Herzrhythmusstörungen

Wenn das Herz spinnt

14.02.2018

Herzrhythmusstörungen. Können einem das Leben unerträglich machen. Oder – natürlich – zum Tode führen. Besonders häufig in meiner Praxis Vorhofflimmern. Findet sich bei 5% aller Senioren. Hintergrund häufig

  • Bluthochdruck
  • Koronare Herzkrankheit

Also Folgen eines bestimmten Lebensstiles. Weshalb die News heute?

Weil zufällig am gleichen Tag Dinge passierten. Sitzt mir gegenüber ein schlanker, ranker Senior mit Vorhofflimmern (VHF). Hat selbstverständlich deswegen Tabletten, wurde dreimal operiert (Ablatio). Erfolg? Kleines Blutgerinnsel wurde ins Gehirn gespült, Halbseitenlähmung. Ehefrau daneben verzweifelt. Alltag in jeder Kardiologenpraxis.

Zufällig am gleichen Tag eine Mail. Auch da geht es um einen „unerträglichen“ Gesamtzustand“. Also immer wiederkehrendes VHF, Todesangst. Und natürlich kennt er die möglichen Folgen (Blutgerinnsel im Gehirn, Lähmung). Hat Angst. Und natürlich besucht er nicht nur Kardiologen, sondern auch die Uniklinik. Und natürlich wird er behandelt. Wie? Ja du meine Güte: Selbstverständlich mit Tabletten und mit Operation. Aber lesen wir doch selbst:

„Gestatten Sie mir, einfach laut und deutlich DANKE zu sagen. Das bei mir diagnostizierte Vorhofflimmern wurde nach langem Amiodaron-Konsum (ein Pharmamedikament) mit einer Pulmonalvenenisolation (eine Operation) behandelt.

Das führte zu einer leichten Besserung meines oft unerträglichen Gesamtzustandes.

Dann rezitiere ich nur noch (der Herr zitiert Strunz): Kalium über 5, Magnesium über 1. Alles klar?

Warum weiß das außer Ihnen keiner? Seitdem habe ich nicht nur überlebt, sondern kann auch wieder mal in die Zukunft planen.“

Heißt übersetzt: Geheilt. Kein VHF mehr. Keine Todesangst mehr. Kein „unerträglicher Gesamtzustand“ mehr. Der hat einfach auf die Gesetze der Biochemie gehört:

  • Kalium über 5,0
  • Magnesium über 1,0

Omega 3 setze ich voraus. Erinnern Sie sich an die Studie? Mini-Dosis Omega 3 verringert VHF um 50%. Es steht mir jetzt nicht zu, ebenfalls zu fragen: „Warum weiß das … keiner?“. Wissen ist das Eine, handeln das Andere.

Wenn der Kollege Kardiologe im Gehirn besetzt ist von Amiodaron, von Beta-Blockern, von Verapamil, Diltiazem, von elektrischer Kardioversion, von AV-Knoten-Ablation… dann wird er sich halt an sein Biochemiebuch von anno dunnemal nicht mehr erinnern. Denke ich.

Sportler denken anders. Sporttreibende Ärzte sowieso. Die erfahren nämlich im täglichen Training etwas über die Bedeutung über Kalium und Magnesium. Erfahren das am eigenen Körper. Handeln daher anders.

Darf ich noch einmal an Ihre Erinnerung appellieren? Zitat Strunz: „Die Approbation als Arzt darf nur bekommen, wer einen Marathon absolviert hat“. Glauben Sie, ich sage das nur so vor mich hin? Weil der Tag lang ist?

Besser als am obigen Beispiel, besser als mit der Beseitigung eines „unerträglichen Gesamtzustandes“, übersetzt der drohenden Halbseitenlähmung, kann man die Wahrheit dieses Postulates nicht illustrieren. Grundidee wiedererkannt? Sie können ja Krankheiten haben, so viel Sie möchten — wenn Sie den restlichen Körper, aber auch das kranke Organ, außerordentlich freundlich behandeln, wesentlich stärker, in dem Fall entspannter und endlich ruhig machen (den Herzmuskel), dann sollten Sie Ihren Körper wieder in Ordnung bringen können – sehr wohl auch, ohne die eigentliche Krankheit beseitigt zu haben. Die wird dann einfach… unwesentlich.

Persönlich bin ich überzeugt, dass die Natur auf diesem Wege heilt. Das Überlebensprinzip jedes Rehes, jedes Löwen, jeder Antilope, jeder Maus.

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