Fett und Herz

 

Die Sache mit dem Fett

19.11.2018

Einfache Frage: Wenn man abnehmen möchte, sollte man dann Fett essen? Antwort scheint einfach, ist es aber nicht. Es gibt drei mögliche Antworten, die manchen von Ihnen verblüffen werden:

  • Mein Weg: No carb ohne Fett. Wirkt nachweislich (persönlich 2% Körperfett).
  • No carb plus reichlich Fett ermöglicht Ketose. Starker Gewichtsverlust.
  • No carb plus zu viel Fett: Sie nehmen wieder zu.

 

Das Ganze noch einmal etwas langsamer aufgeschlüsselt.

 

  • No carb ist  die Bedingung für Fettverbrennung. Einverstanden. Daher Professor Ditschuneit: Die intelligenteste Form der Nulldiät ist Eiweißpulver plus Vitamine. Also auch kein Fett. Denn es würde ja – bei jetzt gesteigerter Fettverbrennung – auch erst das gegessene Fett verbrannt werden müssen, bevor es an das „eingemachte“ geht. Fett beim Abnehmen zu essen, scheint also unsinnig.

 

  • Wenn da nicht der Begriff Ketose wäre. Wenn dieser „Hungerzustand“ nicht unbedingt reichlich Fett benötigte. Reichlich heißt etwa 80%. Heißt: „… fast alles!“ Und tatsächlich kann man in der Ketose noch rascher abnehmen als mit „intelligenter Nulldiät“. Die bringt etwa 70%, Ketose 100% Gewichtsabnahme. Deutlich effektiver.

 

  • Krebs-Patienten sollten sich in der Ketose befinden. Einverstanden. Die sollten aber nicht verhungern. Auch einverstanden. Tatsächlich nehmen die zu in der Ketose dann, wenn sie den Fettkonsum weiter steigern. Eigentlich logisch. Zwar ist deren Ernährung immer noch 80% Fett, in Gramm ausgedrückt aber nicht, sagen wir 100g, sondern 400g. Und dann nimmt man wieder zu.

 

Hinter diesen Worten steckt ein geniales Experiment bereits 1956. Von Kekwick und Pawan. Berühmt geworden. Die haben sich einmal 4 Diäten ausgedacht. Jede präzise 1000 Kalorien. Davon jeweils

  • 90% Kohlenhydrate
  • 90% Eiweiß
  • 90% Fett
  • Übliche Mischkost

Und haben gefunden, dass bei den gleichen 1000 Kalorien (aufpassen, Ihr deutschen Kaloriengläubigen!) bei also gleicher Kalorienzahl von 1000 verbrannt wurden

  • Mit Kohlenhydraten: Gewichtszunahme 100g pro Tag.
  • Mit Eiweiß: 270g pro Tag Gewichtsabnahme
  • Mit Fett: 400g pro Tag Gewichtsabnahme
  • Mit Mischkost: 150g pro Tag Gewichtsabnahme

 

Genial. Wirft alles Kalorienzählen über den Haufen. Hat jede übergewichtige Hausfrau, jeder vollschlanke Manager längst gewusst: Das mit den Kalorien hat nie gestimmt.
Das Experiment wurde übrigens wiederholt mit 2000 Kalorien. Gleiche Aussage.

1964 (schon damals!) wurde daraufhin gezeigt, dass eine fettreiche Ernährung wirksamer ist als überhaupt nichts zu essen. Fettreich hieß hier erneut 1000 Kalorien am Tag, davon 90% Fett, also 100g, dazu 15g Eiweiß und 10g KH.

Mit Fett wurden 12,5 Pfund Körperfett, im Fastenmodus nur 6,5 Pfund Körperfett abgenommen innerhalb von 10 Tagen. Klarer kann man´s nicht zeigen:

Fett hilft beim Abnehmen

Aber natürlich kommt es ein bisschen auf die absolute Menge an. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass man mit 2kg Fett täglich eben nicht abnimmt. Wie gesagt: Diese Tatsache erlaubt dem Krebs-Patienten, das erlaubt selbstverständlich auch dem Sportler die Ketose. Beide wollen keinesfalls Gewicht verlieren.

Quelle: THE LANCET, July 28, 1956. p 6935

Herzrasen

Artikel #985 vom 19.11.2018

Stelle ich mir unangenehm vor. Wenn der Puls rast, wenn einem schwindelig wird. So ein junger Marathonläufer, dem dies regelmäßig etwa bei km 20 passiert. Herzrasen.

Er würde sich dann flach auf den Rücken legen und die Beine in die Luft strecken. Eine Minute. Dann sei es vorbei.

Genial. Der hilft sich selbst. Stelle ich mir ein Großraumbüro vor. Hier und da und dort ein Mitarbeiter flach auf dem Rücken, Beine in die Luft. Tja. Normalerweise kommen dann ein paar weiß gekleidete Männer mit Zwangsjacke…

Was ist da los? Weshalb rast das Herz? Ganz, ganz selten steckt eine echte Erkrankung dahinter (Entzündung, Gefäßverkalkung). Meist… aber hören Sie doch selbst einer jungen Dame zu:

  • Ich bin immer so zippelig.
  • Ich komme nicht runter.

Und die klagt (natürlich) über Herzrasen, über Rhythmusstörungen. Ihr und ihrem Herzen fehlt etwas. Die innere Ruhe. Wir alle kennen die Abhilfe. Ein Salz. Das Salz der inneren Ruhe. Und tatsächlich hat Magnesium prompt geholfen.

Steht in jedem Biochemiebuch. Weshalb hat ihr Doktor ihr Tabletten gegeben (Betablocker)? Der Brief, die mail des Tages, ist noch etwas ausführlicher und außerordentlich erfreulich. Für jeden von Ihnen. Weil hier wieder einmal steht, dass es (fast) immer eine Lösung gibt. Eine Heilung. Und dass Sie diese Heilung in der Hand haben. Dann mal los:

  • Nun sind schon vier Wochen vergangen, seit ich die von Ihnen verschriebenen Vitalstoffe nehme.
  • Meine Lebensqualität hat sich jetzt schon unglaublich verbessert!
  • Seit ca. 2 Wochen habe ich keine Herzrhythmusstörungen mehr und auch kein Herzrasen.
  • Mein Blutdruck ist jetzt auf 125/85 und ich überlege, ob ich meine Blutdruckmedikamente (2 Tabletten) ausschleichen lasse.

Wie sie das geschafft hat? Mit Vitalstoffen, wie oben beschrieben? Oh nein: Das ist immer erst der Anfang. Es gehört immer noch etwas dazu, nämlich die epigenetische Trias Bewegung – Ernährung – Denken:

  • Seit 4 Wochen ernähre ich mich ausschließlich gesund, keine Kohlenhydrate und walke jeden Tag eine Stunde und meditiere 2 mal täglich, um meinen Cortisolspiegel runter zu bekommen.

Die hat´s kapiert. Cortisol. Das Gegenteil von „innerer Ruhe“. Der Hintergrund von „zippelig“.

Wie man Cortisol senkt? Darüber habe ich ein ganzes Buch geschrieben, nämlich „laufend gesund“. Meditatives Laufen. Kennen Sie nicht?

Macht nichts. Ein hohes Cortisol hält so schön „zippelig“. Man kommt „nicht mehr runter“. Jedem das Seine.

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