Immunsystem und Darmbakterien

Menschliche Medizin – ausgebucht.

12.04.2018

Der nächste, der 3. Kongress für menschliche Medizin am 14./15. April 2018 in Frankfurt ist leider ausgebucht. Leider.

Was jetzt kommt, kennen Sie ja. Ich dreh´s rum. Nix leider, sondern wunderbar! Heißt ja, dass das Interesse an menschlicher Medizin steigt und steigt und steigt. Wunderbar heißt auch, dass es Menschen gibt, die solche wirklich wichtigen Kongresse ausrichten, wie z.B. Prof. Dr. Jörg Spitz, der Vit. D – Papst. Kennen Sie ja.

Der mir soeben mitteilt, dass er – menschlich – den Daheimgebliebenen die Möglichkeit gibt, einige Vorträge über Livestreaming mitzuerleben. Die Anmeldung dazu:

https://kongress-menschliche-medizin.de/kmm2018/aff_s02

Worum geht es? Lohnt es sich? Sie erinnern sich vielleicht: Die ersten beiden Kongresse hatten sich erst mit Demenz – , dann mit Krebserkrankungen beschäftigt. Beides auch meine Hobbys als Arzt. Und diesmal steht im Focus eine immer wichtigere Störung, nämlich die

Auto-Immun-Erkrankungen

Erkrankungen also wie MS, Rheuma, Hashimoto…… vielen von Ihnen bekannt. Der Schulmedizin kaum zugänglich. Die kennt Cortison, MTX (eine Chemotherapeutikum, man stelle sich vor), Interferon ….. und glaubt tatsächlich, dass diese Krankheiten nun einmal ausgeheilt werden könnten.

Moderne Medizin weiß mehr. Spätestens seit dem Coimbra Protokoll (News 7.12.2016). Und genau das wird auf diesem 3. Kongress für Menschliche Medizin ausführlich besprochen.

Aber auch das

  • Zusammenspiel Immunsystem und Darmbakterien (Mikrobiom),
  • Zusammenspiel Immunsystem und Gehirnfunktion (Psycho-Neuro-Immunologie)
  • die neuesten Einsichten über die Genetik (z.B. Vit D Rezeptoren)
  • und ganz besonders die Epigenetik

lassen die moderne Medizin Auto-immun-Erkrankungen ganz anders, sehr viel erfolgreicher angehen, als man das bisher gekonnt hatte.

Der Kongress wird organisiert und geleitet von zwei sehr bekannten Persönlichkeiten, nämlich dem genannten Prof. Dr. Jörg Spitz und dem unvergleichlichen Apotheker Uwe Gröber (sein Buch „Mikro-Nährstoffe“ ist ja eine nie versiegende Fundgrube).

Bakterien und Pilze im Darm

12.04.2018

Sind in aller Munde. Meiner Patienten. Denke ich immer: „Igitt, igitt!“ Der gebildete Patient freilich spricht von „Darmflora“. Klingt sehr viel hübscher. Gemeint ist das Gleiche. Die Keim- und Pilzbesiedelung unseres Darmes.

Sind Sie Arzt und hochgelehrt, dann heißt das ganze Mikrobiom. Fasst in einem seriösen Wort all das Gewusel da in Ihren Innereien zusammen. Unser Mikrobiom.

Die Darmflora, also Besiedelung unseres Darmes, ist eine wunderschöne Ausrede geworden. Verlegenheits-Diagnose. Wenn Sie als Arzt nicht mehr weiterkommen. Wenn der Patient „so müde“ ist, keinen Antrieb hat, trotzdem innere Unruhe, Blähungen, Gliederschmerzen, nicht schlafen kann… und Sie kommen nicht weiter. Sie möchten als höflicher Arzt nicht gleich sagen: „Gehen Sie bitte zum Psychiater“. Dann sagen Sie eben: „Ihr Mikrobiom ist nicht in Ordnung“.

Also Ihre Darmflora. So hat das wunderschöne Büchlein „Darm mit Charme“ es so lange auf die Bestsellerliste gebracht, sehr zum Vorteil unserer Patienten.

Sie kennen meine Meinung dazu: Die Darmflora fällt nicht vom Himmel, sondern ist das genaue Abbild, des Spiegelbild dessen, was im Darm vorhanden ist. Also unserer Ernährung. Meine Sicht ist eben eine grundsätzlich andere als die der Schulmedizin:

  • Ich suche nicht immer nach den unendlich vielen Abweichungen, den Keimen, den komischen Pilzen dort in Ihnen drin.
  • Sondern ich verändere lieber gleich Ihre Ernährung so, dass die Darmflora automatisch stimmen muss.

Der Zugang scheint mir vernünftiger. Umso fröhlicher lese ich soeben eine ganz neue Übersichtsarbeit (Monda, 2017), die diese meine Weltsicht bestätigt.

Auch die Darmflora wir epigenetisch gesteuert. Also durch Ihr persönliches Verhalten. Durch Ihren persönlichen Lebensstil. Hier präzisiert durch den Ausspruch

  • körperliche Bewegung erhöht die Anzahl nützlicher Bakterien im Darm.
  • Das Mikrobiom reagiert auf körperliche Bewegung.
  • Auch so erklärt sich die bekannte positive gesundheitliche Auswirkung durch das Laufen.

Ist das nicht eine wunderhübsche Aussage? Erklärt uns das nicht schon wieder einmal, dass Rehe immer Recht haben? Weil sie laufen, rennen, springen, den ganzen Tag? Die verändern ihr Mikrobiom!

Das schönste daran: Die wissen das gar nicht. Die lesen selten solche wissenschaftliche Arbeiten. Sind auch selten in einer Facharztpraxis zu sehen. Die Rehe.

Die laufen einfach.

Wann verstehen Sie eigentlich die so außergewöhnliche, neuartige, hilfreiche und glücklich machende Idee der Epigenetik? In anderen Worten: Lauf um dein Leben.

Quelle: Oxidat Med Cell Longevity, Vol 2017, Art ID 3831972

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