

Dann kam Wankel. Der hat das Ganze vernünftig zum Kreiseln gebracht. Hier wird nix mehr hin und her beschleunigt, hier dreht sich’s rund im Kreis. Vernünftig. Dumm für die Autoindustrie. Für VW. Für BMW. Was tut man? Abschießen. Wie macht man das? Dichtung. Dichtung stimmt immer. Jeder Ingenieur weiß: Bei jeder Maschine entscheidet die Dichtung. Gleichzeitig der Schwachpunkt. Selbstverständlich auch bei Wankel.

Also hat man gemunkelt: Die Dichtung. Dass der Ro80 ohne weiteres 80.000 km fuhr, geschenkt. „Dichtung!“ klingt so schön. Hat den Motor abserviert. Gekonnt.

Dann kam mein Großvater. Hat den genialen Direkt-Motor erfunden: Kohle wurde gleich in Energie verwandelt. Nicht erst verbrannt, Wasser erhitzt, Wasserdampf treibt dann die Turbine, sondern direkt. Der Kohlenstaub-Motor. Blöd für die Maschinen-Industrie. Versteht man. Was tut man? „Die Dichtung“. Jeder Motor hat zunächst Dichtungs-Probleme. Dafür gab es ja nun Tausende von Ingenieuren und Millionen von Denkstunden. Beim Otto-Motor. Beim Kohlenstaub-Motor gab es nur meinen Großvater. Allein.

Also starb der Motor, wie gewünscht, und wie ich in Wikipedia (das erste Mal in meinem Leben) nachlesen darf (danke, Forum!) an der Dichtung plus der Abnutzung. Klingt gut. Gekonnt abserviert.

Jetzt kommt’s.

Les ich gerade im Görlitzer Boten ca. 1938, dass so ein dummer Kohlenstaub-Motor gerade im Dauerlauf 4.000 Stunden erreicht hat. Zwischenbericht. Also rechnen wir:

  • Wenn 1 Stunde in einem Fahrzeug nur 50 km/h entspricht, dann
  • waren das gerade 200.000 km. Im Dauerlauf. Als Zwischenstand.

So viel zur „nicht funktionierenden Dichtung und zu großer Abnutzung“. So viel zur Technik des „gekonnten Abservierens“.

Noch einmal: Einen Motor, der soeben 200.000km im Dauerbetrieb hinter sich hat abzuservieren wegen „Dichtungs- und Abriebsmängel“: Wie dumm klingt denn das?

Drum lesen wir in dem Originalbrief (News vom 17.09.2017) auch davon, diesen Motor erneut zu bauen. Die haben offenbar Wikipedia nicht gelesen.

Erinnern Sie sich noch an Kanzler Schröder und „Dieser Professor da aus Heidelberg“? Tolle Technik. Der war weg vom Fenster.

Menschen sind immer gleich. Die wollen ihren Posten behalten. Die wollen ihre Altersversorgung voll. Die wollen keinen Fortschritt. Gilt in der Medizin (Universitäts-Professoren sind unkündbar) genauso wie in der Auto-Industrie.

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