Deutschland hat Rücken

Unheilbar?

Artikel #997 vom 28.01.2019

Bitte erlauben Sie mir, Ihnen heute einmal in aller Kürze sechs Patienten vorzustellen. Die eines gemeinsam haben. Sie sind unheilbar. Heißt übersetzt: Sie waren jeder bei vielen, vielen Ärzten. Auch in der Universitätsklinik. Lagen stationär in Krankenhäusern. Und waren anschließend genauso krank wie vorher. Die ärztliche Kunst hat bei diesen Patienten also versagt.

Darf man das unheilbar nennen?

Nein.

Korrekt müsste man sagen, dass das an der Universität uns Ärzten gelehrte Wissen nicht ausreichte, um diese Patienten zu heilen. Diese Zusammenhänge ahnen viele Patienten und begeben sich – in ihrer Not – auf weite Reisen in die Alternativmedizin. Mir persönlich ein unheimliches Gebiet. Voller Irrungen und Wirrungen. Ich hab´s, weil so ausgebildet, lieber wissenschaftlich, klar, sauber, rein, seriös. Wir messen und wissen.

Diesen Zugang finde ich auch deutlich anständiger als das übliche Herumprobieren, wie Sie es in der Schulmedizin genauso finden wie in der Alternativmedizin. Also besser: Nicht raten, sondern messen und wissen.

Die sechs folgenden Patienten, eine beliebige Auswahl, wie Sie sie in jeder Arztpraxis Deutschlands antreffen, haben nämlich MESSBAR alle etwas gemeinsam. Diese Gemeinsamkeit ist in der Schulmedizin ein tiefes Geheimnis. Schlichtweg unbekannt. Wenn man´s einmal ausspricht, meint dann jeder Kollege von mir: „Eigentlich ganz klar“. Hätte ich auch drauf kommen können“. Ist er aber nicht.

Gemeint ist das AMINOGRAMM.

Also die Basis des stofflichen Körpers. Angeblich besteht ja 80% unserer Trockenmasse aus Aminosäuren. Und dieses Häufigste und damit Wichtigste wird an der Universität nicht gemessen. Höchst merkwürdig, wenn man einmal mit Abstand darüber nachdenkt.

Dabei weiß jedes biochemische Lehrbuch, dass das Immunsystem absolut nur aus diesen Aminosäuren besteht. Dass unsere Botenstoffe für Glück Aminosäuren sind. Dass Blut aus Aminosäuren komponiert wird. Desgleichen der Knochen, die Muskeln, natürlich das Herz.
Heißt übersetzt:

Wenn das Aminogramm nicht stimmt, stimmt Ihr Körper nicht. In der Basis. Von vorneherein. Und jeglicher Heilungsversuch muss vergeblich sein.

Muss. Diese Erkenntnis begründet die ja langsam unheimlichen Heilungserfolge der Molekularmedizin, wie wir sie hier in der Praxis anwenden. Nun ja. Lange genug geredet. Lassen Sie uns hineinspringen in den Alltag eines jeden Arztes.

  • Magenschmerzen. Sodbrennen. Bauchschmerzen. Fühlt sich schlecht. Müde, abgeschlagen, erschöpft, hätte schwere Depression.
  • Müde, kaputt, energielos, ohne Motivation, schlechte Konzentration, ständiges Frieren, trockene Haut, Zittern im Körper, Unruhe im Körper, immer unter Anspannung, schlechter Schlaf, hätte „negative Lebenseinstellung“ (Kommentar: bemerkenswerte Einsicht).
  • M. Crohn. Also blutige Durchfälle. Cortison. Vorgesehen für eingreifende Immuntherapie (Infusion im Krankenhaus). Es ginge körperlich und psychisch schlecht. Dazu Blasenschwäche, Heuschnupfen, kalte Füße.
  • Bindehautentzündung. Wasser im Auge. Schmerzen. Spritzen ins Auge. Cortison. Keine Abhilfe. Viele Ärzte, viele Augenkliniken. Sei „total fertig“.
  • Es ginge schlecht. Im Sommer Fieber, erbrochen, ständige Übelkeit, Gliederschmerzen wie Grippe. Viele, viele Ärzte. Keine Hilfe.
  • Seit Jahren müde, der Körper streikt, nicht belastbar, Muskelschmerzen, Haarausfall, Angstzustände, sei aggressiv, würde Antidepressiva nicht vertragen. Bei vielen, vielen Ärzten. Keine Hilfe.

Das ist der Alltag. Jeder Kollege von mir wird mit dem Kopf nicken. Das Peinliche an der Geschichte: Die Patienten haben sich ja bereits an die Schulmedizin gewandt. Haben Hilfe gesucht. Und sind alle an eine Mauer gestoßen. An die Grenzen der Universitätsmedizin.

Das wirkliche Geheimnis? Alle diese Patienten hatten eines gemeinsam, nämlich ein

KATASTROPHALES AMINOGRAMM.

Keine einzelne essentielle Aminosäure war ausreichend vorhanden. Inzwischen ist ja jeder von Ihnen, liebe Leserinnen, lieber Leser, Experte auf diesem Gebiet geworden. Sie sind in diesem Punkt klüger als viele, viele Ärzte.

Ohne Aminosäuren kein Leben. Ohne Aminosäuren keine Heilung. Ohne Aminosäuren kein Antrieb, kein Glück. Logisch, einsichtig, beweisbar richtig.

Dennoch weit verbreitetes Unwissen. Da hilft eben wieder einmal nur Ausdauer, Ehrgeiz, Penetranz. Und in naher Zukunft das „Handbuch Aminosäuren“.

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Deutschland hat Rücken

28.01.2019

Lautet der Titel eines SPIEGEL-Bestsellers von Liebscher-Bracht und Dr. Bracht. Ein Büchlein, das mir in den letzten Wochen zunehmend Freude bereitet. Weil es sich nicht nur gründlich und umfassend mit dem typischen Rückenschmerz beschäftigt, sondern auch sehr anschaulich und praktisch Vorschläge macht, nach langen, langen Jahren endlich einmal schmerzfrei zu werden. Betrifft ja fast alle von uns.

Das gelingt mit einer Grundidee, mit einem Bild. Unerlässlich, wenn ein Mensch sich ändern möchte: Er braucht ein Bild. Eine Vorstellung. Von der Ursache seiner Beschwerden. Erst dann kann er selbst tätig werden oder die richtigen Fachleute um Hilfe bitten.

Die richtigen Fachleute? Jedenfalls nicht die Orthopäden. Das hat wohl jeder von uns verstanden. Diese wunderhübsche Grundidee, um was es geht, lässt sich wie folgt skizzieren:

  • Der Mensch hat eine Vorder- und eine Rückseite. Er hat vorne Muskeln und hinten Muskeln. Seltsam: warum tut es immer hinten weh? Warum ganz selten vorne?

    Weil nicht der verkürzte Muskel, sondern nur der gedehnte Muskel Schmerzen bereitet. Der Schmerz sitzt auch nicht im Muskel selbst, sondern natürlich an den Sehnenansätzen. An den Muskelenden. Dort sitzen Schmerzrezeptoren. Wird der Muskel stark gedehnt, melden die: „Vorsicht! Verletzungsgefahr!“ und tun weh.

  • Folgt eine betrübliche Tatsache: Der Mensch ist fast immer vornüber geneigt. Nämlich beim Sitzen, auch beim Schlafen in der typischen Seitenlage, oft auch beim Gehen. Heißt übersetzt: die Vorderseite verkürzt. Bauchmuskeln „schrumpfen“ zusammen, desgleichen Beckenbeuger (sitzen im Becken. Ziehen Sie einfach mal das Bein an, dann wissen Sie Bescheid).
  • Wenn der Mensch nach vorne gekrümmt ist (Sie am Schreibtisch), werden notgedrungen die hinteren Muskeln, die Rückenmuskeln gedehnt. Leider dauergedehnt. Stundenlang gedehnt. Nicht im dynamischen Wechsel wie beim Sport. Sehen Sie: so beginnt der Rückenschmerz.

Abhilfe? Da kommen Sie selbst drauf. Das Ideal ist wieder einmal die Afrikanerin, die in der Steppe 10 km mit dem Wasserkrug auf dem Kopf – freischwebend! – dahinschreitet. Da ist nix verkürzt und nix verdehnt. Die kann keine Rückenschmerzen bekommen.

Übrigens auch Grundidee von Feldenkrais. Äußerst hilfreich – hab genügend eigene Erfahrung – ist manuelle Therapie auf modern: Faszientherapie. Jedenfalls hilfreiche Hände, die die Schmerzpunkte (Triggerpunkte) in Ihrem Rücken, Gesäß, den Oberschenkeln erspüren und – leider nur kurzfristig – entspannen.

Die wesentliche Grundidee heißt also: AUFRICHTEN!

Das Besondere an dem Büchlein „Deutschland hat Rücken“: Es beantwortet jede, buchstäblich jede Frage, die Sie zu diesem Thema haben können. Von der „Mode-Diagnose Iliosakralgelenk (ISG)“ bis hin zu „Hilft Krafttraining?“.

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