Zucker und Mehl, die unser Leben verkürzen. ..

Laufbandpflicht

25.10.2017

Gast-News Nr. 6

Hören wir mal auf die Großen. Auf Institutionen mit all den langatmigen Namen:

Laut WHO leiden global 350 Millionen Menschen an Depressionen (WHO, Depression: A Global Crisis 2012).

Laut dem National Institute of Mental Health (2014) leiden 26,2% der US Amerikanischen Bevölkerung an ernsthafter Geistesstörung.

Sind „wir“ nicht besser. Laut Europäischer Kommission (2010) gilt Gleiches für die erwachsene Bevölkerung der EU: 27% mental krank.

Grob ein Viertel unserer gängigen Mitmenschen sind damit kognitiv eingeschränkt. Was ist Kognition?

Die Departments of Kinesiology, of Recreation, of Preventive Medicine sagen uns: Aufmerksamkeitsspanne, Erinnerungsvermögen und Vernunft sind Gegenstand unserer Kognition. Sind Gegenstand davon, wie wir täglich Entscheidungen treffen.

Täglich vertrauen wir anderen unser Leben an. Jedem einzelnen Autofahrer auf Schnellstraßen, jedem Piloten, jedem der unsere Nahrung zubereitet. Jedem der Langwaffen besitzen darf.

Sie vertrauen Ihr Leben täglich beliebigen Menschen an, die alltägliche Entscheidungen treffen dürfen.

Diese Logik kann man auch umdrehen.

Denn seit einigen Jahren spricht man nun auch von einer globalen Verantwortung. Wir, die einzelnen Entscheidungsträger, sind verantwortlich für alle anderen. Einverstanden.

Unser aller Gesundheit ist nicht nur private Sache. Sie ist Teil der globalen Verantwortung.

Angstzustände, Depressionen, Phobien…wir nennen das oxidativen Stress. Lässt sich mit simplen Laufbandtraining bekämpfen. Man kann Sorgen wegjoggen. Ist selbst in der strengen Neurowissenschaft bekannt.

(Moylan et. al: „Exercising the worry away (…)“, in: Neuroscience and Biobehavioral Reviews 37 (2013), 573-584.”).

Warum dann nicht ab morgen gesetzliche Laufbandpflicht?

Zum Beispiel für Herrn Prof. Heribert Prantl. Der sich – zu Recht – gerade über die europäische Verantwortung aufregt (sueddeutsche.de, 15. Oktober 2017, „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht – aber nicht in Europa).

Oder für Prof. Katharina Kleinen-von Königslöw. Die uns vor den Folgen des Vertrauensverlusts gegenüber der Presse warnt (man könnte auch einfach Luhmann lesen).

Ist Ihnen als strunz.com Lesern nur ein müdes Achselzucken wert. Denn Sie wissen: es sind drei Dinge von Bedeutung. Bewegung, Ernährung, Denken.

Sie sind der Elite schon längst überlegen. Sie reden nicht nur über Verantwortung. Sie handeln. Utopische Zwangsgesetze sind unnötig. Wenn…

Sie wollen!

Und dafür danke ich Ihnen, als Ihr Mitmensch.

 

Noch so ein Juwel

25.10.2017

In Großstudien entdeckt man oft – verborgen unter vielen, vielen Zahlen – ein kleines Juwel. Eine Besonderheit. Bei der es einem warm ums Herz wird. So in der nagelneuen PURE-Studie.

Sie erinnern sich? 200 Forscher, 135.000 Teilnehmer aus 18 Ländern, beobachtet über sieben Jahre.

Eine, wie mir scheint außerordentlich kluge Studie. Denn da wurde auch Blut abgenommen. Wissen Sie wofür? Gezielt für Lipoprotein a. Erinnern Sie sich? Der schlimmste Risikofaktor, weil genetisch. Deshalb so wichtig, weil er Cholesterin so unwichtig macht. Ihr erhöhtes LDL-Cholesterin (greift der Hausarzt sofort zum Statin) hat kaum Bedeutung so lange, wie Sie kein erhöhtes Lipoprotein haben. Ist das nicht tröstlich? News vom 04.11.2013)

Zurück zum Juwel. Da berichtet die PURE-Studie doch wirklich

  • Dass die Gesamtmenge an gegessenen Kohlenhydraten die Sterblichkeit erhöht. Sie leben also kürzer.
  • Dass aber der Verzehr von Obst, Gemüse und rohem Gemüse die Sterblichkeit senkt. Sie leben also länger.

 

Sehr richtig die Schlussfolgerung, dass es offenbar die verarbeiteten Kohlenhydrate sind. Die künstlichen. Die Leeren. Also Zucker und Mehl, die unser Leben verkürzen. Nicht aber, ausdrücklich, Obst und Gemüse. Tröstlich.

DESWEGEN HEIßT NO CARB

bei mir ausdrücklich kein Zucker, kein Mehl, Gemüse aber reichlich. Ich bitte, diesen Punkt zu verstehen und ernst zu nehmen. Ich esse so.

Liest man den Gemüse-extra-Report genau, lernt man.

  • Natürliche Kohlenhydrate senken beim höchsten Gemüsekonsum die Sterblichkeit um 22%. Man lebt knapp ein Viertel länger.
  • Kann man aufschlüsseln. 27% weniger Herz-Sterblichkeit, 16% weniger Andere-Krankheiten-Sterblichkeit, 19% gesenkte Gesamtmortalität. Also alle Krankheiten.

 

Und noch so ein klitze-kleines Juwel, eine Randbemerkung. Für mein persönliches Leben ganz besonders wichtig. Die haben nämlich noch weiter differenziert in gekochtes und rohes Gemüse.

  • Gekochtes Gemüse zeigte nur eine geringere Verbesserung der Sterblichkeitsrate („modest“).
  • Während rohes Gemüse deutlich das Sterblichkeitsrisiko senke („strongly“).

 

Durchaus eine praktische Lebenshilfe. Umso wichtiger ein gesunder Darm, der rohes Gemüse verträgt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Leider nicht in Deutschland. Da müssen Sie erst einmal Ihr Aminogramm in Ordnung bringen. Und andere wichtige Punkte.

Quelle: Lancet 2017, Aug 28, pii: S0140-6736(17)32253-5

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