„Rette sich, wer kann!“

Pharma macht keinen Fehler

14.05.2019

Wenn man das große Ganze betrachtet. Hatte Ihnen kürzlich von einem ganz außergewöhnlichen, neuartigen Fehler der Pharma berichtet. Gemeint war die Firma Gilead (News vom 04.03.2019). Die hat 2014 einen erstmals wirklich wirksamen Wirkstoff gegen Hepatitis C entwickelt. Half in 90% und wurde abgemahnt.

Abgemahnt von Goldmann Sachs. Sie würde ihre Bilanz ruinieren. Könnte Bankrott gehen. Denn: Wenn die Hepatitis C – Patienten so überraschend geheilt werden, bleibt ja nach einigen Jahren niemand mehr übrig, der dieses teure Medikament anwenden könne.

So weit, so richtig.

Bis ich bei Sven Böttcher in „Rette sich, wer kann!“ die außerordentlich lustige Vorgeschichte dazu nachlese. Böttcher ist wirklich ein humorvoller Scherzkeks. Der erklärt mir:

 

Die indische Regierung hat die Patentierung dieses Hepatitis C- Medikamentes (Harvoni) einfach nicht anerkannt. Hat das Mittel selbst hergestellt. Und für 300 Dollar an kranke Inder verkauft. Hat sicher dabei ein bisschen Geld verdient.

 

In der USA lag der Preis, festgesetzt vom Anbieter, anfangs marginal höher, nämlich bei 94.500 Dollar für die acht bis zwölf wöchige Therapie.

 

Nach „intensiven Verhandlungen“ lag der US-Preis dann 2016 nur noch bei 50.400 Dollar.

 

Ich glaube also, Goldmann Sachs hatte Unrecht. Eine solche Firma Gilead kann nicht Pleite gehen. Die hat ihr Schäfchen längst im Trockenen.

Weil mich das Geschichtlein so amüsiert hat, hab ich weiter gelesen. Ach, wenn Sie wüssten. Lachen Sie einfach mit:

 

„Fast vorbildlich verhielt sich in dieser Hinsicht jüngst die Firma Aspen Pharmacare mit Sitz in Südafrika und Dublin, die 2017 der Firma GlaxoSmithKline für 273 Millionen Euro fünf Chemotherapie-Firmen abkaufte, deren Produktpatente gerade ausgelaufen waren – und anschließend eine winzige Gesetzeslücke nutzte, um die Preise für diese Produkte marginal zu erhöhen, um etwa 4000 Prozent. Da kann natürlich keiner Nein sagen.“

 

Diese kleinen Leckerbissen haben mich so amüsiert, dass ich weiter gestöbert habe bei Sven Böttcher. Staunen Sie bitte mit:

 

„Denn mancher Hersteller ahnt ja zumindest von den Nebenwirkungen seiner Blockbuster, zieht es aber vor, diese Ahnung für sich zu behalten. Wird das versehentliche Ableben von etlichen Patienten dann am Ende doch aufgeklärt, kommen zwar immer wieder mal ein paar hundert Millionen oder gar auf einen Schlag einige Milliarden an Vergleichszahlungen zusammen. Doch selbst durch solche kleinere Missgeschicke geraten Hersteller kaum einmal existenziell ins Wanken.“

 

Beispiele gefällig?

 

  • Pfizer 2,3 Milliarden Dollar 2009
  • EliLilly 1,4 Milliarden Dollar 2009
  • AstraSeneca 523 Millionen Dollar 2009
  • Novartis 423 Millionen Dollar 2010
  • GlaxoSmithKline 3 Milliarden US Dollar 2011
  • Johnson&Johnson 1,1 Milliarden US Dollar 2012
  • Abbott 1,5 Milliarden US Dollar 2012

 

Wird mir ganz leicht ums Herz. Ich erzähl Ihnen ja ständig Geschichtlein über gefährliche Pharmatabletten. Über Statine, über ASS, über Betablocker… und so richtig glauben Sie mir ja nicht. Tja. Die Nebenwirkungen sind offenbar ziemlich gravierend und sehr, sehr teuer, wie Sie oben (erstmals in Ihrem Leben) lernen dürfen. Bloß hört man davon nichts.

So daher reden darf ich deshalb, weil die MEDIZIN Alternativen kennt. Weil wir Bluthochdruck harmlos heilen können, weil Diabetes kein wirkliches Problem darstellt. Weil auch Autoimmun-Krankheiten wie MS der MEDIZIN zugänglich sind.

Ach ja: Dieser Herr Böttcher ist selbst MS-Patient. Seit 2005. War 2008 (gelähmt von Armen bis Zwerchfell) praktisch tot. Hat dann selbst nachgedacht, selbst gelesen, sich „geheilt“. Kann jedenfalls wieder Tennis spielen. Ist gelernter Schriftsteller, Drehbuchautor, hat einen SPIEGEL-Bestseller.

Quelle: Sven Böttcher „Rette sich, wer kann!“. Wenn Sie mal so richtig lachen wollen.

 

Antidepressiva und ihre Wirkung

Artikel .1013 vom 13.05.2018

Weil so wichtig, weil für Millionen von ihnen lebensentscheidend (Lebensqualität), nach einem Jahr noch einmal deutliche Aufklärung.

Schrieb doch die Berliner-Zeitung kürzlich: „Antidepressiva erzielen gute Wirkung“. Das klingt gut. Das klingt hoffnungsfroh. Liegt voll im Trend der Zeit: Bloß nichts selber tun. Lieber andere arbeiten lassen. Zum Beispiel die Pharmafirma. Die macht uns dann Pillen. Die vertreibt alle Sorgen. Endlich hilft mir jemand aus meiner Seelennot…

Dagegen hätte auch ich gar nichts einzuwenden, wenn das wirklich so wäre. Ist natürlich glatt gelogen. Da haben wir sie wieder, die Medien.

Im Text nämlich wird der Direktor der Mainzer Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Herr Professor Dr. Klaus Lieb zitiert. Und da klingt das alles schon ganz anders. Der nämlich sagt:

„Antidepressiva seien der Behandlung mit einem Scheinmedikament „leicht bis moderat“ überlegen“.

Und fügt ein allerdings hinzu:

„Allerdings müsse man sich im Klaren sein, dass nicht jeder Patient von der Behandlung profitiere“.

Tja. Das klingt schon ein bisschen wahrhaftiger. Es gibt ja auch die Gegenseite. Die Kritiker. Wie seinerzeit der SPIEGEL. Die da sagen: Antidepressiva

  • werden viel zu häufig verschrieben
  • wirken nicht besser als Scheinmedikamente
  • hätten zum Teil gravierende Nebenwirkungen

Zu häufig? Ich habe mal nachgerechnet. Täglich 3,84 Millionen solcher Tabletten. Jeden Tag in Deutschland. Und die Tablettenschlucker fahren Auto. Und die sitzen im Bundestag. Und Sie, der brave, nüchterne Bundesbürger, wundert sich?

Ach, wissen Sie, das mit dem nüchtern. Damit sind ja SIE gemeint. Soeben erfahre ich, dass jedes Jahr in Deutschland

  • 1000 Menschen an Heroin sterben
  • 40 000 Menschen an Alkohol sterben
  • 100 000 Menschen am Rauchen sterben

Auch alles Drogen. Und es gibt vor dem Tod ja noch ein kläglich-leidvolles Leben nach Herzinfarkt (Rauchen), mit Nervenentzündung (Alkohol). Wieviel Schüler bekommen Ritalin, ein Amphetamin? Wie viele Lehrer schlucken das inzwischen auch, weil sie die wunderbare Wirkung natürlich vor Augen haben? Aber zurück zu den Antidepressiva:

  • Bei leichten Depressionen sollen keine geschluckt werden. Ausdrücklich! Laut Leitlinien.
  • Bei mittelschweren Depressionen, den meisten, gilt die 5 Prozent-Regel. News vom 18.07.2016.
  • Die 5 Prozent-Regel? Antidepressiva helfen in 35%, Placebo in 30%.
  • Bei schweren Depressionen „sollte immer ein Antidepressivum verabreicht werden“. So die Leitlinien. Der Meinung bin ich auch. Nur: für möglichst kurze Zeit!

Alternativen übrigens kommen in dem Artikel, im Denken dieser Ärzte nicht vor. Antidepressiva wirken ja fast ausschließlich als SSRI. Wollen also den synaptischen Spalt anreichern mit Serotonin. Völlig richtig, der Gedanke. Nur… warum nicht gleich auf natürlichem Wege? Weshalb nicht mit Tryptophan (plus Zink, Magnesium, B6, Vitamin D). Kann ich Ihnen verraten.

Tryptophan gibt’s rezeptfrei
Wird also eigenverantwortlich genommen.

Das klingt ja beinahe so absurd, als ob man Religion persönlich ausüben könne („Liebe deinen Nächsten“), also ohne ordnende Hand der Kirche…. Bevor ich hier weiter räsoniere, höre ich lieber auf. Verstehen Sie. Ich würde sonst zu deutlich.

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/wissen/522-studien-ausgewertet-antidepressiva-erzielen-gute-wirkung-29739550
Ach ja, falls Sie sich fragen, weshalb Ärzte trotz nachgewiesener und zugegebener praktischer Unwirksamkeit (nur 5%) dennoch Psychopharmaka in riesigen Mengen verschreiben? Die Antwort gibt uns Prof. Angermeyer, ehemals Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Leipzig. Der verrät etwas Ungeheuerliches:

„Die zwiespältigen wissenschaftlichen Studien lagen zwar auf dem Tisch, wurden aber nicht veröffentlicht. Genauer: Bei der FDA (USA) waren 37 Studien mit positivem Ergebnis und 33 Studien mit negativem oder fraglichem Ergebnis registriert.

Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, also publiziert wurden 36 der 37 positiven, aber nur 3 der 33 negativen Studien.“

Kein Kommentar von mir. Bitte denken Sie sich Ihren Teil. Und Sie haben geglaubt, nur Politik sei ein schmutziges Geschäft?

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Pharma macht keinen Fehler

14.05.2019

Wenn man das große Ganze betrachtet. Hatte Ihnen kürzlich von einem ganz außergewöhnlichen, neuartigen Fehler der Pharma berichtet. Gemeint war die Firma Gilead (News vom 04.03.2019). Die hat 2014 einen erstmals wirklich wirksamen Wirkstoff gegen Hepatitis C entwickelt. Half in 90% und wurde abgemahnt.

Abgemahnt von Goldmann Sachs. Sie würde ihre Bilanz ruinieren. Könnte Bankrott gehen. Denn: Wenn die Hepatitis C – Patienten so überraschend geheilt werden, bleibt ja nach einigen Jahren niemand mehr übrig, der dieses teure Medikament anwenden könne.

So weit, so richtig.

Bis ich bei Sven Böttcher in „Rette sich, wer kann!“ die außerordentlich lustige Vorgeschichte dazu nachlese. Böttcher ist wirklich ein humorvoller Scherzkeks. Der erklärt mir:

 

Die indische Regierung hat die Patentierung dieses Hepatitis C- Medikamentes (Harvoni) einfach nicht anerkannt. Hat das Mittel selbst hergestellt. Und für 300 Dollar an kranke Inder verkauft. Hat sicher dabei ein bisschen Geld verdient.

 

In der USA lag der Preis, festgesetzt vom Anbieter, anfangs marginal höher, nämlich bei 94.500 Dollar für die acht bis zwölf wöchige Therapie.

 

Nach „intensiven Verhandlungen“ lag der US-Preis dann 2016 nur noch bei 50.400 Dollar.

 

Ich glaube also, Goldmann Sachs hatte Unrecht. Eine solche Firma Gilead kann nicht Pleite gehen. Die hat ihr Schäfchen längst im Trockenen.

Weil mich das Geschichtlein so amüsiert hat, hab ich weiter gelesen. Ach, wenn Sie wüssten. Lachen Sie einfach mit:

 

„Fast vorbildlich verhielt sich in dieser Hinsicht jüngst die Firma Aspen Pharmacare mit Sitz in Südafrika und Dublin, die 2017 der Firma GlaxoSmithKline für 273 Millionen Euro fünf Chemotherapie-Firmen abkaufte, deren Produktpatente gerade ausgelaufen waren – und anschließend eine winzige Gesetzeslücke nutzte, um die Preise für diese Produkte marginal zu erhöhen, um etwa 4000 Prozent. Da kann natürlich keiner Nein sagen.“

 

Diese kleinen Leckerbissen haben mich so amüsiert, dass ich weiter gestöbert habe bei Sven Böttcher. Staunen Sie bitte mit:

 

„Denn mancher Hersteller ahnt ja zumindest von den Nebenwirkungen seiner Blockbuster, zieht es aber vor, diese Ahnung für sich zu behalten. Wird das versehentliche Ableben von etlichen Patienten dann am Ende doch aufgeklärt, kommen zwar immer wieder mal ein paar hundert Millionen oder gar auf einen Schlag einige Milliarden an Vergleichszahlungen zusammen. Doch selbst durch solche kleinere Missgeschicke geraten Hersteller kaum einmal existenziell ins Wanken.“

 

Beispiele gefällig?

 

  • Pfizer 2,3 Milliarden Dollar 2009
  • EliLilly 1,4 Milliarden Dollar 2009
  • AstraSeneca 523 Millionen Dollar 2009
  • Novartis 423 Millionen Dollar 2010
  • GlaxoSmithKline 3 Milliarden US Dollar 2011
  • Johnson&Johnson 1,1 Milliarden US Dollar 2012
  • Abbott 1,5 Milliarden US Dollar 2012

 

Wird mir ganz leicht ums Herz. Ich erzähl Ihnen ja ständig Geschichtlein über gefährliche Pharmatabletten. Über Statine, über ASS, über Betablocker… und so richtig glauben Sie mir ja nicht. Tja. Die Nebenwirkungen sind offenbar ziemlich gravierend und sehr, sehr teuer, wie Sie oben (erstmals in Ihrem Leben) lernen dürfen. Bloß hört man davon nichts.

So daher reden darf ich deshalb, weil die MEDIZIN Alternativen kennt. Weil wir Bluthochdruck harmlos heilen können, weil Diabetes kein wirkliches Problem darstellt. Weil auch Autoimmun-Krankheiten wie MS der MEDIZIN zugänglich sind.

Ach ja: Dieser Herr Böttcher ist selbst MS-Patient. Seit 2005. War 2008 (gelähmt von Armen bis Zwerchfell) praktisch tot. Hat dann selbst nachgedacht, selbst gelesen, sich „geheilt“. Kann jedenfalls wieder Tennis spielen. Ist gelernter Schriftsteller, Drehbuchautor, hat einen SPIEGEL-Bestseller.

Quelle: Sven Böttcher „Rette sich, wer kann!“. Wenn Sie mal so richtig lachen wollen.

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