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Zitat:
Im Wesentlichen geht es beim Syrien-Konflikt um die Sicherung von aktuellen Pipelines, aber vor allem um den Bau von neuen Pipelines. Saudi-Arabien plante vor dem Syrien-Krieg  gemeinsam mit Katar eine Pipeline, die vom Golf bis in die Türkei verlaufen sollte. Dieses Projekt wurde von den USA unterstützt. Katar plante, über diese Pipeline Europa mit Erdgas zu beliefern.
Die USA sehen in diesem Pipeline-Projekt eine Möglichkeit, den Iran auszubalancieren und Europas Gasversorgung von Russland weg zu diversifizieren, so Foreign Affairs. Dieses energiepolitische Interesse war ausschlaggebend für die Unterstützung der internationalen Söldner durch die USA und Saudi-Arabien.
 
Es geht in diesem „Bürgerkrieg“ = amerikanisch-russischen Krieg lediglich um diese beiden Pipelines nach Europa, damit Deutschland und Rußland nicht zusammengehen.
 
 
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Energie-Krieg: Aufteilung von Syrien nimmt Gestalt an

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  

In Syrien zeichnet sich eine konkrete Aufteilung des Landes ab. Sie spiegelt die energiepolitischen Interessen der Großmächte wider.

Die Energieinfrastruktur und Ressourcen in Syrien. (Grafik: EIA)

Die Energieinfrastruktur und Ressourcen in Syrien. (Grafik: EIA)

Die Türkei hat nach Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einer Offensive in der nordirakischen Region Sindschar begonnen. „Wir haben gesagt, dass wir nach Sindschar gehen. Nun ist die Operation dort gestartet. Der Kampf ist intern und extern“, sagte Erdogan am Sonntag in der Schwarzmeerstadt Trabzon laut Reuters. Details nannte er nicht. Die irakischen Sicherheitskräfte erklärten dagegen, dass keine ausländischen Truppen in den Irak gelangt seien.

Nach Luftangriffen türkischer Kampfjets auf PKK-Stellungen im Nordirak hatte sich die kurdische Miliz bereits aus der Region zurückgezogen. Die kurdische Dachorganisation KCK erklärte am Freitag, die PKK räume Sindschar. Dort hatte sie 2014 Fuß gefasst, nachdem sie der Minderheit der Jesiden gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) zur Hilfe gekommen war.

Die Türkei hatte in dieser Woche PKK-Stellungen im Nordirak angegriffen und nach Armeeangaben mindestens zwölf kurdische Kämpfer getötet. Im benachbarten Syrien ist die türkische Armee seit Januar im Einsatz gegen Einheiten der YPG-Miliz, die sie als Ableger der PKK betrachtet. Die Türkei will nach eigenen Angaben verhindern, dass sich ein zusammenhängendes kurdisches Einflussgebiet vom Irak über Syrien bis in die Türkei bildet und hat angedroht, nach der Eroberung des nordsyrischen Afrin ihren Kampf gegen Kurden auf den Irak auszuweiten. Erdogan fügte bei seiner Rede zum Wochenschluss hinzu, dass die türkische Armee nach Afrin auch die kurdisch kontrollierte Stadt Tel Rifat im Nordwesten Syriens einnehmen solle.

Die türkischen Operationen sind im Zusammenhang mit dem seit Jahren tobenden Energie-Krieg um Syrien zu sehen. Russen, Amerikaner, Briten, Franzosen, Türken, Iraner und Israelis wollen sich ein Stück des Landes sichern, um ihre energiepolitischen Ziele zu verwirklichen. Mit den militärischen Erfolgen der syrisch-russischen Allianz zeichnet sich ab, dass China von der aktuellen Entwicklung nachhaltig profitieren könnte. 
Nach einem Bericht von Middle East Oil & Gas News (MEES) befinden sich in der nordöstlichen Provinz Hasaka die beiden Öl-Felder “Rmeilan und Souedie”. Südlich der gleichnamigen Provinzhauptstadt befindet sich ein Öl- und Gasfeld. In der Provinz Deir Ezzor befinden sich fünf Öl- und Gasfelder. Dort befindet sich auch das Gaskraftwerk “Conoco”. All diese Öl- und Gasfelder stehen derzeit unter der Kontrolle der USA und ihren verbündeten Kurden-Milizen der “Syrischen Demokratischen Kräfte” (SDF).

In Homs und Hama befinden sich vier Öl- und Gasfelder und das Ebla-Gaskraftwerk. Diese werden derzeit durch die syrische Armee (SAA) kontrolliert.

Somit stehen acht von insgesamt zwölf Hauptquellen für Öl und Gas unter der Kontrolle der pro-amerikanischen Söldner der SDF. Hinzu kommt, dass auch der Großteil der Pipeline-Struktur Syriens unter der Kontrolle der SDF und den USA steht.

Die Stadt Homs ist besonders wichtig, da sich dort nicht nur eine Raffinerie befindet, sondern auch zwölf Pipelines zusammenfließen. Die Öl- und Pipelinestruktur verläuft verbindet die Städte Homs, Aleppo, Hama, Raqqa, Maharada, Tadmur (Palmyra), Deir Ezzor, Abu Kamal, Hasaka und Damaskus miteinander. Zudem werden über Pipelines die türkischen Städte Ceyhan, Dörtyol, Iskenderun und  die libanesische Stadt Tripoli mit den syrischen Städten verbunden.

Die Öl- und Gasterminale in Latakia, Banias und Tartus werden von Russland und der Regierung in Damaskus kontrolliert. Zwei weitere Terminale befinden sich im libanesischen Tripoli und in der türkischen Stadt Ceyhan.

Entscheidend ist die Öl- und Gasinfrastruktur im Osten des Landes, da sich dort die Eingangspunkte der Pipelines befinden. MEES führt aus: “Die staatlich kontrollierte Produktion fiel Anfang 2016 von 387.000 Barrel pro Tag im ersten Quartal 2011 auf 7.700 Barrel pro Tag. Angesichts der Tatsache, dass die Öl-Exporte im Jahr 2010 30 Prozent  der Einnahmen, also 4,1 Milliarden Dollar, ausmachten und die Devisenreserven, blieb die Verbindung von Feldern im Osten mit der nachgelagerten Infrastruktur im Westen für die Regierung während des gesamten Krieges unerlässlich.”

Der syrische Öl-Minister Ali Ghanem sagte im September 2017, dass der Betrieb Ebla-Gaskraftwerks wieder aufgenommen wird. Das Gaskraftwerk wurde während der Palmyra-Offensive Anfang 2017 durch ISIS-Raketen schwer beschädigt. Die Produkton von 35 Millionen Kubikfuß pro Tag (cfd) werde wieder aufgenommen, um das Vorkriegsvolumen von 66 Millionen cfd  zu erreichen. “Die Gasproduktion ist entscheidend für die Deckung des inländischen Energiebedarfs in Syrien. Die Raffinerie von Homs war ebenfalls durch Raketen beschädigt worden, wurde aber im Februar 2017 repariert”, so MEES.

Die staatlich geführte Al Furat Petroleum Company (AFPC) produzierte in der Provinz Deir Ezzor vor Ausbruch des Syrien-Kriegs etwa 90.000 Barrel pro Tag – knapp über 25 Prozent der Gesamtproduktion Syriens. Die syrische Regierung besitzt 50 Prozent der AFPC, während Shell und das chinesische Staatsunternehmen CNPC Minderheitsbeteiligungen haben.

Militärische Infrastruktur
Die USA haben im Osten und Norden Syriens eine Infrastruktur von Stützpunkten und Flughäfen errichtet. Nach Informationen von DEBKAFile befinden sich in Harab Isk (südlich von Kobani), Tabka (Provinz Rakka), Rmeilan und Al-Malikiyah (Provinz Hasaka) Flugplätze, die von den USA kontrolliert werden. US-Truppen sind in Kobani, Sabt, Ushariya, Tell Ain Dara, Harab Isk, Ayn Issah, Tal Tamir, Tabka, Ash Shaddadi, Tal Baydar und Rmeilan stationiert. Weitere US-Truppen befinden sich in Deir Ezzor, Abu Kamal, Al Tanf und Mayadin. Die Truppen sind entlang der Pipelinestrukturen und Öl- und Gasfelder Ost-Syriens stationiert. Nach einem Bericht von Defense News sind Tabka und Al Tanf besonders viele US-Truppen stationiert. In Tabka und Al Tanf sollen US-Truppen verhindern, dass die SAA den Euphrat gen Osten (in die öl- und gasreichen Regionen, Anm. d. Red.) überquert, so Defense News.

Russland kontrolliert im Westen des Landes die Flugplätze Khmeimim, Shayrat und T4. Es sind in Palmyra, T4, Tartus, Hama, Latakia und Khmeimim russische Truppen stationiert. Die Häfen von Latakia und Tartus werden ebenfalls von den Russen kontrolliert.

Neue Pipelines in Syrien

Im Wesentlichen geht es beim Syrien-Konflikt um die Sicherung von aktuellen Pipelines, aber vor allem um den Bau von neuen Pipelines. Saudi-Arabien plante vor dem Syrien-Krieg  gemeinsam mit Katar eine Pipeline, die vom Golf bis in die Türkei verlaufen sollte. Dieses Projekt wurde von den USA unterstützt. Katar plante, über diese Pipeline Europa mit Erdgas zu beliefern.

Die USA sehen in diesem Pipeline-Projekt eine Möglichkeit, den Iran auszubalancieren und Europas Gasversorgung von Russland weg zu diversifizieren, so Foreign Affairs. Dieses energiepolitische Interesse war ausschlaggebend für die Unterstützung der internationalen Söldner durch die USA und Saudi-Arabien.
Doch Assad und Putin wollen eine Gas-Pipeline vom Iran durch den Irak nach Syrien bauen, um dann über das Mittelmeer Europa mit Erdgas zu versorgen. Diese Pipeline würde unter der Kontrolle Moskaus stehen. Die syrische Regierung unterstützt dieses Projekt. Russland würde mit der Verwirklichung dieses Projekts die Möglichkeit erhalten, alle Gasexporte nach Europa aus dem Iran, dem Kaspischen Meer und auch aus Zentralasien zu kontrollieren, berichtet Foreign Affairs.
Der türkische Justizminister Bekir Bozdað sagte bereits im Jahr 2016 ganz offen, worum es beim Syrien-Krieg wirklich geht. Die Nachrichtenagentur Anadolu zitiert den Minister: “Die größten Mächte der Welt kommen zusammen und kämpfen seit drei Jahren gegen eine Terror-Organisation. Der Kampf ist immer noch nicht zu Ende und keiner weiß, wann dieser Kampf enden wird. Diese Organisation hat Kämpfer aus 150 Staaten.
Es muss sich jeder folgende Frage stellen: Wer überzeugt diese Leute, die aus Australien, den USA, Europa, Asien, dem Nahen Osten und aus Afrika kommen und verschiedene Sprachen sprechen und verschiedene kulturelle Hintergründe haben, damit sie in den Irak und nach Syrien ziehen, um zu töten und getötet zu werden? Wie ist es möglich, innerhalb von drei Jahren ein weltweit umspannendes Netzwerk aufzubauen? Woher bekommt diese Organisation ihre Waffen und ihr Geld, wenn doch die gesamte Welt gegen diese Organisation kämpft? Wir sehen ganz deutlich, dass hier im Irak und Syrien ein Energie-Krieg tobt und ISIS als Instrument dieses Verteilungskampfs genutzt wird. Unter dem ISIS-Vorwand werden hier ganz andere Rechnungen gemacht. Das haben wir immer gesagt. Wir haben mit unserer Operation in Syrien die wahre Natur und Schlagkraft von ISIS aufgedeckt.”

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