eine positive Weltsicht

SIE und ER: Der erste Blick.

25.12.2018

Kennen Sie das? Wenn ihnen Ihr Beruf zunehmend Freude macht? Wenn Sie am Arbeitsplatz innerlich strahlen? Falls nicht, grämen sie sich bitte nicht: Sie sind in bester Gesellschaft.

Dennoch sollten sie sich um eine positive Weltsicht kümmern. Kümmern! Persönlich bekomme ich die gerade geschenkt durch die wachsende Einsicht, dass wir nicht Fassbares eben doch fassbar machen können.

Dass wir Emotionen und Gefühle übersetzen können in messbare Moleküle. Erinnern sie sich? Frau Prof. Pert? Ihr Buch „Moleküle der Gefühle“. Traumhaft schön.

Dass wir also Gefühlen wie Liebe, Freude, Hass, Depression, Angst, Panik nicht hilflos ausgeliefert sind. Dass die uns nicht zusammen mit dem Föhn einfach so überfallen. Sondern dass dahinter handfeste, messbare Gründe stecken.

Der Psychotherapie wohl bekannt, auch wenn sie selten darüber spricht: Alle Psychopharmaka beruhen auf diesem Prinzip. Sollen irgendein Molekül in ihrem Gehirn beeinflussen und damit ihre Stimmung.

Auf dem Umweg über das Laufen haben wir uns zunehmend auch mit den positiven Gefühlen, mit der Lebensfreude, mit der Lebensenergie, mit dem Flow beschäftigen. Stichwort Endorphine. Die man auf verschiedene Weise freisetzen kann…wenn man sie denn hat. Als Vorrat gespeichert hat. Ein wesentlicher Gedanke.

Heißt im Alltag: Wenn Sie mir mit schwerer Depression, Schizophrenie, mit Psychose, mit Panikattacken gegenübersitzen, fühle ich mich durchaus nicht hilflos. Wie das vielen Ärzten geht. Verständlich. Fühle mich der Situation sehr wohl gewachsen. Weil ich nicht glaube, sondern weiß, dass sich diese Zustände in messbaren Molekülen fassen lassen. Und wenn man messen kann, kann man auch ändern. Ein großartiges Versprechen für viele von ihnen…

Wenn man so denkt, liest man anders. So habe ich soeben ein Kapitelchen über das Kuschelhormon Oxytocin gelesen. Der Abschnitt hat mich innerlich so berührt, dass ich sie teilhaben lassen möchten. Darf ich?

„…während das Oxytocin das Vertrauen vergrößert, senkt es gleichzeitig den Spiegel des Stresshormons Cortisol. Mehr Verständnis, weniger Stress. Ideale Voraussetzungen, um einander wieder näherzukommen. Insbesondere, wenn aus zwei drei werden.

Der Dritte im Familienbund kommt derart unreif auf die Welt, dass die Bindung zwischen den Eltern existenziell ist. Das Baby braucht Nahrung, Schutz, Pflege, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Förderung, Zärtlichkeit, und die Liste könnte noch ein paar Seiten weitergehen. Wir sind keine Pferde, die nach der Geburt schon aufstehen und herumlaufen.

Beim Homo sapiens dauert es, bis das Kind flügge ist. Dem Plan der Natur nach sollten beide Elternteile die gesamte Brutpflegezeit über für das Kind das sein. Offenbar ahnte die Natur, dass Mann und Frau nicht automatisch über so lange Zeit zusammenpassen würden, und steuert das Bindungshormon auch abseits des Sexualakts bei.

In Wahrheit beginnt es mit einem tiefen Blick. Der genügt als erste Kommunikation, und schon geht es los. Wenn sich Liebespaare in die Augen schauen, steigt der Oxytocin-Spiegel.

Dieser Mechanismus ist in der Natur derart zementiert, dass sich dasselbe sogar zwischen Mensch und Hund abspielt. Schauen Mensch und Hund einander tief in die Augen, setzt das in beiden Oxytocin frei, und irgendwann wird der eine für den anderen als Gefährte alternativlos.“

Der erste Blick. Kennen Sie das? Ist das nicht wundervoll? Wie man so etwas kaum Fassbares übersetzen kann in Messbares?

Sie ahnen ja, dass man Oxytocin auf Wunsch anheben kann. Übrigens mit einem Nasenspray.

(Vorsichtshalber: Gibt´s nicht in der Apotheke)

Quelle: Natürlich Prof. J. Huber „Der holistische Mensch“

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