Training im Sauerstoffüberschuss

Du möchtest entspannen? Dann trainiere!

03.11.2017

In den letzten Jahren treib ich mich viel in Wellness-Hotels rum. Da wird massiert, gestreichelt, gesalbt und geölt. Hauptbeschäftigung gestresster, leicht übergewichtiger Menschen mit ziemlich viel Geld. Den ganzen Tag.

Versteh ich. Versteh ich wirklich gut. Gibt es etwas wohligeres, als eine Stunde sanft massiert zu werden? In den Halbschlaf zu gleiten? Die Muskeln völlig zu entspannen? Mir scheint, das Ganze erfüllt seinen angekündigten Zweck.

Leider nur kurz. Sie wissen genau, dass Sie nach einer Massage am nächsten Tag die „gleichen Verspannungen“ haben. Dauereffekt sehr selten. Sehen Sie: Deshalb missfällt mir diese komplette Passivität.

Weil es einen anderen, einen eleganteren Weg gibt, das Ziel der Erholung, der Entspannung zu erreichen auf einem ganz anderen Niveau. Wesentlich effektiver und … besonders nachhaltig.

Der andere Weg heißt Training. Leider. Da muss man etwas tun. Was dann aber alles passiert, möchte ich Ihnen einmal so kurz wie möglich zusammengefasst darstellen.

  • Training im Sauerstoffüberschuss (leicht, locker, lächelnd) ist der Schlüssel für ein gesundes Herz, einen gesunden Kreislauf. Aber eben genauso für ein gesundes Hirn.
  • Natürlich ist körperliches Training anfangs mehr Arbeit als Spaß.
  • Aber mit ein bisschen Übung beginnt für jeden von uns die Überraschung: Man findet Freude daran, und schließlich wird man sogar abhängig.

Regelmäßiges aerobes Training verändert nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihren Geist, Ihre Seele. Es stimmt heiter und entspannt, es stimuliert, bringt gleichzeitig innere Ruhe, es lindert Depression und löst Stress in Nichts auf. Tatsächlich wurde in genügend klinischen Studien bewiesen, dass körperliches Training

  • Angststörungen
  • Klinische Depressionen

erfolgreich bekämpft. Wie das funktioniert? Zwei Erklärungen

  • Training wirkt auf neurochemischer Basis. Es senkt Stresshormone ab, wie zum Beispiel Adrenalin und Cortisol. Es stimuliert Endorphine, also körpereigene Schmerzlöser und Stimmungsaufheller.
  • Auch Verhaltensfaktoren tragen bei zum emotionalen Gewinn durch Training: Wenn der Bauch schmilzt, Kraft und Ausdauer wächst, verbessert sich das Selbst-Image.

Man erntet Gefühle wie Beherrschung und Kontrolle, Stolz und Selbstbewusstsein.

Der neu gewonnene Antrieb und die Energie hilft zusammen mit der Disziplin regelmäßigen Trainings, um auch im beruflichen Leben Ziele zu erreichen.

Gerne übersehen, dafür umso wichtiger, ist die Möglichkeit, durch Sport

  • „Allem“ zu entfliehen.
  • Fern vom Alltag zu sich selbst zu finden.
  • Freunde zu gewinnen, Netzwerke aufzubauen (Sportverein).

Sie müssen sich nicht festlegen. Praktisch jede Art von aerobem Training hilft. Am besten scheint zu wirken die rhythmische Benützung möglichst großer Muskelgruppen. Wird übrigens

„muscular meditation“

genannt. Bestes Beispiel strammes Walking oder Joggen. Natürlich auch Skilanglauf. Radfahren in hügligem Gelände tut´s auch. Und wenn Sie dann nach dem Sport sogar noch ein bisschen stretchen… dann entspannen Sie dabei nicht nur die Muskeln, sondern auch Ihren Geist.

Beobachte ich und bewundere ich so sehr bei meiner Frau. Sicher eine Stunde dehnen und stretchen jeden Tag. Vielleicht ernährt sie mich ja dermaleinst mit Zirkusauftritten als Schlangenmensch…

 

Quelle: Harvard Medical School, Feb. 2011

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