Omega 3 reduziert Vorhofflimmern um 54%

Was taugen Tabletten?

Artikel #961 vom 18.06.2018

Gute Frage. Wem wollen Sie die Frage stellen? Der Herstellerfirma? Wohl eher nicht. Dem Arzt, der Ihnen das Statin verschreibt? Dem Apotheker, der es Ihnen über den Tresen reicht? Besser, man fragt den Patienten selbst, oder? Nennt man Studien.

Nehmen wir Herzrhythmusstörungen. Vorhofflimmern. VHF. Eine sehr häufige, unangenehme Form. Deshalb, weil es zu Blutgerinnseln führen kann, die ins Hirn gespült werden und zu Schlaganfall führen. Möchte keiner von uns. Also möchten wir kein VHF. Einverstanden.

Aber wie verhindern? Hat man studiert an einem klugen Modell. An Patienten, die man bereits hatte. Denn VHF, Vorhofflimmern tritt häufiger einmal auf nach Herzoperation. Das erwartet man beinahe, da ist man sehr vorsichtig. Und den Patienten hat man ja im Krankenhausbett.

An diesem „Modell“ wurde also gesucht nach Pillen, nach Tabletten (typisches Denken der Schulmedizin), die diese Herzrhythmusstörungen verhindern würden. Man hat gefunden:

Nicht geholfen haben:

Digitalis, Kalziumantagonisten, Prokainamid, Chinin und Propafenon

Geholfen haben:

VHF wurde reduziert durch

  • Betablocker um 43%
  • Sotalol um 54%
  • Amiadarone um 39%

Also ein schöner Erfolg. Nuuuuurrrrr! Die Tabletten durften nicht angewandt werden bei „kranken“ Patienten, also bei Herzfehler, bei Lungenfunktionsstörung, bei langsamem Herzschlag (Betablocker!). Man war also eingeschränkt.

Soweit so gut. Bis man sich an die Natur erinnerte. Und an so Tatsachen, dass unter den Ureinwohnern von Alaska Herzrhythmusstörungen nicht vorkommen. Also testete man Omega 3
und fand:

Omega 3 reduziert Vorhofflimmern
um 54%.

War also genauso gut oder knapp besser als die drei wirksamen Präparate. Wobei ich immer anmerken darf, dass die Dosis Omega 3 noch lange nicht optimal war. Da ist noch Luft nach oben.

Fazit: Es geht auch anders. Die Natur ist stärker als die Pharmaindustrie. Entscheidend: Die Natur ist die harmlosere Alternative. Keine Nebenwirkungen.

Frage: Bekommt jetzt jeder Herzpatient auf der Intensivstation Omega 3? Wirklich? Oder doch eher Betablocker oder Amiodarone? Warum ist das so?

Quelle: J Am Coll. Cardiol., Vol 45, Iss 10, 17 Mai 2005, 1723

Siehe auch News „Mediziner und Ärzte“

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Osteoporose …

18.06.2018

wird ja heute noch weithin mit Calciummangel übersetzt. Und so werden die Menschen seit Jahrzehnten mit Calcium (hoffentlich + Vit. D, hochmodern plus Vit. K2) gefüttert. Resultat? Die Osteoporose nimmt deutschlandweit zu.

Das ist mir schon als Universitäts‐Assistent aufgefallen. Unsere Hilflosigkeit. Bis ich einmal wieder das Anatomiebuch aufgeschlagen habe. Dort wird beschrieben, dass der Knochen aus einem Gerüst besteht. Aus einem Eiweißgerüst. An welches sich dann nachträglich Calcium anklebt.

Und wenn man Osteoporose‐ Knochen unter dem Mikroskop anguckt, sieht man nicht etwa „weniger Calcium“, sondern ein deutlich vermindertes Knochengerüst. Viel weniger Knochenbälkchen. Also „weniger Eiweiß“.

Jetzt versteht man plötzlich, warum Wachstumshormon das stärkste Mittel für den Knochenaufbau ist. Wachstumshormon baut Eiweiß auf. Oder weshalb Bewegung, belastende Bewegung, das beste Mittel zur Verhinderung von Osteoporose ist: Bewegung ist ein Wachstumsreiz für das Knocheneiweißgerüst. Hat doch mit Calcium nichts zu tun!

Und jetzt wird verständlich der hochinteressante Vortrag von Prof. Spona kürzlich in Aachen, als er von dem Zusammenhang zwischen Osteoporose, Knochenbrüchen und Ernährung sprach. Als er aufzeigte, dass

Die Eiweiß‐Bausteine Arginin, Lysin, Methionin, Threonin und Tryptophan die Bildung des Knochengerüstes stimuliert, die Knochenmineralisierung, die Collagensynthese und‐ man höre und staune‐ die Bildung unseres Jungbrunnens, des Wachstumshormons, des Hormons also, das Falten glättet, Fett verbrennt, Muskeln aufbaut und den Knochen stark macht.

Zwischenfrage: Wie viel von diesen lebensentscheidenden Aminosäuren haben Sie eigentlich in Ihrem Körper, im Blut? Haben Sie diese Wundermoleküle wirklich noch nie bei sich selbst messen lassen? Versteh` ich nicht.

Besonders wichtig Arginin und Lysin:

Lysin, zusammen mit Calcium genommen, verstärkt die Calciumaufnahme im Darm. Lysin baut Collagen, also Ihr Bindegewebe auf und damit das Knochengerüst. Sei entscheidend wichtig auch für die Heilung eines gebrochenen Knochens.

Arginin würde genau das entscheidende Wachstumshormon (HGH), zusätzlich auch Stickstoffmonoxid (NO) stimulieren. NO ist ja der einzige Stoff, der in Ihrem Körper aktiv die Blutgefäße aufweitet. Im Gehirn. Im Herzen. In der Körpermitte (Prinzip Viagra).

Noch einmal: Und Sie haben wirklich in Ihrem Blut noch nie Arginin oder Lysin bestimmen lassen? Und mit der Einnahme Ihre Lebensqualität dramatisch verändert?

Eiweiß entscheidet Ihr Leben. Bitte nehmen Sie das wörtlich. Alle wichtigen Körperstrukturen bestehen aus Eiweiß. Fast alle Hormone bestehen aus oder sind eiweißabhängig.

Und Osteoporose ist wieder einmal so eine völlig überflüssige Erkrankung. Ist die Konsequenz eines Lebensstiles, den wir selbst in der Hand haben.

Messen und essen! Wir helfen Ihnen.

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