Wenn wir aromatische Waldluft einatmen

Ihr Waldlauf und die Terpene

19.11.2017

Mal was Fröhliches. Was für die Seele. Wir freuen uns doch immer, wenn wir in unserem Tun bestätigt werden. Tun heißt hier: Unser täglicher Waldlauf. Der ja nicht nur das Gehirn ein bisschen freiputzt, uns ab und zu glückliche Begegnungen mit Hasen, bei uns auch Rehen schenkt, sondern uns – das wird jetzt gezeigt – tatsächlich gesünder macht. Messbar. Das hört man einfach gerne.

Der Waldlauf, so lese ich, verbessert nicht nur den Kreislauf, sondern auch unser Immunsystem. Denn: In Baumrinden, Blättern und Pilzen stecken chemische Botenstoffe, die sogenannten Terpene.

  • Mit deren Hilfe informieren Bäume und Pflanzen einander z.B. über Schädlinge, von denen sie angegriffen werden. Ursache übrigens des typisch modrig-holzigen Waldgeruches.

Nach Regen und Nebel sei die Luft besonders reich an Terpenen, schreibt Arvay., Biologe, in seinem Buch „Der Heilungscode der Natur“. Und jetzt kommt der Witz:

  • Wenn wir aromatische Waldluft einatmen (Terpene), sollen sich Zellen bilden, die Viren abtöten und Krebs verhindern.
  • Der japanische Forscher Quing Li fand in Blutanalysen heraus, dass ein ganzer Tag im Wald die Anzahl der Killerzellen in unserem Organismus um ca. 40% erhöht.
  • Und diese Wirkung hätte eine ganze Woche angehalten.

Das lese ich. Mit Vergnügen. Selbstverständlich skeptisch und ungläubig, wie ich nun mal bin. Aber gemach: Da hat man auf der Insel Usedom doch tatsächlich den ersten deutschen „Heilwald“ eröffnet. Und geforscht. Einfaches Experiment.

Drei Gruppen von Menschen in stressigen Pflegeberufen.

  • Eine Gruppe blieb zuhause
  • Eine Gruppe ging im Nationalpark wandern
  • Die dritte Gruppe hielt sich zusätzlich eine Stunde am Wasserfall auf

Zuvor hatten alle eine Cholera-Impfung geschluckt, um das Abwehrverhalten des Immunsystems vergleichbar zu machen. Resultat:

  • Die Wasserfallgruppe zeigt erheblich bessere Immunreaktion und die nachhaltig größte Reduktion von Stress.

Klingt schön. Gefällt uns. Ob das nun wirklich streng wissenschaftlich ist… . Für mich zählt – Sie wissen, ich bin voreingenommen, subjektiv, selektiv – die Absicht dahinter. Als Arzt habe ich ein Ziel. Ihre Gesundheit. Es zählt also die klare Empfehlung des Experten:

Bewegen Sie sich möglichst viel im Grünen

Stimmt. Erinnern Sie sich? Da gab’s mal das Büchlein „Lauf um die Welt“. Da wurden in vielen Großstädten rund um den Globus Jogging-Möglichkeiten beschrieben. Selbstverständlich in den großen Parks der Städte.

Damals habe ich gestaunt und gelernt, wieviel Grün es auch in Berlin gibt.

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