die Prognose onkologischer Patienten“, also Krebspatienten

 

Immunzellen

15.10.2018

Es sind oft kleine, unscheinbare Beobachtungen, die eigentlich jeder Arzt machen könnte, welche
Glaubenssätze verändern. Beispielsweise den Glaubenssatz: Vitamin C haben wir alle genug.
Überflüssig. Teurer Urin.

Sie wissen, dass Krebspatienten häufig eine verringerte Anzahl immunkompetenter Zellen im Blut
haben. Ursachen dafür sind in der Regel:

  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Mangelernährung
  • Oxidativer Stress

Wobei die letzten zwei Punkte bereits vor der Krebserkrankung vorgelegen haben könnten und
ursächlich zur Erkrankung beigetragen haben könnten. Solche Zellen sind beispielsweise
Lymphozyten. Ein Mangel, die Lymphopenie, erhöht die Infektanfälligkeit (generell) und
„verschlechtert die Prognose onkologischer Patienten“, also Krebspatienten.

Also hat man in einer onkologischen Klinik Krebspatienten vier Mal ein bisschen Vitamin C infundiert.
Jeweils 7,5g. Im Wochenabstand. Und hat die Zahl dieser immunkompetenten Zellen, der
Lymphozyten, gezählt.

Die hatten alle bereits einen deutlichen Mangel. So 500 bis 900 Zellen/µl. Normal ist ja ca. 1000 bis
4000 Zellen/µl.

Nach dieser – in meinen Augen – lächerlichen Infusionstherapie stieg die Zellzahl bei Menschen mit
schwerer Lymphopenie um durchschnittlich 368 Zellen/µl. Immerhin.
Bei jedem Vierten von denen sogar um mehr als 610 Zellen/µl.

Resultat: Ein Drittel der Patienten mit schwerer Lymphopenie, also schlechter Abwehr, hatte nach
den vier Infusionen mehr als 1000 Lymphozyten/µl im Blut. Also die Normalzahl.

Ich weiß, ich weiß: Nur ein Parameter. Ein minimaler Erfolg. Aber es wurden ja auch nur diese Zellen
gemessen. Und wenn hier eine Wirkung so deutlich ist, dann wird man die auch an anderen immun-
wichtigen Stellen messen können.

So viel zu Vitamin C – Infusion schon in geringer Menge.

Quelle:  Translational Medicine Communications 2017; 2:3

 

Glücksbotschaften

Artikel #980 vom 15.10.2018

Auch im Unglück gibt es manchmal ein paar Hoffnungsstrahlen. Lichtschimmer. Die einen vor völliger Verzweiflung schützen. Ich spreche hier über Chemotherapie.

Sie wissen schon: Übelkeit, ständiges Erbrechen, Haarausfall, Kraftlosigkeit, eigentlich nur Elend und Leid. Das sei normal.

Mehrfach geschrieben hatte ich darüber, dass dies einigermaßen schändlich ist. Diese Behauptung: „Das ist normal“. Denn wir wissen es besser. So schreibt mir soeben eine junge Dame mit Leukämie. Vor zwei Jahren. Die sich jetzt bedanken wollte. Und bei dieser Gelegenheit – handschriftlich – erklärt, dass sie die Chemotherapie OHNE JEDE NEBENWIRKUNG vertragen hätte. Und die Haare behalten hätte. Und das Allerbeste:

Alle haben sich darüber gewundert
Ganz besonders die Ärzte

Tja. Wenn der Patient klüger ist als der Arzt… noch dazu als Onkologen, die ja nun wirklich sehr gut ausgebildet sind… lassen Sie mich aus dem Brief zitieren:

  • Als erstes musste ich mir mal eine Rückenmarksbiopsie vom Halse halten. Ich hatte nämlich nachgebohrt. Daraufhin die Onkologin: Sie möchte nur wissen, ob diese Erkrankung in den Erbanlagen läge. Patientin hätte geantwortet: „Das sehen Sie doch in meinen Blut“. Da schaute die Onkologin sie an und sagte „Ich weiß“. Jetzt sei die Patientin „richtig sauer“ geworden…
  • Im Krankenhaus hat man mich nur ausgelacht, weil mein Tisch voll mit Vitaminen und Eiweißshakes stand. Die Oberärztin war dann der Clou. Sie sah mein Vitamin C auf meinem Nachttisch und sagte zu mir: „Frau XY, Sie nehmen Vitamin C, da bekommen Sie doch freie Radikale“. Ich lachte und erwiderte: „Ich bekomme keine freie Radikale, weil ich das Vitamin C einnehme“.
  • Die Woche in der Klinik erlebte ich als Spott und Hohn.
    Mir war überhaupt nicht schlecht unter der Chemotherapie, ich war nur müde.
  • Eine Krankenschwester kam am Tag der Entlassung zu mir und erkundigte sich, was ich gemacht habe, denn ich würde aussehen, als hätte ich eine Kur genossen.
  • Während der ambulanten Chemotherapie (noch drei Mal) empfing mich meine Ärztin immer mit den netten Worten: „Frau XY, sie haben doch noch immer Ihre Haare“! Also psychisch muss man schon sehr stabil sein, um das alles auszuhalten.
  • Heute war ich bei der Kontrolluntersuchung, Blutwerte sind okay. Meine Onkologin versteht es nicht, dass es so schnell ging.

Auch gemerkt? Hier ging es nicht um Chemotherapie an sich. Bei Leukämie äußerst sinnvoll. Hatte ich Ihnen einmal erklärt. Hier ging es um die Nebenwirkungen, die einfach

nicht sein müssen.

Die Zitate deshalb so ausführlich, damit Sie merken, dass Sie nicht alleine sind. Wenn Sie an den Kommentaren Ihrer durchaus wohlmeinenden Ärzte leiden. Die haben´s halt nicht anders gelernt.

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