Rentner aller Länder, auf´s Boot! Ahoi!

Die Sonne, das Alter und die AIDA

20.12.2017

Die Sonne ging auf in meinem Herzen, als ich den folgenden vergnüglichen Artikel las. Der mir völlig neue Lebensperspektive eröffnete. Mir – der ich glaubte, schon so ziemlich alles zu kennen. Pustekuchen. Auf die folgende Idee wäre ich nie und nimmer in meinem Leben gekommen.

Es geht ums Altenheim. Das bei unserer zähen Langlebigkeit ja dermaleinst auf uns wartet. Wenn wir uns nicht mehr so recht um uns selbst kümmern können oder wohl besser gesagt wollen. Wenn’s halt schwierig wird. Menschen mit Kinderstube möchten dann anderen einschließlich der Ehefrau möglichst nicht zur Last fallen.

Wollen andererseits aber auch nicht in ein Altersheim. Verständlich. Kennen Sie den Ausweg?

Den hat uns Gesundheitsministerin Ulla Schmidt einmal erklärt: Die durchschnittlichen Kosten für ein Altersheim betragen 200 Euro pro Tag. Dürfte heute noch ein bisschen höher liegen. Und da hat jemand einfach mal eine Reservierung für das Kreuzfahrtschiff „AIDA“ überprüft: Für eine Langzeitreise als Rentner zahlt man pro Tag 135 Euro. Oooh! Für ein Last-Minute-Angebot sogar nur 600 Euro pro 8 Tage. Aber hier geht es um Weltreisen.

Statt ins Altersheim besser auf eine lange, lange, lange, lange Kreuzfahrt. 10 mal um die Welt? 20 mal? 30 mal? Der Tag kostet 135 Euro. Das Altersheim 200 Euro. So what? Der Unterschied ist frappant und lässt jeden von uns sonnig lächeln:

  • Das Personal auf dem Schiff behandelt Sie wie einen Kunden, nicht wie einen Patienten. Die Wünsche werden respektiert, Sie werden nicht geduzt oder Opa genannt.
  • Frische Bettwäsche und Handtücher gibt es selbstverständlich jeden Tag. Kabinen- und Badreinigung täglich, der Roomservice ist inbegriffen. Sie müssen darum nicht fragen oder bitten.
  • In der Kabine gibt es kostenlos Zahnpasta, Seife, Shampoo, Duschgel usw.
  • Waschmaschinen, Trockner, Reinigung, Friseur und Geschäfte sind rund um die Uhr geöffnet. Es gibt kein Ladenschlussgesetz.
  • Sie haben täglich mehrere freie Mahlzeiten, wenn Sie in eines der 10 Restaurants wackeln oder sich das Essen sogar vom Roomservice auf´s Zimmer bringen lassen.
  • Jeden Abend gibt es diverse Shows, ein Kulturprogramm mit Theatervorstellungen und Lesungen, die neuesten Filme, sowie Skat- oder Pokerrunden.
  • Die AIDA hat 3 Swimming-Pools die das ganze Jahr geöffnet sind. Fitnessräume und Saunen stehen den ganzen Tag zur freien Verfügung.
  • Auf dem Schiff gibt es eine Krankenstation, eine OP-Raum und eine Intensiv-Station. Werden Sie krank, bekommen Sie für den Rest der Reise eine Rund-um-Betreuung und werden vom Bord-Arzt kostenlos behandelt.
  • Im Krankenhaus? Kann es Ihnen passieren, dass Sie sich wund liegen (ist mir passiert). Dass Sie vergessen werden und schließlich an einer Lungenentzündung sterben (ist meiner Oma passiert).

Was gelernt? Mitgelacht? Überrascht den Kopf geschüttelt? Diese Story kursiert im Internet seit 2007 in verschiedenen Varianten. Der Kern der Geschichte ist in meinen Augen hochinteressant und hochaktuell.
So langsam verstehe ich, warum die größte dieser Firmen inzwischen 300 Kreuzfahrtschiffe ihr Eigen nennt. Und zurzeit 74 neue Schiffe baut.

Rentner aller Länder, auf´s Boot! Ahoi!

 

Ritual

20.12.2017

Gast-News Nr. 33

Vielleicht sind Sie auch ein Fan von „Anwalt-Kinofilmen“ wie ich. Der Anwalt, von Überstunden geplagt, Bücher durchwälzend, verteidigt den Klienten gegen einen Goliath-Konzern. Typische Handlung. Und dann gibt es immer diese „Flur-Laufen-Ohne-Widerstand“ Aufnahmen. Kamera auf das Gesicht des Protagonisten, wie er mit den Gesprächspartnern die Büroflure entlang pirscht, von links und rechts kommen die Lakaien und reichem ihm Papiere mit wichtigen Informationen. Der Protagonist guckt, fast unhöflich, immer nur geradeaus, maßgeschneiderte Bewegungen und knackige Antworten. Bis ihm am Schluss noch ein Becher mit Kaffee gereicht wird…

Und er sich an seinen Arbeitsplatz begibt. Flow. Noch bevor mit der Arbeit begonnen wird.

Die Realität ist wohl eine andere. Wir wachen auf, Kopfschmerzen, Wecker wird auf snooze gestellt, nochmal aufwachen, die Probleme von gestern schießen in den Kopf. An die Träume erinnern wir uns nicht. Und noch bevor es dann ans Eiskratzen geht, ist der Tag schon rum, weil der Kunde kurzfristig abgesagt hat und man Ihnen quasi über Nacht noch zwei Aufgaben zugeschoben hat.

Ritual. Sammeln – Teilen – Reflexion – Teilen – Sammeln – Teilen – Reflexion

Wir wachen auf (Reflexion). Nutze die Energie (Teilung) aus deinem Schlaf (Sammlung). Drum: Tryptophan vorm Schlafengehen. Mein Freund bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin schluckt 2gr, täglich. Ist ein workoholic, arbeitet auch mal wochenlang 16h am Tag. Feiert auch entsprechend. Ich nehme 5gr, besonders im Winter, wenn es zu früh dunkel wird.

Ihr Tag wird bestimmt also von der Menge an Energie, die Sie während Ihres Schlafes gesammelt haben. Immer. Jeder Tag steht und fällt mit Ihrem Schlaf.

Das Ritual vor dem Schlafengehen kann also mit einer klugen Energiezuweisung, dem Tryptophan-Schlucken, beginnen. Die Wirkung merken Sie nach 20 Minuten, wenn Sie es richtigmachen (News, 27.11.2017).

Sammeln: Beim Zähneputzen, den besonderen Gedanken sammeln. Zum Beispiel, welche Argumente brauche ich um X zu überzeugen?

Teilen: Nicht mehr unnötig Energie verschwenden. Letztes erledigen. Unterlagen sortieren, Wecker stellen, Wasserflasche neben das Betts stellen.

Reflexion: Wach auf. Es ist Zeit schlafenzugehen.

Teilen: Schluck das Tryptophan, weiches Bett, du bist jetzt Schamane.

Sammeln: Alle Gedanken sind verwischte farbige Linien, die sich spiralförmig in einem leuchtenden warmen Punkt hin treffen. Egal was gedacht wird. Egal was nicht gedacht wird. Alles, was möglich ist. Unruhe ist Gedanke. Alles, was unmöglich ist. Schmerz ist Gedanke. Nörgeln ist Gedanke. Gott ist Gedanke. Alle Geräusche sind Gedanken. Alle Gefühle sind Gedanken. Sorgen sind Gedanken. Nichts denken ist Gedanke. Juckreiz ist Gedanke. Grinsen ist Gedanke. Was außerhalb von allem liegt, ist Gedanke. Alle Gedanken dürfen sich in einem leuchtenden warmen Punkt treffen.

Teilen: Nutze die tiefe Trance und lege deinen besonderen Gedanken in den Strudel. Eine besondere Rolle, gut durchdacht. Ein farbiges Bild mit allen Details. Jedes bisschen deines besonderen Gedankens ist bereits im warmen Lichtpunkt eingebettet. Es ist alles schon da. Du kannst nichts vergessen.

Reflexion: Erkenne. Dein besonderer Gedanke sind verwischte farbige Linien, die sich spiralförmig in einem leuchtenden warmen Punkt treffen dürfen. Egal, was gedacht wird. Egal, was nicht gedacht wird. Alles, was möglich ist. Erfolg ist Gedanke. Alles, was unmöglich ist. Angst ist Gedanke. Widerstand ist Gedanke. Teufel ist Gedanke. Alle Pfade sind Gedanken. Gedanke ist Gedanke. Alle Gedanken dürfen sich in einem leuchtenden warmen Punkt treffen.

Teilen: Lege deinen besonderen Gedanken in den Strudel. Es ist alles schon da. Du kannst nichts vergessen.

Sammeln: Gedanken sind verwischte farbige Linien, die sich spiralförmig in einem leuchtenden warmen Punkt treffen dürfen. Egal, was gedacht wird.

Teilen: Es ist alles schon da. Du kannst nichts vergessen.

Reflexion: Dein besonderer Gedanke sind verwischte farbige Linien.

Teilen: Es ist alles schon da.

Sammeln: Egal was gedacht wird.

Teilen: Es ist.

Reflexion: Dein besonderer Gedanke

Teilen: Ist

Sammeln: was gedacht wird

Teilen: .

Reflexion: Dann wacht man auf. Ausgeruht. Die Sorgen sind verarbeitet und überfallen den Morgen nicht. Dass der Kunde abgesagt hat, weiß man bereits. Die zwei Emails über Nacht – keine Unmöglichkeit. Das Eiskratzen war ja schon da. Man ist bereits am Arbeitsplatz.

Flure Laufen Ohne Widerstand. Und dann endlich Kaffee!

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