Was sich im Darm tummelt

Darm und Herz  Benutzerbild von Rolf1973

05.02.2019

Was sich im Darm tummelt – mehr als 500 verschiedene Bakterienarten, Pilze und weitere Einzeller – rückt immer mehr in den Mittelpunkt medizinischer Aufmerksamkeit. Heißt ganz elegant Mikrobiom.

Bei einer Analyse im Rahmen der Bogalusa-Herzstudie haben Wissenschaftler die Vielfalt der Darmbakterien bei unterschiedlichen Patientengruppen verglichen. Auf der einen Seite untersuchen sie die Darmbakterien der Probanden mit den höchsten Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und auf der anderen Seite die Bakterien der Studienteilnehmer mit den wenigsten Risikofaktoren.

Dabei stellten sie einen signifikanten Unterschied fest: Die Personen mit den geringsten Risikofaktoren wiesen die größte Vielfalt an Bakterienarten auf. Heißt für Sie: Viele verschiedene Darmbakterien – starkes Herz!

Naturvölker, die noch als Jäger und Sammler leben wie beispielsweise die Hadza in Tansania, verfügen über ein viel breiteres Mikrobiom als Menschen aus den Industrienationen. Und siehe da: Bei diesem Stamm sind chronische Erkrankungen praktisch unbekannt.

Viele Medikamente schädigen das Mikrobiom. In einem Artikel in der Märzausgabe 2018 des renommierten Wissenschaftsjournals Nature war zu lesen, dass ein Viertel von 835 getesteten Medikamenten das Wachstum von Darmbakterien behindere. Überprüft wurden gängige Mittel, die bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, bei Diabetes, bei Schmerzen, bei neuronalen oder hormonellen Veränderungen usw. verabreicht werden. Die Auswahl umfasste ganz unterschiedliche Pharmaka. Querbeet sozusagen – die negativen Auswirkungen auf den Darm wurden dann ebenfalls querbeet gefunden. Das überraschte die Wissenschaftler selbst, da bislang bei keinem der Arzneistoffe die Auswirkungen auf den Darm bekannt waren.

NEU! Ahnungslosigkeit – sehr wohl auch bei mir – bei allen Ärzten, die diese Medikamente selbstverständlich täglich verschreiben.

Kleine Einschränkung zu meinen Gunsten: Ich verschreibe die nicht. Wir verschreiben Natur.

Probiotika, so heißen die Darmbakterien, die Sie kaufen können, helfen vor allem nach einer Antibiotikabehandlung oder nach der Einnahme anderer Medikamente, die das Mikrobiom durcheinandergebracht haben. Die Bakterien helfen bei der Neubesiedelung des Darms.

Darmbakterien sollten nur für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden, denn sie sind eher Monokulturen als ökologische Vielfalt. Die vielen verschiedenen Arten, die Sie brauchen, bekommen Sie nur durch eine genetisch korrekte Kost, nicht durch irgendwelche Milchsäurebakterien aus Tütchen.

Quelle? Überraschung! Finden Sie in einem Buch über Herzgesundheit! Ab 11. Februar 2019 in dem neu überarbeiteten Bestseller „77 Tipps für ein gesundes Herz“.

 

 

Ketose stoppt Entzündung

12.11.2018

Und Entzündung ist die tiefere Ursache fast jeder Zivilisationskrankheit. Kommt hinzu, dass Entzündung in der Regel weh tut. Interpretiere ich als natürliches Warnsignal, diesen Schmerz. Der uns sagt:

„Du, du hast da eine Entzündung. Damit du das merkst, tue ich dir weh. Eine Entzündung sollte dein Körper von selbst heilen können. Er sollte die Abwehrstoffe (Immunsystem) besitzen.

Nur… wenn du jetzt, da dein Körper gegen diese Entzündung hoffentlich kämpft, tagtäglich noch eine weitere, massive Entzündung darauf packst.. ist dein Körper wahrscheinlich überfordert. Du wirst und bleibst krank.“

Zum Beispiel Multiple Sklerose (doch, doch). Zum Beispiel Rheuma. Zum Beispiel Asthma. Aber auch Depression. Erinnern Sie sich? Im Kernspin Depressiver finden sich regelmäßig Entzündungszeichen im Gehirn.

Und statt den Körper diese Entzündung und damit die Depression heilen zu lassen, packen die tagtäglich neue Entzündung drauf. Damit´s so schön einbrennt. So richtig weh tut. Die Depression so richtig schwer wird.

Lange genug gespottet? Worum geht es eigentlich? Wer packt hier welche Entzündung immer noch oben drauf?

Wurde 2017 an der Uni of California untersucht. Da gibt es einen wesentlichen Entzündungsfaktor namens NF-kB. Der produziert Entzündung.

Sowohl ketogene Ernährung wie auch einfaches Hungern heißt ja weniger Glukose, einen kleineren Glukosestoffwechsel. Durch Abwesenheit von Glukose wurde nun in den Zellen von untersuchten Ratten der Signalweg dieses NF-kB gehemmt, was Entzündung „einschlafen“ ließ.

Das Gegenteil wurde ebenfalls gezeigt: hohe Glukoseverfügbarkeit (ein Mars-Riegel) aktiviert diesen pro-entzündlichen Signalweg. Kurzum:

Zucker fördert Entzündung, die Abwesenheit von Zucker hemmt entzündliche Prozesse.

Das war´s eigentlich schon. Deswegen glauben wir mehr und immer mehr an die fast magische Wirkung der Ketose, besser gesagt des Verzichtes auf Kohlenhydrate wie Zucker, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln.

Die fast magische Wirkung! So schwer dem Patienten zu vermitteln, dem das alles so fremd ist und in seiner Bedeutung kaum vorstellbar.

Deshalb wirkt Ketose ja so wundersam nicht nur bei Asthma, bei Rheuma, bei Depression, sondern eben auch bei Alzheimer, Multipler Sklerose und so weiter. Sie finden in diesen news reichlich Beweise zum Thema.

Quelle: Nat Commun 8(1). 624 (shen 2017)

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