in seinem Körper gefangen

Im Körper gefangen

26.11.2017

Altern beginnt mit dem 30.ten Geburtstag. Ab dann geht´s bergab. Der Satz ist kein Spaß, sondern ernst. Ist objektiv beweisbar nicht nur an Muskelschwund, Rückgang der Kraft, der Ausdauer (immer gleichzeitig) und Nachlassen der geistigen Kräfte, sondern auch messbar an Ihren Hormonen, Ihren Genen.

Deshalb lohnt es sich auch für Sie, liebe Leserin, lieber Leser, der Sie so etwa 40 Jahre alt sind, über ein: „Stopp“, über eine Umkehrung dieses Prozesses ernsthaft nachzudenken. Denn längst ist bewiesen: Sie können 40 Jahre lang 30 bleiben. Messbar und beweisbar.

Und können auch mit 70 Jahren sich in Richtung 26 Jahre zurückbewegen, wie Sie gestern gelesen haben. Das WIE ist Ihnen klar. Trotzdem tun Sie…. nix.

Damit sich das ändert, ein paar Sätze zum Nachdenken:

  • Wenn Sie sich unter einem älteren Menschen jemanden vorstellen, der in seinem Körper gefangen ist, weil er sich nicht gut bewegen kann, dann folgt daraus zwangsläufig, dass der Bewegungsdrang dieser Person zunehmen wird, sobald sie genug Kraft hat, um wieder aktiver zu sein.

Der entscheidende Punkt ist also Kraft. Dann folgt der Bewegungsdrang. Dann folgt die Beweglichkeit. Dann knarren die Gelenke nicht mehr so störend in öffentlichen Räumen. Zum Beispiel in der Oper.

  • „Wir haben schon oft beobachten können, wie Senioren zunächst mit sehr leichten Gewichten zu trainieren begannen und dann, binnen kürzester Zeit, genauso stark oder stärker wurden als ein durchschnittlicher 25-jähriger“:

Gewusst? Wirklich? Nein, haben Sie nicht. Sie haben meinen Satz nie ernst genommen: „Die 80-jährige Muskelzelle weiß nicht, dass sie 80 ist. Sie ist genauso trainierbar wie die 20-jährige“. Längst biochemisch bewiesen.

  • Als sich zeigte, dass das Medikament Resveratrol (im Rotwein, der Schale der roten Traube) eine teilweise Umkehrung des Alterungsprozesses bei Mäusen und Würmern bewirkte, wurde es sofort als Anti-Aging-Mittel angepriesen – ohne den geringsten Beweis, dass es auch beim Menschen eine ähnliche Wirkung hätte. Jetzt gibt es den genetischen Beweis beim Menschen, dass Krafttraining genau diese Anti-Aging-Wirkung stimuliert. Und was passiert?
  • Die meisten Menschen sind viel bereitwilliger, eine Pille zu schlucken, in der Annahme, diese halte den Alterungsprozess auf, als selbst aktiv zu werden. Es gibt tatsächlich nur wenige Ausnahmen – Menschen, die angesichts einer derartigen sensationellen wissenschaftlichen Neuigkeit (Krafttraining ist es!) zu der Erkenntnis gelangen: Ich kann ja selbst etwas tun, ich muss es nur wollen; wenn ich mich anstrenge und an mir arbeite, dann schaffe ich das!

Tja, wenn wir nur nicht ständig so müde wären. Schon frühmorgens. Wenn uns nur nicht ganztags der Antrieb fehlte, und abends die Lust. Häufigste Klage in meiner Arzt-Praxis. Jetzt endlich geht es um den Begriff „Energie“. Und Energie in der menschlichen Zelle ist auf der molekularen Ebene verankert. Kann also mit Molekularmedizin aufgeweckt, sogar verstärkt werden. Die große Hoffnung der Blutanalyse. Dazu noch ein Satz:

  • Alles steht und fällt letztlich mit der inneren Einstellung. Man muss altersunabhängig bereit sein, sich im Training anzustrengen, und diese Einstellung trifft man in unserer Gesellschaft leider immer seltener an.

Weshalb wohl? Ich will nicht gleich wieder politisch werden. Da kommen Sie mir immer viel zu schnell mit Entschuldigungen. Sondern ich will einfach meine kleine Frau zitieren:

  • Seit Jahren fällt der auf, dass auf deutschen Autobahnen nicht mehr wir früher aggressiv die linke Spur besetzt wird, sondern dass Linksfahrer sich freiwillig, sehr sehr langsam auf die mittlere Spur bewegen. Meine Frau guckt automatisch rüber. Und sieht, wie sie sagt fast immer junge Männer mit trägem, passivem Gesichtsausdruck. Folgt die Bemerkung „auch dem fehlt Testosteron“. Die Ausweichreaktion zeigt Langsamkeit, Müdigkeit, Wurschtigkeit, Lustlosigkeit, einfach ein „na ja, ich geh schon rüber“. War früher anders. Ich persönlich glaube ja an die Auswirkung von über eine Milliarde Pillen im deutschen Grundwasser und damit Trinkwasser. Östrogen. Mag den Damen wurscht sein. Bei Männern freilich….
    Aber wie gesagt: Nur eine Vermutung von meiner ziemlich wiefen Frau.

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