eine essentielle Substanz

Verschlungene Gedanken

27.10.2018

Kann ich sehr wohl entringeln und aufschlüsseln. Hab´s ja 47 Jahre geübt. Verstehe auch langsam Ihr Denken. Die Sie ja alle durch eine ganz bestimmte Denk-Schule gegangen sind, nämlich die der Pharmaindustrie.

Und  in den letzten Jahren zunehmend beginnen, sich zu wehren. Gegen die in Ärztehirnen noch fest verankerten Dogmen wie

  • Bei Bluthochdruck eine blutdrucksenkende Tablette
  • Bei Zuckerkrankheit eine zuckersenkende Tablette
  • Bei Schmerz eine Schmerztablette
  • Bei Schlafmangel eine Schlaftablette
  • Bei Infektion ein Antibiotikum

Sie verstehen mich schon. Mit solchen Gedanken-Konstrukten sind wir alle aufgewachsen, sind Ärzte von Berufs wegen vertraut. Und dagegen wehren Sie sich.

Zunehmend.

Begrüße ich außerordentlich. Ich mag es, wenn Menschen aufwachen und beginnen, selbsttätig zu denken. Dann so Sätze formulieren in der mail von heute wie:

„Mein Körper soll ja „von alleine schlafen können“ und nicht nur,

weil er durch ein paar Tabletten müde ist….“

Sehr treffend gedacht. Der Körper soll von alleine schlafen. Der Blutdruck soll von alleine normal sein. Der Blutzucker soll „von alleine“ tief sein. Und schlafen soll man „von alleine“. Völlig richtig.

In der mail von heute ist aber ein Denkfehler. Ein ganz typischer. Und den möchte ich Ihnen nahebringen:

„Ich habe 4 Wochen nun jeden Abend 2g Tryptophan eingenommen und nach Jahren mal wieder soooooo gut geschlafen, jede Nacht tief und fest am Stück, was einfach nur der Wahnsinn war!

jetzt sind die 4 Wochen vorbei und ich nehme es nicht mehr und prompt wache ich wieder mehrmals jede Nacht auf und schlaf nicht mehr durch.
Kann ich mit dem Tryptophan einfach wieder anfangen, oder sollte ich das nicht, da 4 Wochen genug sind?
Ich meine, wäre es „schädlich“ es noch ein bisschen länger zu nehmen? Mein Körper soll ja „von alleine schlafen können“ und nicht nur
weil er durch ein paar Tabletten müde ist…. Ich habe soooooo toll geschlafen, das möchte ich nicht mehr hergeben…..“

Mitbekommen? Da bedankt sich jemand. Hat den seit Jahren vermissten Schlaf wiederbekommen durch Aminosäuren, rezeptfrei, ein schlichtes, simples Naturmittel.

O nein: Nicht einfach Naturmittel. Das ist kein Cannabis-Pflänzchen, das ist nicht Klosterfrau Melissengeist (ein wundervoller Trick), sondern das ist

eine essentielle Substanz

soll heißen: Ohne die ist der Körper nicht lebensfähig. In diesem speziellen Fall: Ohne die kann der Mensch nicht schlafen. Wir haben es hier eben nicht mit einer Tablette im üblichen Sinne zu tun, sondern mit dem Versuch

den Normalzustand wieder herzustellen

indem wir fehlende essentielle Substanzen auffüllen. Dann, und erst dann ist der Körper schlaffähig.

Sehen Sie, das hat die junge Dame etwas durcheinander gebracht. Die ist halt so geschult, in Tabletten-Kategorien zu denken wie oben angeführt.

Die Antwort auf ihre Frage ist selbstverständlich: Tryptophan genau so lange, bis der Blutwert hochnormal ist. Ganz oben ist. Dann kann sie wieder normal schlafen, so wie das von der Natur vorgesehen war.

PS: Haben Sie die wunderhübsche Formulierung mitbekommen, als sie schreibt – wie Ihr kleines Töchterlein, das um die Ecke von Ihnen noch ein zweites Eis erbetteln möchte – also das Sätzchen „wäre es schädlich, es noch ein bisschen länger zu nehmen?“

Schon dieses Wörtchen „bisschen“ verrät den menschlich, allzu menschlichen Gedanken. „Ach Mama, ich weiß ja, dass es schädlich ist, aber vielleicht nur noch ein kleines bisschen????“ Ich hab Sie getröstet. Sie darf. Sie darf guten Gewissens. Nicht nur „ein kleines bisschen länger“.

Molekularmedizin ist konzentrierte Natur. Haben wir das verstanden?

Impressionen Evolutionäre Medizin und Gesundheit, Teil IX

27.10.2018

Gast News Nr. 67

Fortsetzung von Teil VIII (siehe News 26.10.2018)

„Giftkur ohne Nutzen“ nannte Jörg Blech 2004 im SPIEGEL Magazin die Chemotherapie. Das wissen Sie auch als aufmerksamer News-Leser (siehe News).

Sie wissen also auch, dass die ausgehungerte Krebsstammzelle, weil kein Zucker mehr gegessen wird, leichter von Bestrahlung ausgemerzt werden kann. Anders gesagt:

erst(!) zuckerfreie, kohlenhydratfreie Ernährung die Chemotherapie effektiv macht.

Also No-Carb oder Keto. Wir, also Strunz, setzen uns allerdings in einer Sache von „Ernährungspaketempfehlungen“ ab. Wir verstehen, dass das lediglich Namen sind. Bezeichnungen, die Ihnen helfen, sich zu orientieren. Wenn wir also doch solche Empfehlungen machen, dann deshalb, weil wir glauben, so die Mehrheit unserer Leser zu erreichen.

Letztendlich geht es nämlich nur darum, was in Ihrem Körper ankommt. Mit welchen Molekülen (Ernährung) und unter welchen Voraussetzungen (Bewegung, Meditation) Sie Ihr Ziel umsetzen wollen. Mir persönlich gefällt nach wie vor am besten: epigenetisch korrekte Kost.

Und so beenden Dr. Klement und Dr. Sweeney das Symposium in Gießen mit dem Vortrag über ihre Studie. Den Einfluss der ketogenen Ernährungsform auf Krebspatienten.

Online finden Sie den Stand vom 17. Juni 2018: „Impact of a ketogenic diet intervention during radiotherapy on body composition: III. An interim analysis of the KETOCOMP study“.

Auch hier kommt man bei Patienten mit Enddarmkrebs, Kopf- Halskrebs und Brustkrebs zum Schluss, dass eine ketogene Ernährungsform den Anteil Fett- und Muskelmasse vorteilhaft beeinflusst. Dass diese Ernährungsform dem Patienten die Chance gibt, sein Schicksal selbst zu beeinflussen.

Es steht noch eine letzte Analyse der Studie aus, inwieweit KETO sich auf die Strahlungsempfindlichkeit auswirkt.

Den Ansatz dafür brachte natürlich der von uns häufig zitierte Prof. Longo (siehe News). Was von der Presse als „Fasten“ bezeichnet wird, bedeutet lediglich den Verzicht auf Kohlenhydrate/Zucker.

Das Hinzufügen von Dingen macht die Welt nicht besser. Nochmal: Intelligenz beweist sich durch das Weglassen von Dingen. Weil Ihr Gehirn Informationen bewusst weglässt, haben Sie z.B. ein räumliches Vorstellungsverständnis, das es Ihnen ermöglicht, effizient zu sein. Nicht vom Säbelzahntiger überrascht zu werden.

Ihr Gehirn sagt Ihnen über somatische Intelligenz auch, was Sie z.B. in der Ernährung weglassen sollten. Damit Sie nicht vom Krebs gefressen werden. Diese somatische Intelligenz wurde uns abgewöhnt. Kann man sich wieder angewöhnen. Durch tägliches Wiederholen. Den Zucker weglassen.

KETO ist dafür sicherlich kein schlechter Weg.

Über den Zusammenhang von IQ und KETO spricht übrigens ab und an der Kanadier Prof. Peterson. Auch im Kontext Kreativität. Intelligenz ist ein Thema für sich, der IQ ganz besonders.

Ich darf hier das Buch „Neuroscience of Creativity“ empfehlen (ISBN 978-0-262-01958-3). Der IQ ist das Resultat täglichen Bemühens. Das schließt natürlich die Ernährung mit ein.

Meine persönliche Vermutung, übrigens: Der IQ im Bundestag liegt gefährlich weit unter… die Zahl denke ich mir nur.

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