Nutzen Sie Ihre Lunge

Lunge und Gehirn

20.10.2018

Jetzt wird´s spannend. Folgt wieder so ein Beispiel, dass das Leben denkbar einfach ist. Dass die Gesetze der Physiologie einfach nur verstanden und angewandt werden
müssten. Simple, schlichte Regeln, die das Leben leicht und uns erfolgreich machen…. können. Nur: Wir wissen´s halt nicht. Machen uns das Leben kompliziert und schwer. Darf ich?

Die Abbildung unten zeigt Ihre Atmung. Zwei Wellenlinien. Die kleine Wellenlinie: Das sind Sie: Jetzt gerade. Sie atmen flach. Ein und aus. Benutzen nur einen kleinen Teil Ihrer Lunge.
Die große Wellenlinie ist das, was Sie sein könnten. Was Ihre Lunge schaffen würde. Die hat nämlich ein sehr viel größeres Volumen, das Sie nur praktisch nie benutzen. Verkümmern lassen.

Können Sie sich plastisch vorstellen: Der größere Teil Ihrer Lunge wird selten benutzt. Schläft vor sich hin. Verkümmert langsam, heißt verklebt, verschleimt, verliert Funktionsfähigkeit. Merken Sie gar nicht. Sie versitzen ja praktisch Ihr Leben, brauchen tatsächlich nur flach zu atmen. Brauchen tatsächlich nur wenig Sauerstoff in Körper und Gehirn. Bewegen sich am Unterrand Ihrer Existenz. Klarer als mit diesen Kurven kann man dies nicht demonstrieren.

Noch einmal ganz deutlich: Diese gering-volumige Atmung, diese Sitzatmung, bringt dem Körper natürlich nur wenig, sehr wenig Sauerstoff. Ihre Muskeln, Ihr Herz gewöhnt sich an diesen Sparzustand.

Sie leben auf Sparflamme.

Gilt natürlich auch fürs Gehirn. Wäre auch auf Sauerstoff angewiesen.

WAS TUN? Ich kenne zwei Wege ins Glück. Heißt, in ein sauerstoffreiches Leben. Sogar in den Sauerstoff-Überschuss. Ein seltener Rauschzustand. Manche kennen sich hier aus. Die zwei Wege?

  • Sport. Anstrengung. Wenn Sie einen Hügel raufrennen und richtig Gas geben, werden Sie zwangsläufig die gesamte Lunge zum Atmen benutzen (große Wellenkurve), Ihre ganze sogenannte Vitalkapazität ausnutzen. Müssen.
    Sie gehen da bis an die Grenze. Mehr geht dann nicht. Kommt erneut das große Geheimnis der Physiologie: Und es verschiebt sich die Grenze.
    Jedenfalls bis zum 20.ten Lebensjahr können Sie mit dieser Methode Ihr Lungenvolumen vergrößern, vergrößern, vergrößern. Der Albatros, Michael Groß, hatte über 7 Liter Vitalkapazität. Sie? 4 bis 5 Liter. Den Unterschied merkt man leider.
  • Der zweite Weg ist meditative Atmung. Also bewusste Tiefatmung in körperlicher Ruhe. Auch so können Sie das gesamte Lungenvolumen aktivieren. Wieder funktionsfähig machen. Im Unterschied zum Sport passiert jetzt etwas Wundervolles:

    Bei sportlicher Anstrengung verbrauchen Sie den soeben eingeatmeten Sauerstoff sofort wieder in der Muskulatur. Bleibt selten etwas über. In der Meditation, bei der bewussten Tiefatmung kommen Sie ganz leicht in den Sauerstoff-Überschuss. Und das merken Sie ganz besonders im Gehirn.

    Daher ist Kreativität immer (IMMER!) geknüpft an Meditation. Eine völlig andere, zwangsläufig viel langsamere Atmung.

Im Seminar haben wir geübt: Atmen Sie aaaaaaus. Noch länger. Und noch länger. Das Einatmen geschieht ganz von alleine. Braucht Sie nicht zu kümmern. Atmen Sie wieder aus. Aus. Aaaaaaus. Sie nutzen so plötzlich Ihr gesamtes Lungenvolumen, Ihre VK. Übersättigen den Körper mit Sauerstoff. Atmen daraufhin immer langsamer.

Viermal pro Minute, hatte ich Ihnen prophezeit. Genügt völlig. Wenn Sie bei dieser Vierer-Frequenz angelangt sind, werden Sie, so mein Versprechen, zum „kleinen Buddha“. Völlig tiefenentspannt, in  diesem Moment völlig stressresistent. Die Ruhe selbst. Unangreifbar für das Alltagsgeschwätz von außen.

Fazit: Nutzen Sie Ihre Lunge. Endlich einmal. Ist Teil des Prinzipes: Nutze deinen Körper! Endlich einmal! Nutze dein Hirn! Endlich einmal!

Da kriegen Sie ein Wunderwerk geschenkt. Bei Geburt. Und nutzen es nicht? Doch: Ab heute geht´s los.

 

Innere Resonanz

20.10.2018

Gast-News Nr. 63

Dr. Philipp Ruch ist Gründer des Projekts Zentrum für politische Schönheit. So steht das auch in seinem Impressum. Die Webseite Zentrum für Politische Schönheit begrüßt den Besucher: „Ruch schreckt mit hyperrealistischen Aktionen die Politik auf [Es sind die Mittel des Theaters].“. Daneben ein Bild des promovierten Philosophen Ruch, mit halb-neutralem Leidensblick und perfekt asymmetrisch geschwärztem Gesicht.

Hat auch ein Buch geschrieben. „Ehre und Rache“.

Ich schlage das Inhaltsverzeichnis von „Ehre und Rache“ auf. Mein Blick fällt auf das Wort tyrannos. Gehe auf Seite 46, und freue mich über Aristoteles-Zitate. Der Philosoph Andronikos von Rhodos hatte womöglich eine Schriftensammlung von Aristoteles als „Metaphysik“ getauft.

Weil sich Aristoteles, wie jeder anständige Systemtheoretiker, über die Gesetze der Welt und darüber hinaus Gedanken machte. Angeblich auch einen Definitionsbegriff für Information beschrieb. Ein Lehrstuhl in Augsburg hinterfragte jedoch, ob ein Mensch, der „weiß“, was Information sei, das vielleicht nur reininterpretierte, sobald er Aristoteles liest. Ei gucke da, dachte ich mir …

Jedenfalls, zurück zum Dr. Ruch Zitat. Für Aristoteles erdulden die Menschen aus drei Gründen „freiwillig“ Leid:

  • wegen der gesetzlicher Strafen,
  • wegen der Schande und
  • wegen den Ehrungen.

Der kanadische Professor Peterson, bringt etwas Analoges. Man könne drei Dinge tun, um Menschen zu leiten. Als Tyrann, mit Strafe, als untergebener Sklave, in Schande, und mit Diskussion, ehrenvollen Schmeicheleien.

Erinnert mich an eine Eigenart unserer sehr erfahrenen Elite-Damen in der Praxis meines Vaters. Mir war, seit Kindheit, immer ein Rätsel, wie die es geschafft haben,  seit 1980, 1981, und seit 1992

lediglich dreimal nicht zur Arbeit zu erscheinen.

Also: Immer in die Arbeit kamen. Nie fehlten.

Und schon als 12-jähriges Kind, 1999, war mir klar, dass das nicht am sehr preußischen Erziehungsstil meines Vaters liegen kann. Keiner tut sich das solange an, geht auch mal mit Leiden über Jahre in die Arbeit, nur weil der Chef streng ist. Die Damen sind in ihrer Arbeit immer so unglaublich kompetent, gefasst, im Schwerpunkt. Ein Mensch in Schande, der stolpert, haspelt, macht Fehler. Passiert hier nie. Und Schmeicheleien, Medaillen…Geschwätz??? Von Dr. med. Strunz? HAH!

Also habe ich eine unserer Damen, Gabi, einfach mal gefragt. Weil die immer so knackig antwortet, gradheraus. Auch zu meiner Mama immer sehr ehrlich ist. Hier, bei uns, wird dir nix geschenkt.

Also die Frage: Wie macht ihr denn das? Wie konntet ihr denn in all den Jahrzehnten immer verlässlichst in der Arbeit erscheinen? Mit Fieber die Arbeit machen?

Die Antwort, simpel und genial. Man verschiebt die Krankheit aufs Wochenende. Oder in die Nachtruhe. Mit dem Willen ist das möglich. Und das sagt mir Gabi, jetzt, mit ihrem gewohnt hyperauthentischen, hyperrealistischen, hyperkompetenten Blick. Und wenn man, wirklich krank, in der Arbeit erscheint…dann sagt man das. Macht halt die Arbeit, die erledigt werden kann. Wenn die Augen tränen, wird halt net am Computer gehockt. Dann eben simplere Notizblockarbeit im Labor.

Sie ahnen, Sie ahnen. Unsere Damen kennen die Metaphysik-Weltformel:

Bewegung. Ernährung – dann Denken.

Treiben Sport. Haben Immunsysteme aus Stahl. Sind einfach irre kompetent im Kopf. Und haben einen eigenartigen Chef. Für den sie durch das sprichwörtliche Feuer gehen würden.

Esoteriker hätten für dieses Phänomen – keine Krankheitstage –eine andere Erklärung. „Innere Resonanz“. Vielleicht auch „Empathie“. Mein Vorschlag: „Anstand“ oder „Respekt“ gegenüber den Angestellten.

 

Mal nachgedacht, was der Wegfall von Krank-fehl-zeiten für Großfirmen bedeuten würde? Unbezahlbar… diese News!

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