Ein lebensentscheidender Zusammenhang

Sport und Omega 3

12.12.2018

Ein lebensentscheidender Zusammenhang. Andersherum: Ein tödlicher Zusammenhang. Lernen Sie bitte mit:

  • Begonnen hat´s mit Kenneth Cooper (Cooper-Test, Cooper-Institute…), dem auffiel, dass „seine“ Leistungssportler viel häufiger Krebs bekamen als der Durchschnittsmensch. Seine Begründung: Zu viele freie Radikale. Abhilfe: Antioxidantien, also Vitamin C, Vitamin E und so weiter.
  • Dass dann ein Professor Ristow (vormals Jena, jetzt Zürich) warnte vor Vitamin C, Vitamin E im Sport… weil das Trainingseffekte verhindern würde… war von der Presse (natürlich) völlig missverstanden. Hier ging es um akute Vorgänge, nicht um chronische, also lebenslange (News vom 06.05.2013)
  • Dann kam Professor Dr. von Schacky. Der Omega 3 – Spezialist. Der 2011 106 deutsche Olympiateilnehmer durchmaß. Und fand, dass der durchschnittliche Omega 3 – Index nur 5% betrug. Gefordert werden für gesunde Menschen  8 – 11%. Eine ziemliche katastrophale Entdeckung.
  • Warum er sie untersucht hatte? Er war ausgegangen davon, dass Leistungssportler eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für plötzlichen Herztod (Rhythmusstörung) genauso wie für schwere Depression hätten. Erinnert ganz peinlich an die Entdeckung von Kenneth Cooper.
  • Vorsicht, Vorsicht: Wir sprechen von Leistungssportlern. Von Olympiateilnehmern. Können Sie differenzieren?

Daraufhin hat sich Professor Dr. von Schacky, München, mit dem Effekt von Omega 3 im Leistungssport (Leistungs!) beschäftigt und logischerweise gefunden, dass diese Spezies Mensch von richtigem Omega 3 –Index

RIESEN VORTEILE

hätten. Besser, schneller, kräftiger würden, und das mit deutlich weniger Anstrengung. Wenn das nicht eine gute Nachricht ist…

Auch hier: wir haben Omega 3 komplett unterschätzt. Sollte Ihnen klar geworden sein damals, als ich über Zugvögel und deren exorbitante Leistung sprach. Und den Anteil von Omega 3 an dieser unglaublichen Leistungsfähigkeit (News vom 28.04.2009).

Professor Dr. von Schacky plaudert also sehr angenehm über

  • Muskelkater. Gekennzeichnet durch den Anstieg des Muskelenzymes Creatinkinase (CK). Nach Überlastung des Muskels kommt es zum Entzündungsprozess, verbunden mit Schmerzen und Schwellung. Kennen Sie alle. Dabei ist die Kraft des Muskels eingeschränkt.
    Bei genügend Omega 3 deutlich weniger Schmerzen, deutlich schnellere Regeneration, geringerer Anstieg dieses Enzymes CK. Auch der Kraftverlust entfällt (!).
  • Altersabhängiger Muskelabbau: sei normal. Erzählt uns die Schuldmedizin. Dummerweise längst bewiesen, dass Omega 3 die Eiweiß-Synthese des Muskels verbessert (also stärkere Muskulatur nach Omega 3), und längst bewiesen, dass Omega 3 den „altersabhängigen Muskelabbau“ nicht nur stoppt, sondern sogar umkehren kann (Am J Clin Nutr. 2015; 102:115)

Heißt also bisher:  Professor Dr. von Schacky misst in seinem Labor und lässt sich erzählen, dass genügend Omega 3 beim Leistungssportler den Muskelkater verhindert, die Muskulatur erhält und deutlich intensiveres wie auch angenehmeres (weniger Schmerzen) Training ermöglicht.

  • Omega 3 senkt sogar die Herzfrequenz, also den Puls bei submaximaler Belastung. Höchst erwünscht. Ein hoher Puls tut weh.
  • Omega 3 erhöht die Auswurfleistung des Herzens über die Zeit (cardiac output).
  • Die Funktion der Gefäßinnenseite (ist ja hochaktiv) wird verbessert, dadurch der Blutdruck gesenkt.

Also nächstes Kapitel: Deutliche erwünschte, sportlich wie auch gesundheitlich bedeutsame Fakten.

  • Über 50% der Sportler leiden an Belastungsasthma (laut Gesundheitspass sogar 90% der Radprofis. Aus durchsichtigen Gründen). Omega 3 beugt diesem hässlichen Zustand vor, verringert es (ca. 5g) (Br J Nutr. 2017;117:1379).

Ein wesentlicher Befund. Auch ich persönlich habe gelegentlich diese hässliche Atemnot (wie Asthma meines Sohnes) unter starker Belastung beim Ironman erlebt. Ein ganz blöder Zustand.

  • Nachdem das Gehirn zum größten Teil aus Fett, also auch aus Omega 3 besteht, war es naheliegend, Hirnleistung beim Sportler unter Omega 3 zu verfolgen: Zahlreiche Studien zeigten, dass Reaktionszeit, Aufmerksamkeitsspannen, exekutive Funktion, Merkfähigkeit und andere komplexe Hirnleistungen deutlich verbessert werden. Also Hirnleistung, die nicht nur bei Team-Sport, sondern auch im z. B. Tennis ganz entscheidend sind.
  • Bei Leistungssportlern treten schwere Depressionen wie auch Selbstmorde häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung (Clin J Sport Med. 2013; 23:273). Zahlreiche Metaanalysen haben gezeigt, dass Omega 3 diese Depressionen bessert, ja sogar verhindert (Vitalstoffe 2017; 3:28).

Ein Ausschnitt aus den positiven Wirkungen von Omega 3. In der richtigen Dosis. Überhaupt nicht verwunderlich: Auch ich habe Jahrzehnte die Bedeutung dieser Fettsäuren völlig unterschätzt. Hätte mir damals in meinen Stress-Jahrzehnten wahrscheinlich das Leben deutlich leichter machen können. Heute nenne ich Omega 3 ja eines von drei Beinen. Also genauso wichtig wie die Aminosäuren, genauso wichtig wie Vitamine und Co. Noch einmal zur Erinnerung

  • Leistungssportler haben im Schnitt 5% (Omega 3 – Index)
  • Gewünscht werden 8 -11%. Man ist geschützt.
  • Patienten mit Rheuma (z. B. Bechterew) sollten 15% erreichen.
  • Bei über 16% beginnt ein Blutungsrisiko, so lese ich. Nach meiner persönlichen Erfahrung beginnt das schon ein bisschen früher. Das Blut wird dünner.

Quellen: selbstverständlich Fischöl. Weiß jeder. Genauso gut natürlich Algen-Öl. Denn genau diese Algen werden ja von den Fischen gegessen. Algen-Öl ist von Bedeutung für Vegetarier und Veganer.

Auch wichtig: Wenn Sie die Omega 3 – Dosis wechseln, lohnt sich eine erste Kontrollmessung erst nach etwa drei Monaten. Das braucht seine Zeit!

Quelle: OM&Ernährung 2018, Nr. 164, Seite f 21

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