Was Ihr Heißhunger verrät

Essgelüste sind weit mehr als bloße Launen unseres Körpers. Dieser Überzeugung ist der Ernährungsexperte Werner Winkler („Heißhunger ist gesund“, Irisiana im Heinrich Hugendubel Verlag). Laut seiner Theorie signalisiert unser Heißhunger bestimmte Mängel an Mineralstoffen und Vitaminen. Folglich kann, wer die Zeichen seines Körpers richtig deutet, ernsthaften Mangelerscheinungen langfristig vorbeugen.

Was fehlt Ihnen also, wenn Sie Heißhunger auf Erdnüsse, Schokolade oder ein Riesenschnitzel haben? In der Bildergalerie erfahren Sie, was Ihr Körper braucht!

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Was Ihr Heißhunger verrät

Medizin und Plutonium

12.01.2018

Haben etwas gemeinsam. Nennt sich Risiko. Beim Plutonium ist es das Risiko, dass ein Atom zerfällt. Strahlt. Radioaktivität. In der Medizin begegnen Sie dem Risiko mit jeder Tablette. Da gibt es einen Beipackzettel, auf welchem präzise aufgelistet ist, was alles Unerwünschtes passieren kann mit genauer Prozentangabe. Vor jeder Operation unterschreiben Sie alle möglichen Komplikationen. Der Arzt erklärt Ihnen, wie selten oder gar nicht die auftreten. Lächelnd. Man lächelt mit. Solange, bis sie aufgetreten sind. Bei mir soeben im Sommer ein 0,3% Risiko. Ich hatte mich belesen. Wieder einmal wurden aus 0,3% auf einen Schlag 100%. Sie kennen sich ja aus (News vom 08.07.2017).

Die Prozentangaben auf den Beipackzetteln sind selbstverständlich geschönt. Denn es werden einfach nicht alle Zwischenfälle gemeldet. Nur ein Teil. Ich persönlich schätze aus meiner Erfahrung: 20%. Wenn überhaupt. Hatte ich Ihnen einmal am Beispiel „Impfschaden“ erklärt (News vom 04.09.2017).

Auch verstanden haben Sie, dass für Sie persönlich diese Prozentzahlen keine Bedeutung haben. Die gelten für 1.000, 5.000, 10.000 Patienten im Mittel. Da stimmen die. Beim Einzelfall versagt jede Statistik. Von vorneherein. Es erwischt Sie oder eben nicht. Wenn Sie das verstanden haben, sind Sie weit.

Leicht erklären kann man das am Plutonium. Radioaktiv. Einzelne Kerne zerfallen. Wir können exakt (wirklich exakt!) voraussagen, dass die Hälfte dieser Kerne von so einem Kilo Plutonium in 24.110 Jahren zerfallen sein wird. Ganz präzise.

Gucken wir aber ein einzelnes Plutoniumatom an, können wir gar nichts mehr sagen. Ob das in einer Sekunde zerfällt oder in 10.000 Jahren… Wir wissen es einfach nicht. Bei Einzelatom versagt jede Statistik. Genau wie beim Einzelpatienten.

  • Faszinierend: Die Zerfallsrate, die Halbwertszeit von 24.110 Jahren bleibt immer gleich, ob sie das Plutonium abkühlen, zusammenpressen, ins Weltall schießen oder mit ihm nach Bielefeld fahren. Und das, obwohl sich die einzelnen zufällig zerfallenen Kerne gegenseitig nicht beeinflussen. Wie aber wissen die voneinander? Haben die gar ein kollektives Gedächtnis? Wir haben nicht die leiseste Ahnung! Wieder einmal.

Beim Wort Halbwertszeit werde ich immer ganz unruhig. Denke ich an die Atomkraft in Deutschland. Zurückgeblieben – unabhängig von der Schließung der Werke – sind bei uns hochradioaktive 30.000m3. Das ist ein Würfel von gerade mal 30m Kantenlänge. Voll mit verschiedenen Isotopen. Mit verschiedenen Halbwertszeiten. Wir machen uns so gar keine Vorstellung. Haben immer nur das Cäsium von Tschernobyl mit seinen lumpigen 36 Jahren im Ohr. Darf ich?

  • Plutonium 24.110 Jahre
  • Jod – 129: 16 Millionen Jahre
  • Uran – 235: 704 Millionen Jahre
  • Uran – 238: über 4 Milliarden Jahre
  • das alles menschengemacht.

Und dieser Abfall wird in der Bundesrepublik „sicher für alle Zeiten“ endgelagert. Das Zitat stammt von führenden Wissenschaftlern, Experten des Helmholtz-Zentrums München. „Sicher für alle Zeiten“.

Denke ich immer an die Halbwertszeiten. Man nennt den Vorgang „vergackeiern“.

Tatsächlich war schon 40 Jahre später die Bundesregierung gezwungen, die Bergung von 126.000 Fässern Atommüll aus der Asse zu beschließen. Nach nur 40 Jahren! Kosten 4 Milliarden Euro.

Sehen Sie, deswegen bin ich auch aus sehr persönlicher Erfahrung mit radioaktiver Strahlung (Tandemlabor Erlangen) gegen Atomenergie ganz allgemein.

Denn auch ein Kraftwerk (wir haben in Deutschland 31 gebaut) ist genauso sicher wie die Menschen, die es bedienen. Und mit Menschen kenne ich als Arzt mich sehr wohl aus. Menschen haben Liebeskummer, leben in Scheidung, brauchen Alkohol, nehmen Drogen. Sicher?

Quelle: Den lockeren Ton oben verdanke ich Vince Ebert, einem Physiker, Kabarettisten und Moderator von „Wissen vor acht“ (ARD).

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