Demenz?

Droht mir Demenz?

19.10.2018

Diese ängstliche Frage wird mir tag-täglich gestellt. Erstaunlicherweise oft von jungen Menschen. Unter 30 Jahren. Ganz einfach, weil die Demenz in ihrer Familie kennengelernt und sich über dasWort „genetisch“ Gedanken gemacht haben. Freilich, freilich: Von Epigenetik, also ihren eigenen, persönlichen Möglichkeiten, der Demenz davonzulaufen, nichts wissen.

Dabei haben wir eine ganz präzise Gebrauchsanleitung bereits vor 10 Jahren in der Zeitschrift FOCUS lesen dürfen. Freilich, ein bisschen versteckt. Erst am Ende des Artikels.

Typisch für deutsches, schulmedizinisches Denken: Zunächst schwelgte der Artikel mit der Überschrift „Diagnose Demenz“ in all den apparativen Möglichkeiten, mit denen man Alzheimer feststellen und messen kann. Wohl verstanden: Nicht heilen, feststellen! Hilft zwar niemanden, wird aber ausführlich und plastisch beschrieben.

Und dann – man hätte darauf wetten können – werden all die gängigen Medikamente gegen Demenz aufgezählt. All das, was die Pharmaindustrie an bunten Sachen zu bieten hat wie Donepecil, Galantamin, Rivastigmin, Memantine. Medikamente, die „ein zusätzliches Jahr mit guter Lebensqualität“ schenken. 1 Jahr. Ein einziges, zusätzliches Jahr. Bezahlt mit Milliarden an die Pharmaindustrie.

Und erst dann, am Schluss, kommt der Clou. Kommt doch tatsächlich Epigenetik. Wir lesen, dass Demenz überflüssig sei.
Wobei von vorneherein klar ist, dass die schulmedizinische Wissenschaft sich damit, also mit dem „überflüssig“ natürlich nicht beschäftigt. Das Geld steckt in den Apparaten, den gentechnischen Untersuchungen, hauptsächlich in den genannten Medikamenten. Ein Milliarden-Markt.

Dann aber doch die Lösung des Alzheimer Problemes, der Demenz. Da steht doch wörtlich:

  •    Blutdrucksenkung. Niedrige Blutfettwerte. Diabetes vermeiden
  •    Anderes Essen: Viel Fisch, Olivenöl, viel Obst, Gemüse, mäßig Alkohol.
  •    Regelmäßige, ausgiebige Bewegung und Sport.
  •    Bildung, ein intellektuell erfülltes Berufsleben und soziale Kontakte. Heißt übersetzt doch
    wohl: Das Gehirn täglich anstrengen.

Und diese vier Punkte werden tatsächlich mit dem Kommentar versehen, dass „deren Wirksamkeit viele unabhängige wissenschaftliche Studien belegen“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Was hier steht ist die Krönung, das Non plus Ultra der Medizin. Nur eben nicht der Schulmedizin, wohl verstanden. Hier steht: Forever young. Bewegung – Ernährung – Denken. Ist das nicht herrlich?
Dass das so einfach geht.

 

Impressionen Evolutionäre Medizin und Gesundheit, Teil IV

19.10.2018

Gast News Nr. 62

Fortsetzung von Teil III (siehe News 12.10.2018)

Vortrag Nummer vier, diesmal von Herrn Dr. Dirk Lemke zum Thema „Wieviel Salz?“.

Die DGE sagt: zu viel Salz bedeutet erhöhten Blutdruck und beruft sich auf die INTERSALT Study von 1988. Wer die Studie liest, erkennt einen schwachen Zusammenhang von Blutdruck und Elektrolyten, der sehr kontextabhängig ist.

Schon im Abstrakt der Studie ist dagegen vermerkt, dass Body Mass Index und hoher Alkoholkonsum dagegen einen starken, signifikanten und unabhängigen Einfluss auf den Blutdruck der Probanden habe.

In der Scottish Health Study von 1988 wurde keine Relation zwischen Blutdruck und Elektrolytkonzentration im Urin festgestellt. Sie finden beide Studien durch simples googlen.

Unsere Webseite ist vollgepackt von genau solchen Fällen. Stoff A soll Wirkung X verursachen. Tatsächlich wird in Studie I die Wirkung nachgewiesen, in gewissem Kontext. In Studien II bis IV dagegen nicht. Im Forum wird dann heiß diskutiert. Sie könnten auf strunz.com relativ einfach hunderte Fälle dieser Art rauspicken. Was ist denn los? Ist Salz nun gesund oder nicht?

 

 

Die Antwort auch hier ist: „U-shaped relationship“. Die Kurve, die den Wirkungszusammenhang zwischen Blutdruck und Menge an Salz beschreibt, ist ein flaches U.

NUR: Zu wenig Salz gibt es. Der Herzschlag erhöht sich bei zu wenig Salz, der Körper schaltet auf ein Notfallprogramm um.

Zu viel Salz gibt es praktisch nicht. Die Kurve steigt nach rechts enorm langsam an.

U-shaped relationships finden Sie überall in der Natur. Weil die Dosis einem Naturgesetz folgt. Gilt auch in den Geisteswissenschaften. Sie untersuchen z.B. den Zusammenhang von Stress und Bestätigungsfehler: U-shaped relationship. Der Zusammenhang zwischen Leadership-Qualität und Unternehmenserfolg: U-shaped relationship.

Es stellt sich dann eben nur die Frage, „und was soll ich jetzt machen, jetzt wo ist das weiß?“.

Nichts. Sie machen nichts. Lassen Sie diese Frage einfach weg (siehe Intelligenz, News 12.10.2018), und salzen nach Gefühl und Lust.

Denn dass Sie laufen müssen und genetisch korrekt essen müssen, haben Sie längst verstanden. Dann wird man so etwas wie unverwundbar.

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