Am Beispiel Marathon

 

Reines Glück in Chitin.

21.12.2017

Gast-News Nr. 34

Glühwürmchen und Ameisen sind mit höchst sensiblen Sinnesorganen ausgestattet. Ein glühendes Würmchen, das nachts chaotisch mit hunderten Genossen tanzt, ist für uns Menschen schön anzuschauen. Verstehen können wir das fluoreszierende Gewimmel allerdings nicht.

Den Flug eines einzelnen Glühwürmchens beschreiben wir Menschen als chaotisch. Zufällig. Geben dem Zufall Namen, wie Rauschen. Und weil wir mit dem Rauschen nicht klarkommen, geben wir dem Rauschen wissenschaftliche Farben. Weißes Rauschen, pinkes Rauschen, blaues Rauschen, braunes Rauschen.

    Wir bauen so in typisch menschlicher Weise ein Art Filter ein, um mit der Realität besser klarzukommen.

Gleiches gilt bei Ameisen. Sie können das Verhalten des gesamten Ameisenhaufens beschreiben. Sie können allerdings nicht den Lauf einer einzelnen Ameise vorhersagen.

    Der Begriff „Chaos“ ist nichts weiter…als ein Begriff. Den wir einführen. Ein Filter, damit wir mit der Realität besser klarkommen.

Das genau ist die spannende Herausforderung tagtäglich beim Überzeugen von Menschen. Wir alle haben Filter im Kopf, um mit der Realität besser klarzukommen. Und suchen bewusst nach Dingen, nach Begriffen, nach Verhaltensweisen, die zu diesen Filtern in den Köpfen der Anderen passen.

Stehen wir unter Stress, schaltet das Gehirn in den Tunnelmodus: Neue Filter, neue Techniken, neue Denkweisen gerne, nur bitte nichts unglaublich Neues. Denn: Jagt uns der Säbelzahntiger, möchten wir uns auf unsere gebahnten, gewohnten Regeln sofort verlassen können. Um nicht gefressen zu werden.

Stehen wir nicht unter Stress, hängt’s davon ab, wie einfach neue „Dinge“ auf uns zufliegen. Das Gehirn ist klug. Es investiert nicht unnötig ins Finden neuer „Dinge“. Sogar die Schriftart von Texten, die wir lesen, beeinflusst das Gehirn. Sind es gewohnte Schriftarten, gewohnte Dinge, gewohnte Muster, kostet das weniger Energie, wenige Anstrengung.

    • Professoren wissen das. Halten Vorlesungen bewusst in „comic sans“ geschrieben, damit die Studenten nicht einschlafen. Denn

ungewohnte Schriftarten lassen Sie aufmerksam werden

    . Das bisschen mehr an Anstrengung lohnt immer.
    siehe, „Disfluency disrupts the confirmation bias.“ Journal of Experimental Social Psychology 49 (2013) 178-182.)

Magnesium, das Salz der inneren Ruhe, auch das Joggen, das Meditieren ermöglicht Ihnen, Stress zu reduzieren. Um Neues mit fröhlicher Aufmerksamkeit aufnehmen zu können. Fördert schlimmstenfalls den IQ.

    Was uns zusehends klarer wird, ist, dass die Ameise der Realität sehr viel näher ist. Dem Chaos sehr viel näher ist. Weniger abstrahierende Filter besitzt im Vergleich zum Menschen. Dann darf man sich auch fragen, ob es Schwarmintelligenz überhaupt gibt. Ob dieser Begriff nicht nur eine künstlich-menschliche Erfindung ist. Ob die Ameise nicht einfach das Chaos selbst versteht. Ein faszinierender Gedanke.

Meditieren kann auch lesen sein. Im Bücherschrank meines Vaters fand ich etliche Bücher von Bernard Werber. Der spannende Ameisen-Romane schrieb.

Fühlen Sie sich ein. In die Ameise. Wie sie das Zittern jedes Moleküls als „selbstverständlich wissend“ empfindet. Hitzewellen versteht wie den Boden unter ihren Füßen. Freude und Stress nicht benötigt. Weil sie im Formenmeer taucht. Was für eine Welt muss das sein?

 

Marathon und Medizin

21.12.2017

Am Beispiel Marathon lässt sich wundervoll illustrieren, weshalb die Schulmedizin so kläglich versagt, wenn es um Gesundheit, insbesondere die Gesundheit eines ganzen Volkes geht. Weshalb unsere Zivilisationskrankheiten trotz emsiger Bemühen der Universitäten, ungeheurer finanzieller Mittel des Gesundheitssystemes weiter zunehmen. Die Ursache?

Die Ursache ist das falsche Bild.

Jeder, ob Laie oder Sportler, wird eine Marathonzeit von 2:10h richtig einschätzen können. Sensationell für einen Hobbysportler. Größten Respekt. Und jeder wird ganz selbstverständlich ein bestimmtes Bild von diesem Athleten haben:

  • Jahrelanges, gezieltes Training
  • Sehr niedriges Körpergewicht, wenig Körperfett
  • Außerordentlich bewusste Ernährung, vollwertig
  • Optimierte Blutwerte wie z.B. den Eisenspeicher Ferritin, das Hämoglobin etc.
  • Beherrschung von Entspannungstechniken, die Fähigkeit zu Fokussierung, zur Konzentration auch unter Stress, bei Schmerzen

Kurz und gut: Ein Marathon-Läufer, der 2:10h schafft, kann nicht jahrelang gerade mal 3:00h gelaufen sein, und jetzt plötzlich in seiner Leistung explodieren. Gibt es nicht. Hat es nie gegeben. Solch ein Ausnahme-Athlet ist langsam gewachsen, ist rund, ist komplett.

Noch einmal: Eine Ausnahmezeit von 2:10h ist niemals Zufall. Sondern im Laufe von Jahren ganz bewusst gemacht. Jeder von uns würde instinktiv so denken.

Nicht der Arzt. Nicht der Schulmediziner. Wird ein Patient mit Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Dann ist er „die Lungenentzündung auf Zimmer 12“. Oder die Colitis auf Zimmer 14. Oder der Herzinfarkt auf Zimmer 8. Schöner kann man das Denken der Schulmedizin gar nicht karikieren.

Die sieht die Lungenentzündung eben nicht als Resultat jahrelanger Bemühungen… in der falschen Richtung. Als Ergebnis eines falsch ernährten Körpers. Als Folge von jahrelang zu viel Stress und zerstörten Immunsystem. Sondern eben als

  • die Lungenentzündung. Da brauchen wir Antibiotika. Das war’s.

Dass „die Lungenentzündung“ genauso wie eine Marathonzeit 2:10 kein Zufall ist, sondern im Laufe von Jahren, von Jahrzehnten gewachsen ist, wird in der Medizin einfach nicht wahrgenommen. Im Sport ist das selbstverständlich.

Dass man andersherum einen 3:00h Marathonläufer, wenn der einmal 50 Minuten schneller werden soll, jahrelang „in einem völlig anderem Zustand“ versetzen muss, also anders trainieren, anders ernähren, sogar seinen Körper „anders gestalten“ muss, ist völlig selbstverständlich.

Nicht beim Patienten mit der Lungenentzündung. Dem wird nichts erzählt über ein von nun an für die nächsten Jahre, Jahrzehnte völlig anderes Leben, um die unvermeidlichen (!!!) Folge-Krankheiten zu verhindern. Denn:

Der Mensch ist entweder krank oder gesund.
Zufall gibt es nicht. Krankheit ist das Resultat einer falschen Ernährung, einer falschen Denkweise, von fehlender Bewegung. Klingt banal, ist aber alles biochemisch, molekularbiologisch übersetzbar:

  • Da fehlen eben bestimmte Stoffe. Das Immunsystem funktioniert nicht. Daher Freiwild für Bakterien. Heißt Lungenentzündung.
  • Da fehlt jahrelang Sauerstoff an den Zellen. Der ist einfach nicht täglich gelaufen, wie es die Evolution verlangt.
  • Da wimmelt es von freien Radikalen, die seine Immunzellen zerstören. Will sagen: Er lebt im Dauerstress.

Lungenentzündung, genau wie eine Marathonzeit 2:10h ist nur ein Endresultat. Im Sport weiß man das. In der Schulmedizin… wird es übersehen, nicht beachtet.

Oder gibt es im Krankenhaus nach den Antibiotika eine Lebensberatung? Über das tägliche Laufen, über den Verzicht auf Zucker und Mehl, über mentale Entspannungstechniken? Na, sehen Sie.

Solch ein Krankenhausarzt war auch ich. Heute schäme ich mich. Ich habe die Krankheit behandelt, nicht den Menschen.

Lesen Sie einfach noch einmal News vom 01.11.2017. Präziser und gleichzeitig schöner kann man diese neue, diese komplette, in Wahrheit uralte Sicht vom Menschen nicht darstellen.

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