Kreuzweh. Ischias

Großer Hagel, Überflutungen und Sturm

Schmerzen

12.06.2018

Die häufigsten unserer Schmerzen sind Muskelschmerzen. Kreuzweh. Ischias. HWS-Syndrom. Schiefhals. Unser Alltag.

Und da gehen wir hoffnungsfroh zum Radiologen, zum Orthopäden, zum Chiropraktiker, zum Osteopathen, zum Physiotherapeuten und lassen uns helfen. Oft tatsächlich. Kurzfristig. Kommt alles wieder, wie Sie wissen.

Seit neuestem ist mir ein Licht aufgegangen. Mir. Verdanke ich einer Frau. Einer Psychotherapeutin, Frau Dr. Helga Pohl. Die es geschafft hat, in wenigen überzeugenden Worten mir den Hintergrund dieser chronischen Schmerzen, an denen wohl wir alle mit über 30 leiden, klarzumachen.

Mein Problem heute: Wie krieg ich Sie dazu, das Buch von ihr zu lesen? Wenigstens die Seiten

15 – 30. Genügt schon.

Vielleicht, in dem ich zitiere? Denn die Dame war selbst Schmerzpatientin. Als Ärztin. Rückenschmerzen, Ischias, Bandscheibe und so weiter. Hat gelitten. Und hat sich geheilt. Davon handelt das Buch. Ein paar Eindrücke:

„Plötzlich dämmerte es mir: Vielleicht habe ich gar keinen Beckenschiefstand, sondern ich halte mein Becken schief!!!

Aufgeregt rannte ich zum Spiegel: Tatsächlich, ich konnte auf die Beckenstellung Einfluss nehmen! Und das wirkte sich auf meinen ganzen Körper aus! Ich hatte mich insgesamt schief gehalten…“

„Ich hielt – ohne es zu wollen – einen Teil meiner Muskeln ständig angespannt. Damit hielt ich mein Becken schief und meine Wirbelsäule krumm.“

„Meine ganze Krankheit (meine Schmerzen) waren nicht etwas, was ich hatte, sondern etwas, was ich tat!“

Schon verstanden? Wir haben Muskeln. Die dürfen sich anstrengen. Und dann wieder erholen. So war das gedacht. Anspannung – Entspannung. Und was tun wir?

Setzen Sie sich an Ihren Schreibtisch. Normal. Und gucken Sie hin: Ihr Kopf hängt nach vorne. Nur leider gibt´s da die Schwerkraft. Also muss der Kopf irgendwie gehalten werden. Von den Nackenmuskeln. Die werden angespannt.

Jetzt kommt´s: Dauer-angespannt. Sie sitzen einige Stunden so. Oder? Ein Muskel, dauerangespannt, bekommt weniger Sauerstoff, wird sauer, wird hart, tut weh. Und Sie wundern sich?

Das war nur der Anfang. Das Buch geht weiter und wird sehr praktisch. Tatsächlich hat die Psychotherapeutin ihre Praxis völlig verändert: Sie behandelt jetzt Muskelschmerzen. Kreuzweh. Ischias. HWS-Syndrom. Frozen-Shoulder.

Lesenswert das Buch auch wegen der Fallbeschreibungen. Wie zum Beispiel „Die Depression geht auf die Knie“. Da hat sich jemand „mühsam durchs Leben geschleppt“. Vornüber gebeugt. Blick nach unten. Ist „buchstäblich“ in die „Knie gegangen“ und bekam dort Schmerzen. Frau Dr. Pohl hat die Patientin „aufgerichtet“, die alte Vitalität kam zurück und sie verlor ihre Knieschmerzen. Beeindruckend.

Helga Pohl „Unerklärliche Beschwerden?“ bei Knaur.

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