Voll Energie. Voll Lebensfreude.

 

Hellwach

11.12.2017

Vielleicht die schönste Beschreibung dessen, was Sie im Leben anstreben: Hellwach zu sein. Voll Energie. Voll Lebensfreude. Die Welt wieder so zu sehen wie ein Kind: Farbig, nicht schwarz-weiß. Ich weiß nicht, ob Sie mich in diesem Punkt verstehen. Ihre Bilder sind schwarz-weiß. Kinder sehen farbig. Sie brauchen nur zu fragen.

Hellwach bedeutet, dass all die übliche Antriebslosigkeit wegfällt. Die Sie nur mit Disziplin tagtäglich überwinden können. Hellwach bedeutet, zuhören zu können. Mit wachem Geiste, mit dann auch spontanem Witz.

Wie ich auf diesen wunderschönen Begriff komme? Hellwach? Ganz einfach: Ich lerne von Ihnen. Jeden Tag. Langsam glauben Sie mir ja. Darf ich also zitieren?

    „Wir (meine kleine Frau und ich) waren bei Ihnen zur Untersuchung mit dem Ziel, unser Lebensalter zu verdoppeln.
    Wir hatten vorher eine Hand voll Bücher von Ihnen gelesen.
    Wir haben uns strikt an Ihre Empfehlungen gehalten und genau das erhalten, was wir wollten. Hinzu kam, dass wir nun wieder HELLWACH sind. Dieses Gefühl ist mir als Kind im Alter von zirka 10 Jahren verloren gegangen. Jetzt ist es wieder da“.

Kommentar: Können Sie das nachempfinden? Vielen, vielen von uns ist es genauso gegangen. Die Pflichten, die Verantwortung rauben uns die natürliche Lebensenergie, lassen uns oft genug bleiern erschöpft durchs Leben schleichen. Völlig normal. Aber weiter im Text:

    „Mittagsmüdigkeit, Ausdauerschwächen… alles wie weggeblasen und immer hellwach, wie im Kindesalter. Noch dazu keine negative Stimmung mehr. Was haben wir geändert?
    • Morgens immer Eiweiß Shakes und NEM.
    • Selbst gemachter Gerstengras-Saft.
    • Wenig Kohlenhydrate.
    • Magnesium gibt es flüssig jeden Morgen auf beide Oberschenkel.
    • Entspannung (ja, ich habe anfangs gelacht über Ihre Empfehlung) bekomme ich jetzt, wenn ich meine Füße hochlege. So einfach geht das.
    • Es steht immer eine gefüllte Schüssel mit Nüssen auf dem Tisch. Schokolade und Co. werden bei uns nur alt. Die braucht kein Mensch mehr.
    • Auf meine Dienstreisen habe ich ab jetzt immer Turnschuhe dabei und laufe morgens vor dem Frühstück. Jeden Morgen. Das hätte ich nie gedacht.
    Ihre News sind für uns eine spannende Wochenendlektüre. Danke dafür. Auch gefällt mir Ihre politische Einstellung und ich freue mich über jeden Kommentar. Noch besser ist Ihre sehr schöne Art, wenn Sie von Ihrer Frau reden. Das gibt mir ein sehr schönes Bild von Ihnen…. Durch Sie haben wir eine hellwache Welt zurück erhalten. Für uns sind Sie ein Arzt, welcher unter den Medizinern der heutigen Zeit wie ein Stern leuchtet. Wir möchten noch lange mit Ihnen lachen und fröhlich in die Zukunft wandern, nein, von einem Bein auf das andere hüpfen“.

Diese Nachricht kommt so tief aus dem Herzen, wie jeder von uns fühlt, dass ich sie weitgehend wörtlich abgeschrieben habe. Auch das mit der politischen Einstellung. Freilich halte ich mich in diesem Punkt, wie Sie merken, seit einiger Zeit sehr zurück. Man kommt als „10 Prozent Mensch“ (gelebte Verantwortung, nur 10 Prozent der Deutschen zahlen wirklich Steuern) gegen 90 Prozent einfach nicht an. Das lernt man irgendwann.

Und auch meine Sprache, wenn ich meine kleine Frau erwähne. Wird selbstverständlich in mich kränkender Weise missverstanden. Von Menschen, die weder lieben noch geliebt werden. Die können solche Begriffe, solche Gefühle nicht nachempfinden. Die tun mir einfach nur leid. Ernsthaft leid.

Der mail-Schreiber jedenfalls hat es geschafft. Ist hellwach. Hat keine negativen Stimmungen mehr. Und hat sein Leben in die eigenen Hände genommen. Der entscheidende Punkt: Selbstverantwortung!

Gehört zu einer kleinen, glücklichen Minderheit.

 

Antibiotika töten Tumor-Stammzellen!?

Artikel #930 vom 11.12.2017

Jetzt kommt was Schönes. Was Neues. Elegant verpackt in einer wissenschaftlichen Arbeit. Um Ihnen diese wunderhübsche Entdeckung – für mich die wichtigste seit 20 Jahren – so richtig und mundgerecht zu präsentieren, bedarf es zweier Vorbemerkungen:

  • Mitochondrien. Die Kraftwerke in unseren Zellen. Erinnern Sie sich? Sind gar nicht hausgemacht. Waren ursprünglich Bakterien, die vor Millionen Jahren in unsere Zellen gewandert sind. Symbiotisch: Wir haben diesen Bakterien Schutz geboten, die haben uns dafür Lebensenergie produziert.
    Deshalb haben Mitochondrien einen eigenen genetischen Apparat. Sind in Wahrheit körperfremd. Und jetzt kommt die überraschende Frage:
    Antibiotika. Entwickelt, um Bakterien abzutöten. Ahnen Sie schon was? Wenn Mitochondrien ursprünglich Bakterien sind, wie reagieren die dann auf Antibiotika?
    Genauso, wie Sie jetzt denken. Und hier setzt die neue Entdeckung ein.
  • Professor Dr. Wiestler. Deutsches Krebsforschungszentraum Heidelberg. Unsere oberste Krebsinstanz. Der mit der Krebsbehandlung in deutschen Krankenhäusern gar nicht zufrieden ist. Weil er sehr richtig sagt: Krebs ist eine Stammzelle. Die können sie nicht operieren, die können sie nicht mit Chemotherapie töten, die können sie nicht bestrahlen. Die überlebt immer.
    Hintergrund dafür, dass Krebs so häufig wieder kommt. Wenn man nicht aufwacht, sein Immunsystem verändert und diese immer vorhandenen Stammzellen möglichst lange unterdrückt.
    Stammzellen also. Und da schlägt Professor Wiestler eine zielgerichtete Immuntherapie vor. Gegen diese Zellen, also nicht gegen den Tumor oder die Metastasen. Nur… gibt es so zirka 200 verschiedene Krebse. Also 200 verschiedene Stammzellen. Also müsste man 200 verschiedene Immuntherapien entwickeln.
    Denke ich mir: „Gute Nacht!“. Da werden wir lange warten.

Das waren die Vorbemerkungen. Kommen wir jetzt zur realen Forschung. Wir haben für all die verschiedenen Krebse inzwischen „genetische Landschaften“ entwickelt. Haben Hunderte von genetischen Unterschieden gefunden. Und suchen verzweifelt nach der einen „entscheidenden Mutation“ in dem unübersichtlichen Ozean der genetischen Veränderungen.
Wir suchen also etwas gemeinsames, etwas das alle Krebsarten verbindet, einen Punkt, an dem wir ansetzen könnten, um Krebs zu besiegen.

Erst kürzlich, 2015, wurde in Science gezeigt, dass zweidrittel aller Krebse beschrieben werden können durch die Anzahl der Teilungen ihrer Stammzellen. Also eine schlichte Zahl. Das passt zu unserer Vorstellung, dass Altern nichts anderes ist als genetische Mutationen der Gewebs-Stammzellen (gutartig), aus denen sich dann – manchmal, unglücklicherweise – Krebsstammzellen entwickeln können.

  • Also scheint Krebs im Prinzip nichts anderes zu sein als eine Krankheit auf Grund von entgleisten Stammzellen (von benigne nach maligne).
    Soweit, so gut. Jetzt kommt das Neue: Krebsstammzellen vereint eine Eigenschaft: Die strikte Abhängigkeit von der Biogenese der Mitochondrien. Nichts weiter als dem Eiweißaufbau. Heißt übersetzt: Krebsstammzellen sind anabol und sie brauchen die ständige Protein-Synthese, den Eiweißaufbau ihrer Mitochondrien, um zu überleben und um sich so ungeheuer schnell zu vermehren, zu wachsen, sich auszubreiten.
    Das hat man biochemisch sehr genau untersucht und bewiesen. Und jetzt kommt’s:
  • Genau in diese Biogenese, in diesen Eiweißaufbau-Prozess der Mitochondrien greifen typische Antibiotika ein. Die blockieren das. Genauso töten Antibiotika Bakterien. Ist das nicht sensationell?

Heißt übersetzt: Typische Antibiotika (die werden aufgezählt) töten Tumorstammzellen. Unabhängig von der Tumorart. Jede Stammzelle. Weil die alle die gleiche Eigenschaft haben: Rasche Teilung, dazu nötig rasche Protein-Synthese in den Mitochondrien. Normale Zellen sind lange nicht so aktiv, daher unempfindlicher gegen diese Antibiotika-Wirkung.

Fazit: Noch einmal: Wir glauben, einen völlig neuen Zugang zur Krebsbekämpfung entdeckt zu haben. Wörtlich „wir schlagen vor, Krebs wie eine Infektions-Krankheit zu behandeln“.

Und das scheint tatsächlich zu klappen. Lesen Sie mehr in der morgigen News.

Quelle: Oncotarget, Vol 6, No 7, S 4569, 2015

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