nickte der mit dem Kopf

Resignieren?

02.08.2018

Ich verstehe, wenn manche Ärzte, manche meiner Kollegen im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeit resignieren. Aufgeben. Verstummen. Wenn sie nämlich einen Ratschlag hundert oder tausendmal wiederholt haben, und nichts passiert. Dann gibt man eines Tages auf. Würden Sie auch tun. Daher mein Begriff „Resignationsmedizin“.

Dennoch glaube ich, dass hier ein gedanklicher Fehler steckt.

Aber lassen Sie mich zunächst eine spannende Geschichte erzählen. Die mail von heute. Da schreibt ein 60-jähriger, der an einer chronisch obstruktiven Bronchitis (Asthma) mit ständigen Infekten litt. Zwei Mal im Jahr eitrige Bronchitis.

Natürlich Antibiotika, Schleimlöser und Dauerhusten. Üblich.

Nur konnte der denken, der 60-jährige. Er wusste, was ein Emphysem ist. An dem man dann kläglich im Alter stirbt. Hatte also Angst. Hat sich von zwei Lungenfachärzten untersuchen lassen auch auf Allergien… nichts gefunden.

Nichts gefunden! Kennen Sie das?

Ein Lungenfacharzt kommentierte: „Sie scheinen ein empfindlicher Typ zu sein. Leben Sie gesund!“ Als der Patient nachfragte, was das bedeutet (er raucht nicht, treibt Sport) kam die Antwort „Das weiß ich in Ihrem Fall auch nicht! (wörtlich!!!)“.

Tja. Medizin heute. Alltag. Dann sah der Herr im ARD eine Doku über Linus Pauling. Kaufte sich sein Buch, und begann nur mit Vitamin C Einnahme.

Resultat? War im gleichen Jahr deutlich weniger krank, hatte seither nur noch eine Bronchitis. Und das nur durch Vitamin C.

Und jetzt kommt´s: Als er ein Jahr später aus anderem Grund bei seinem damaligen Hausarzt war, fragte der, ob er den Arzt gewechselt hätte, da er ja nicht mehr kam. Daraufhin erzählte er von Vitamin C. Als er dann den Hausarzt fragte, ob der das mit dem Vitamin C eigentlich gewusst hätte,

nickte der mit dem Kopf

Als der Patient (einigermaßen verstört) nachfragte, warum der Arzt ihm das nicht erzählt hätte, antwortete der:

„Patienten machen sowieso nicht, was wir ihnen sagen“

Nun ist es raus. Jetzt wissen Sie, was so häufig im Gehirn Ihres Arztes vorgeht. Also im Gehirn eines studierten, sehr klugen, sehr erfahrenen Menschen. Der sich sicher Jahre, Jahrzehnte unendliche Mühe gegeben hat mit …. mit Ihnen! Und so seine Erfahrung gemacht hat. Und der dann das obige Sätzchen prägt.

Gibt’s da eigentlich einen Ausweg aus diesem Dilemma? Ich meine einen Ausweg für den Arzt? Ja freilich. Hatte ich Ihnen doch hingeschrieben. Nennt sich „innere Begeisterung“

(News vom 27.06.2018).

 

Zweierlei Laufen

01.08.2018

Es gibt zwei Arten, zu laufen. Zu rennen. Wettkämpfe zu gestalten. Es gibt die Anstrengung, die Viecherei – und die Leichtigkeit, das Fliegen. Es gibt das sich quälen – und das sich freuen. Vielleicht haben Sie im Training schon beides erfahren.

Nennen Sie „die Tagesform“. Jeder Profi spricht davon. Nenne ich Schlamperei. Wenn ich etwas nicht genieße, dann lass ich´s. Wenn ein Eiweißpulver sich nicht sofort löst, mir nicht schmeckt, werfe ich´s weg. Das gilt generell. So habe ich nie Menschen verstanden, die, wenn schon und wenn überhaupt, „normalen, also preisgünstigen“ Wein trinken. Denn es gibt auch ganz anderen Wein auf dieser Welt: zum Träumen, richtigen Genuss, pures Lebensglück.

Doch zurück zum Laufen. Diese zweierlei Arten werden heute in der mail des Tages beschrieben. Darf ich? Da berichtet die Ehefrau.

  • Frau: „Schon nach den ersten Metern merkte ich, dass ich sowohl mental wie auch körperlich bestens auf das Rennen vorbereitet war… nichts konnte mich bremsen, ich verspürte Energie ohne Ende und genoss die 16 Kilometer mit einer Leichtigkeit und einem Dauerlächeln“.
  • Mann: Mein Mann wäre ohne mich nicht ins Ziel gekommen. Bereits nach Kilometer 3 musste er um jeden Meter kämpfen, hatte Krämpfe, keine Energie und war kurz davor, aufzugeben. Ich hätte 3-, viermal so schnell laufen können, aber ich bin nicht von seiner Seite gewichen… die letzten 3 Kilometer buchstäblich an der Hand ins Ziel geführt respektive gezogen“.

Zweierlei Laufen. Kennen wir. Offenbar ein 16-km Wettkampf. Hintergründe sind entweder völlig verschiedene Blutwerte (Ferritin, Magnesium etc.) oder die Ernährung. Die Vorbereitung. Hier war es wohl letzteres:

  • „Unterschiedlicher konnte die Vorbereitung auf den Lauf nicht sein. Ich versuchte, Ihre Tipps und Ratschläge zu befolgen. Während ich zu 95% nüchtern trainierte und zusätzlich noch Krafttraining machte,
  • …. setzte mein Mann nur aufs Laufen und das immer mit Carbs“.

Natürlich ist Laufen nüchtern anstrengender. Wörtlich „die längeren Vorbereitungsläufe waren für mich jeweils sehr anstrengend, jedenfalls in den ersten 60 Minuten. Immer musste mein Mann sein Tempo meinem anpassen“ (erinnern Sie sich? Während des Wettkampfes war das anders).

  • Frau: „Ich genoss täglich genetisch korrekte Kost; viel Fleisch, Fisch, Eier, ganz viele Gemüse und gesunde Fette, ein paar Beeren, Nüsse….. 3 Tage vor dem Wettkampf dann abends jeweils ganz viele Carbs.“

Und dann folgt, was Sie, liebe Leserinnen und Leser immer so aufmerksam verfolgen: „Das Glücksgefühl, gesund zu sein und einfach laufen, bzw. wie ein Adler „fliegen“ zu dürfen, zwei gesunde Beine zu haben, die mich sicher tragen an  der Seite meines Mannes…. All das erfüllte mich mit so einer Dankbarkeit, ich werden noch ganz lange davon zehren“…
…. „Sie haben mir ein zweites Leben geschenkt.“

Stimmt. Richtig. Habe ich genauso erlebt. Auch ich bekam mit 45 Jahren ein zweites Leben geschenkt. Ein Läufer-Leben. Und auch ich bin „unendlich dankbar“. Wem auch immer.

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