Die Tiere leben anders

 

Kairos.

01.11.2017

Gastnews Nr. 13

 

Mit jedem Buch, das ich durchwälze und nicht laufe, beschränke ich meinen Geist. Beispiel: bayrisches, nein fränkisches Gasthaus, die Kumpels sitzen da. Rauchen, trinken Gutmann Weizen, spielen Schafkopf und lachen schallend. Sind glücklich. Thema der Gesprächsrunde: Dämliches aus der Vergangenheit, herrliche plumpe Sprüche, Missgeschicke…

Und jetzt setze ich mich dazu, noch in der akademischen Buchwelt und fange an, zu philosophieren. Viel zu hochgestochen, zu starr. Und man sagt mir:

Halt’s Maul.

Je nachdem, in welchem geistigen Zustand Sie sich befinden, tut das jetzt weh oder nicht. Meine Reaktion ist Schweigen. Die Welt hat mir eine Antwort gegeben. Und ich reagiere.

Quatsch.

Hätte ich mich doch vorher eingefühlt und gewusst, philosophieren ist jetzt fehl am Platz. Nicht wahr. Nicht das, was jetzt gehört werden will. Dann hätte ich mir das sparen können.

Wie im Straßenverkehr. Wie gut tut manchmal eine kurze Handbewegung, wie egal ist einem doch manchmal Fehlverhalten…

Weil alles eine Konstruktion ist. Und ja, alles hinterlässt Spuren. Vielleicht auch Narben. Schlägt Sie ein betrunkener Soldat zu Boden, kann Sie das für immer beeinträchtigen. Und vielleicht können Sie dann nicht mehr philosophieren…nur, was machen Sie denn um drei Uhr nachts vor dieser Disko?

Alles fließt, und ist von Bedeutung, alles hinterlässt Spuren. Nennt sich die epigenetische Landschaft.

Also was Erweitert uns denn dann?

Gadamer sagt, da gibt es eine Holzhütte von Heidegger, da sei dieser Spruch eingraviert: „Alles steuert der Blitz.“. Gadamer ist ein irrer Denker. Der selbst auch sagt, dass er

gebrochen wurde

als er merkte, wie sehr ihm Heidegger doch überlegen sei. All sein Wissen nichts ist im Vergleich zu Heidegger.

Wäre ihm besoffen und rauchend egal gewesen. Hätte er nicht bemerkt. Schallendes Lachen ist schön und laut. Nur, Heidegger erweiterte ihn. Hat ihm Kosten gespart. Den Weg gewiesen.

Es ist immer der blitzartige Abbruch. Der Umzug. Firma verkaufen. Weltreise beenden. Das hat nur alles so einen negativen Beigeschmack. Und passiert vorher immer im Kopf. Durch ein Bild.

Das schwarz-weiße Bild an den Horizont schieben, 5000 Meter, wo das Segelschiffchen treibt.

Und blitzartig das Bild holen, bunt, grell, das Jetzt.

Ist genauso wahr, wie ein Glas Pils. Schallend, laut, Gold leuchtend. Wirkt sofort, bricht vielleicht den Ast…und verpufft auch schnell.

Chronos, die Zeit, fließt. Wie das Bier.

Und Kairos, der wertvolle Moment, muss genutzt sein.

Hät‘ ich mal früher auf Papa gehört. Nur: in Bamberg fließt die „Zeit“ seit 900 Jahren. Des bassd a!

Viele, viele, viele Ärzte…

01.11.2017

…kümmern sich um das junge Mädchen. Mit großem Arbeitseinsatz, mit Hingabe, mit fachärztlichem Wissen. Man wird in Deutschland im Krankheitsfalle eben nicht alleine gelassen (???). Und weshalb die ganze Mühe? Die junge Dame leidet an

  • Schizophrenie
  • Angstzuständen
  • Panikattacken
  • Depression

und das seit zwei Jahren. Und welche Ärzte, Fachärzte kümmern sich also um sie? Nun, natürlich

  • Psychologen
  • Psychiater
  • Psychotherapeuten

Das einzige Dumme an der Geschichte: Es geht ihr nicht besser, sondern immer schlechter. Nehmen Sie das bitte als sachliche Feststellung.

Bis die Dame auf die Idee mit der Epigenetik kam. Auf die Idee mit der Natur. Mal nachdachte, das Rehe recht selten beim Psychotherapeuten ertappt werden, oder? Wie machen die das eigentlich? Wenn die Antwort nicht so ernst wäre. Wenn sie nicht die Grundfesten unserer heutigen Schulmedizin so erschüttern, so völlig zerstören würde, könnte man ja lächeln. Aber die Antwort heißt:

 

Die Tiere leben anders

 

Die haben einen anderen Lebensstil. Und sind prompt gesund. Ich bin mir nie ganz sicher, ob Sie wirklich über diesen Zusammenhang ernsthaft nachdenken.

Andersrum: Eigentlich bin ich mir sicher, dass Sie es nicht tun. Ich bin erst 45 Jahre Arzt.

Aber zurück zur jungen Dame. Da geht jetzt mal die Sonne auf. So richtig strahlend, wärmend, leuchtend am blauen Himmel. So klare Briefe bekomme ich nicht sehr häufig. Jubeln Sie doch einfach mal mit. Doch doch, man darf über das Glück eines Mitmenschen auch einmal jubeln.

  • Es sind jetzt sieben Wochen vergangen, seitdem ich bei Ihnen in der Praxis war. Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Sie haben mir, wie versprochen, wirklich geholfen!
  • Ich bin stolz, dass ich mittlerweile sämtliche schulmedizinische Medikamente (Antidepressiva etc.) absetzten konnte.
  • Außerdem habe ich meine Psychotherapie abgebrochen, da es mir nach den Sitzungen jedes Mal wesentlich schlechter ging als vorher. Die Lösung der Therapeuten: Klinik.
  • Ich habe abgenommen und Muskeln aufgebaut. Abends schlafe ich dank Tryptophan sehr gut und morgens fühle ich mich nicht mehr wie erschlagen.
  • Ich kann mich wieder besser konzentrieren, mein Selbstvertrauen ist gewachsen und ich habe eine neue Arbeitsstelle gefunden. Ich bin endlich wieder glücklich und mache mir weniger Sorgen.
  • Ich laufe jeden Tag und habe meine Ernährung umgestellt.
  • Meine Warzen an den Füßen sind verschwunden. Einziger kleiner Minuspunkt ist der Durchfall durch das Magnesium.

Kann man Glück schöner ausdrücken? Hat Frau Dr. Merkel einen einzigen von uns, von uns Deutschen so glücklich gemacht, wie wir das hier lesen? Wie viele Psychiater haben wie viele Patienten so glücklich gemacht, wie wir das hier lesen?

 

Geht gar nicht. Kann ein Mensch gar nicht. Kann auch ein Arzt nicht. Kann nur die Natur, sprich die Epigenetik. Von mir als forever young-Prinzip, anschließend als Frohmedizin eingeführt. Jetzt eben seriös versachlicht (Epigenetik). Wortwörtlich dasselbe. Das präzise Rezept finden Sie am schönsten beschrieben in

forever young

Das Erfolgsprogramm

1999

 

Versuch mich gerade daran, dieses Buch neu aufzulegen. Fassung 2020. Mal sehn.

Aber was so alles in der Mail steckt: Tabletten weggeworfen, endlich erkannt, dass Psychotherapie auch verschlechtern kann, kapiert, was Muskeln heißt, läuft jeden Tag, und hat

eine neue Arbeitsstelle gefunden.

Raten Sie mal weshalb. Selbstverständlich eine Frage des Auftretens, der Ausstrahlung.

 

PS: Zu ihrer Klage über Durchfall nach Magnesium: Der Magnesiumspiegel war 0,73. Heißt bei mir praktisch Psychose. Und selbstverständlich Migräne. Hatte sie.

 

 

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