Ehrgeiz, Penetranz und Ausdauer…

Die Lavawüste von Hawaii

31.01.2019

Davon haben Sie in letzter Zeit häufiger gehört. Die Lavawüste als ultimativer Test. Wenn Sie wollen, als unschlagbares Trainingsmittel, um Ehrgeiz, Penetranz, Ausdauer zu erreichen.

Also Eigenschaften, die Sie in unserer Weltsicht brauchen, wenn Sie erfolgreich sein möchten. Ob nun privat oder beruflich. Sie müssen durchhalten können. Denn dass das Leben ein Kinderspiel ist, stimmt einfach nicht. Weiß jeder von uns.

Man stößt beinahe täglich auf Hindernisse, auf Mauern, auf Fallgruben. Oft genug muss man einfach wieder von vorne anfangen. Zum Beispiel nach einer Geschäftsaufgabe, zum Beispiel in einem neuen Job. Darf man alles wieder von vorne beginnen, darf man sich abstrampeln.

Ehrgeiz, Penetranz und Ausdauer… wenn man die hätte, käme man auch ans gewünschte Ziel.

Und die Lavawüsten von Hawaii sind für mich der ultimative Test. Habe dann zwei Mal gewagt hinzuschreiben:

 

Für jeden von Ihnen.

 

Das meine ich auch so. Wörtlich. Für jeden ohne Ausnahme. Habe angedeutet, dass es auf Hawaii schließlich auch 120 Kilo-Brocken gegeben hat, genauso wie Menschen ohne Beine. Querschnittsgelähmte. Polio-gelähmte. Die saßen halt im Rollstuhl. Wie man da schwimmt? Kaufen Sie sich eine DVD, gucken Sie sich es an.

Und schämen Sie sich. Genau darauf möchte ich hinaus.

Lassen Sie mich das „Schämen“ illustrieren an meiner Lieblingsgeschichte von Hawaii. Da gibt´s eine Sarah Reinertsen. Eine junge Frau mit nur einem Bein. Seit Kindheit. Links trägt sie eine Prothese. Ab der Hüfte. Ein wichtiger Punkt. Ohne Oberschenkelmuskulatur kann man nicht Radfahren. Kann man nicht treten. Kann man sich nur auf das andere Bein verlassen. Schwierig.

 

Sarah wurde in der Kindheit vom Sport ausgeschlossen. Hat natürlich ihre Seele verletzt. Übliche Trotzreaktion: jetzt erst recht. Wurde Sportlerin mit einem Bein. Trat 2004 in Hawaii an. Schwamm, radelte einbeinig durch die Lavawüste und kam 15 min. zu spät in die Wechselzone.

Durfte nicht mehr weiter machen. Durfte den Marathon nicht rennen.

 

In meine Seele gebrannt hat sich das Bild der jungen Dame, am Straßenrand auf einer Kiste sitzend, bitterlich weinend. Schluchzend tief aus einer verwundeten Seele. Schwarze, hilflose Verzweiflung. Und weshalb weinte sie so bitterlich?

 

WEIL SIE
DEN MARATHON
NICHT RENNEN DURFTE

 

Das Bild habe ich jeden Tag vor Augen in der Praxis. Wenn ich mit Ihnen über das Thema Bewegung spreche. Ein bisschen Joggen. Manchmal sogar das Wort Marathon in den Mund nehme und – das blanke Unverständnis in Ihren Augen lese. Das innerliche Kopfschütteln.

Und Sie haben zwei Beine. Gesunde Beine. Könnten die benutzen. Wenden sich mit Schaudern schon von dem Gedanken Marathon ab.

Und Sarah, die einbeinig Behinderte, zerfließt in Tränen, weil sie

 

DEN MARATHON
NICHT RENNEN DARF

 

Verstanden? Weshalb es mich in unseren täglichen Gesprächen oft genug schaudert? Jetzt verstehen Sie meine Aufforderung: Schämen Sie sich!

Sarah hat im Jahr darauf die Lavawüste von Hawaii bezwungen (erstes Bild). Die wird den Rest des Lebens unangreifbar sein. Die muss bei allem, was sie anpackt, Erfolg haben. Weil sie einfach nie mehr nachgeben wird. Weil sie WEIß, dass sie durchhalten wird. Wer die Lavawüste von Hawaii überstanden hat, wird unverwundbar.

Nur um jeden Einwand beiseite zu wischen, ein zweites Bild anbei. Scott Ringsby. Mit 18 Autounfall. Jetzt fehlen beide Beine. Und er hat´s auch geschafft. Mit deutlichem Übergewicht. Aber geschafft.

Nicht fehlen dürfen die Querschnittsgelähmten, die durch Polio gelähmten im Rollstuhl wie Minda Dentler. Haben Sie eine Vorstellung, wie man ohne Beine vier Kilometer im Ozean schwimmt? Und dann nur mit der Kraft der Arme 180 km Rad fährt, 42 km den Rolli bewegt? Bei der Hitze? Bei dem Wind? Allein schon eine kurze 10%ige Steigung mit dem Rollstuhl zu überwinden… für unsereinen unmöglich. Das machen die rückwärts, übrigens.

Fazit: Jeder kann. Jeder von Ihnen. Auch Blinde haben´s getan. Warum nicht einmal ausbrechen aus dem Alltag? Sich ein unmögliches Ziel setzen? Wir reden schließlich nicht vom Mount Everest und Lebensgefahr, wir reden hier von einem zivilisierten, betreuten, freilich unmöglich erscheinenden Wettkampf.

Sie ahnen, dass noch etwas kommt. Den wirklichen Grund, sich dieses unmögliche Ziel zu setzen hatte ich Ihnen am 31.12.2018 genannt: die Überwindung der Resignation. Die jeden von uns nach langen beruflichen Jahren, oft genug nach langjähriger Ehe befällt. Und die Überwindung heißt:

 

INNERE BEGEISTERUNG

 

Ein Versprechen. Am Ziel von Hawaii unter dem Banyan-Baum finden Sie sich auf einer völlig neuen Gefühlsebene wieder. Sie haben das Leitmotiv Ihrer Jugend wieder gefunden: Die innere Begeisterung.

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