Kurkuma, die Gelbwurzel

Kurkuma

07.03.2019

Kurkuma, die Gelbwurzel, enthält 3% Curcumin. Verantwortlich für die gelbe Farbe (siehe Curry). Curcumin ist nicht wasserlöslich, wird vom Körper fast nicht aufgenommen. Außer…

Außer… man mischt es mit Pfeffer. Mit Piperidin und/oder ein bisschen Öl. Weiter verbessert (patentiert) heißt das Ganze Curcugreen, bestehend aus 86% Curcuminoiden und 9% Ölen. Wird dann etwa 20 Mal besser vom Darm aufgenommen.

Was heißt weiter verbessert? Was ist das einzigartige an Curcugreen? Man hat nicht nur das Curcumin aus der Wurzel gelöst, sondern sämtliche anderen aktiven Bestandteile, genannt Tumerone. Durch die synergistische Wirkung aller aktiven Inhaltsstoffe steigt die Heil-Wirkung noch einmal wesentlich an.

Warum das so wichtig ist? Wissen Sie doch alle.

Curcumin scheint – ein weithin akzeptierter Glaube unter Wissenschaftlern – verantwortlich zu sein für den dramatischen Unterschied der Krebshäufigkeit in Indien und den USA (also uns). So wurde Curcumin die am besten erforschte Anti-Krebs-Verbindung aus dem Bereich der pflanzlichen Therapeutika. Und was hat man herausgefunden?

 

  • Curcumin reduziert die Wirkung eines Enzymes, welches chronische Entzündung im Körper hervorruft (Cox 2). Entzündungen, die bei der Entstehung von Krebs genauso wie anderer chronischer Erkrankungen eine „bedeutende Rolle“ spielen.
  • Curcumin hemmt den VEGF. Ein Wachstumsfaktor für die Blutversorgung eines jeden Tumors.
  • Curcumin reaktiviert, stimuliert also das Schlüssel-Tumor-Suppressor-Gen (p53) (unterdrückt also Krebs) und hemmt Metastasenbildung.
  • Curcumin hemmt besonders effektiv Krebszellen (B-Lymphom-Zellen) und verhindert – besonders wichtig – die Vermehrung von Krebsstammzellen.
  • Curcumin steigert die Wirksamkeit von Chemotherapeutika, schützt gleichzeitig gesunde Zellen vor deren Giftigkeit.

 

Ganz erstaunliche Eigenschaften, alle in vielfachen wissenschaftlichen Studien belegt. Akzeptiert. Nachzulesen auch bei Prof. Béliveau „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ (Tabelle unten).

Dennoch wurde diese Wundersubstanz erst in wenigen klinischen Studien z. B. gegen den Dickdarmkrebs am Menschen studiert.

Noch einmal: Curcumin, besser noch der gesamte Wurzelinhalt (s.o.) ist typisch, ist spezifisch indisches Essen. Hat die oben genannten Eigenschaften. Kann also tatsächlich verantwortlich sein für die jetzt folgende Tabelle. Staunen Sie mit:

Quelle: Chefarzt Dr. Douwes in: OM&Ernährung 2018, Nr. 165, S. F37

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Sauerstoffmangel

06.03.2019

Klingt gefährlich. Denn wir wissen: Sauerstoffmangel im Gehirn führt zu Schlaganfall mit Lähmungen. Sauerstoffmangel im Herz heißt Herzinfarkt und möglicher Tod. Also wünschen wir uns so viel wie möglich Sauerstoff im Körper. Einverstanden.

Wenn da nicht das Höhen-Training wäre. Wenn man nicht wüsste, dass man durch Training in der Höhe, bei weniger Sauerstoff in der Luft es zwar anfangs schwer hat, dann aber sich adaptiert, daran gewöhnt. Und, zurückgekehrt auf Normalhöhe, deutlich bessere sportliche Leistungen bringen kann.

Also, was jetzt?

Tatsächlich ist zu viel Sauerstoff auch schädlich. 2017 wurde im LANCET gezeigt, dass Patienten auf der Intensivstation, großzügig mit Sauerstoff beatmet, ein 21% höheres Sterberisiko hatten im Vergleich zu Patienten, bei welchen an Sauerstoff eher gespart war. Man vermutet, dass der Schaden durch zu viel oxidativen Stress (freie Radikale) verursacht wird.
An der Uni of Texas hat man bei Mäusen einen künstlichen Herzinfarkt verursacht. Hat sie dann zwei Wochen lang Luft mit nur 7% Sauerstoff atmen lassen. Entspricht etwa dem Gipfel des Mount Everest. Was passiert?

  • Die Herzmuskelzellen fingen an sich zu teilen, wurden mehr.
  • Die Pumpkraft des Herzens nahm deutlich zu.

Veröffentlicht 2017 NATURE. Die Forscher konnten zeigen, dass der positive Effekt von Sauerstoffmangel durch weniger oxidativen Stress erklärt wurde.
Also ein stärkeres Herz, wenn man zwei Wochen oben auf dem Mount Everest steht? Schwerst atmet? Nun ja, an Mäusen bewiesen. Hintergrund: weniger oxidativer Stress durch weniger Sauerstoff.

Erinnert mich an Professor Ristow, vormals Jena, jetzt Zürich. Der einmal hochwissenschaftlich durch Muskelbiopsien (man höre und staune) bewiesen hat, dass Vitamin C und Vitamin E die Hälfte aller freien Radikale wegfängt, die durch den Sport erzeugt werden. Heißt übersetzt ja: Sport schadet. Kurzfristig.
Bekannt. Nützt aber langfristig. Der Körper adaptiert sich an diese vermehrte Zahl freie Radikale, schafft sich ein noch besseres Abwehrsystem.
Professor Ristow damals bis heute warnt vor Vitamin C, Vitamin E beim Sportler. Man würde dadurch sportliche Leistungsverbesserung verhindern. Verhindern! Deswegen betont er ja auch – peinlich – dass Obst, welches ja die gleichen Vitamine enthält, zwar nützlich sei, aber
trotz der Vitamine.
Des Rätsels Lösung: Er spricht von kurzfristen Effekten. Wir leben aber doch wohl langfristig. Wir treiben Sport langfristig. Und da lerne ich aus den obigen Arbeiten
Oxidativer Stress, freie Radikale schaden. Auf Dauer. Weniger oxidativer Stress, weniger freie Radikale nützen meinem Herzen.
Also nehme ich – Professor Ristow möge weghören – täglich Vitamin C, täglich Vitamin E. Freilich noch mehr.

Quelle: DER SPIEGEL Nr. 4/19.01.2019 Seite 93

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