56% der Nahrungsmittelkalorien

Gift

31.07.2018

Eine ganz unschuldige Abwehrmaßnahme der Natur entwickelt sich zum größten Feind der Menschheit. Ist verantwortlich für den Großteil der sogenannten Zivilisationskrankheiten. Also dem unnötigen Tod. Gewusst?

Weil sich Säugetiere über ihre gesamte Entwicklungsgeschichte hinweg von Gräsern ernährt haben, haben Gräser zur Abwehr Toxine entwickelt, also Gifte, die spezifisch auf Säugetiere ausgerichtet sind. Heißt übersetzt: Getreidekörner – die Samen von Gräsern – sind reich an Toxinen, die für den Menschen giftig sind.

Wer von uns hat das schon realisiert?

Getreidekörner – Weizen, Mais,  Reis, Gerste, Hirse, Hafer und Roggen – sind die Samen von Gräsern. Sie sind die Hauptgetreide der modernen menschlichen Ernährung. Notgedrungen. Weizen, Mais, Reis und Gerste machen zusammen fast 70% der weltweit landwirtschaftlich angebauten Feldfrüchte aus – nimmt man noch Hafer, Roggen und Hirse hinzu, kommt man auf 76%.

Diese acht Getreidesorten liefern 56% der Nahrungsmittelkalorien und 50% des Proteines, das von der Menschheit konsumiert wird.

Noch einmal: Die Hälfte des Eiweißes der gesamten Menschheit ist Pflanzeneiweiß. Gewusst? (World Review of Nutrition and Dietetics 1999;84: 19-73)

Um sich erfolgreich fortpflanzen zu können, haben Gräser bestimmte Strategien entwickelt; eine davon war die Entwicklung einer Reihe toxischer Verbindungen, die ganz gezielt die Verdauung von Säugetieren sabotieren. Heißt dann ganz praktisch: Die Samen sollen den Verdauungstrakt grasender Tiere (auch von Menschen) unbeschädigt passieren können, um dann an einem anderen Ort ausgeschieden zu werden, wo sie keimen können. Weißes Weizenmehl besteht zu ungefähr 10% aus Protein (nach Gewicht). Eines dieser Proteine, ein Bindungsprotein ist Gluten. Ein gefährliches Toxin. Ein Gift. Das löst – wie alle Toxine – eine Immunreaktion aus. Diese Immunreaktion hat einen ganz natürlichen logischen Zweck, nämlich das Gluten aus dem Darm zu entfernen, bevor es sich in größeren Mengen ansammeln kann. Nur:

  • Bei ungefähr 83% der Bevölkerung, also bei Ihnen, kann es zu einer entzündlichen Reaktion auf teilweise verdautes Weizengluten kommen.
  • Bei ungefähr 30% der Bevölkerung bilden sich im Darm lokal Antikörper gegen das Weizengluten.
  • Bei ungefähr 11% der Bevölkerung binden sich im gesamten Körper zirkulierende Antikörper gegen das Weizengluten.
  • Bei ungefähr 0,4% der Bevölkerung bilden sich systemische Antiautokörper, die nicht nur das Gluten angreifen, sondern auch Zellen im Darm, in der Schilddrüse, in der Bauchspeicheldrüse und anderen Ortes.

Bei diesen letzten 0,4% wird Zöliakie diagnostiziert. Die Darmschleimhaut wird zerstört. Oft völlig. Die Menschen nehmen rapide ab, werden krank, weil sie notwendige Nährstoffe nicht mehr absorbieren können.

Und jetzt kommt Professor Schuppan (Erlangen, News vom 19.02. und 05.12.2015): Auch andere Getreide enthalten Agglutinine, die den Körper auf verschiedene Weise schädigen. Sind also auch Toxine. Gifte. So kommen wir langsam, langsam heute, 2018, zu einer bemerkenswerten Feststellung:

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Alien. Den Menschen nicht wohlgesonnen. Hätten den Planeten Erde lieber menschenleer für sich. Dann könnten Sie den Satz prägen

Unser täglich Brot gib uns heute.

Quelle: „Perfect Health Diet“

Zweierlei Laufen

01.08.2018

Es gibt zwei Arten, zu laufen. Zu rennen. Wettkämpfe zu gestalten. Es gibt die Anstrengung, die Viecherei – und die Leichtigkeit, das Fliegen. Es gibt das sich quälen – und das sich freuen. Vielleicht haben Sie im Training schon beides erfahren.

Nennen Sie „die Tagesform“. Jeder Profi spricht davon. Nenne ich Schlamperei. Wenn ich etwas nicht genieße, dann lass ich´s. Wenn ein Eiweißpulver sich nicht sofort löst, mir nicht schmeckt, werfe ich´s weg. Das gilt generell. So habe ich nie Menschen verstanden, die, wenn schon und wenn überhaupt, „normalen, also preisgünstigen“ Wein trinken. Denn es gibt auch ganz anderen Wein auf dieser Welt: zum Träumen, richtigen Genuss, pures Lebensglück.

Doch zurück zum Laufen. Diese zweierlei Arten werden heute in der mail des Tages beschrieben. Darf ich? Da berichtet die Ehefrau.

  • Frau: „Schon nach den ersten Metern merkte ich, dass ich sowohl mental wie auch körperlich bestens auf das Rennen vorbereitet war… nichts konnte mich bremsen, ich verspürte Energie ohne Ende und genoss die 16 Kilometer mit einer Leichtigkeit und einem Dauerlächeln“.
  • Mann: Mein Mann wäre ohne mich nicht ins Ziel gekommen. Bereits nach Kilometer 3 musste er um jeden Meter kämpfen, hatte Krämpfe, keine Energie und war kurz davor, aufzugeben. Ich hätte 3-, viermal so schnell laufen können, aber ich bin nicht von seiner Seite gewichen… die letzten 3 Kilometer buchstäblich an der Hand ins Ziel geführt respektive gezogen“.

Zweierlei Laufen. Kennen wir. Offenbar ein 16-km Wettkampf. Hintergründe sind entweder völlig verschiedene Blutwerte (Ferritin, Magnesium etc.) oder die Ernährung. Die Vorbereitung. Hier war es wohl letzteres:

  • „Unterschiedlicher konnte die Vorbereitung auf den Lauf nicht sein. Ich versuchte, Ihre Tipps und Ratschläge zu befolgen. Während ich zu 95% nüchtern trainierte und zusätzlich noch Krafttraining machte,
  • …. setzte mein Mann nur aufs Laufen und das immer mit Carbs“.

Natürlich ist Laufen nüchtern anstrengender. Wörtlich „die längeren Vorbereitungsläufe waren für mich jeweils sehr anstrengend, jedenfalls in den ersten 60 Minuten. Immer musste mein Mann sein Tempo meinem anpassen“ (erinnern Sie sich? Während des Wettkampfes war das anders).

  • Frau: „Ich genoss täglich genetisch korrekte Kost; viel Fleisch, Fisch, Eier, ganz viele Gemüse und gesunde Fette, ein paar Beeren, Nüsse….. 3 Tage vor dem Wettkampf dann abends jeweils ganz viele Carbs.“

Und dann folgt, was Sie, liebe Leserinnen und Leser immer so aufmerksam verfolgen: „Das Glücksgefühl, gesund zu sein und einfach laufen, bzw. wie ein Adler „fliegen“ zu dürfen, zwei gesunde Beine zu haben, die mich sicher tragen an  der Seite meines Mannes…. All das erfüllte mich mit so einer Dankbarkeit, ich werden noch ganz lange davon zehren“…
…. „Sie haben mir ein zweites Leben geschenkt.“

Stimmt. Richtig. Habe ich genauso erlebt. Auch ich bekam mit 45 Jahren ein zweites Leben geschenkt. Ein Läufer-Leben. Und auch ich bin „unendlich dankbar“. Wem auch immer.

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