Ein steter Vorwurf an die Schulmedizin

Ganzheitliche Medizin

30.05.2019

Ein steter Vorwurf an die Schulmedizin lautet, sie würde den Menschen in einzelne Abschnitte unterteilen, und nicht im Ganzen sehen. Würde also das Herz behandeln, oder die Galle, oder die Lunge, oder den Darm….

Dabei stecke doch hinter jedem Organ ein ganzer Mensch, den man zumindest mitbehandeln müsste.

Müsste.

Nehmen Sie Herzrhythmusstörungen. Was tut die Schulmedizin? Durchtrennt ein Nervenbündel (Ablatio), oder pflanzt einen Schrittmacher ein (News vom 29.03.2019). Dabei spinnt das Herz doch beispielweise nur, weil es vom Zwerchfell hochgequetscht wird durch – na raten Sie mal – 30 kg Bauchspeck. Müsste man also nur zur Gewichtsreduktion raten, oder? Oder das Herz ist einfach zu wenig Ausdauertrainiert, ist zu schwach, dadurch anfällig für Rhythmusstörungen. Müsste man Marathon laufen empfehlen, oder? Oder der Mensch hat zu viel Stress, regt sich auf, produziert zu viel Adrenalin und das wiederum Herzrhythmusstörungen. Müsste man Entspannungstechniken vermitteln, oder?

Alles völlig richtige Ideen. Von Ihnen. Oft genug als Vorwurf an Kollegen in meiner Praxis geäußert: Die fehlende ganzheitliche Betrachtung des Menschen. Denk ich mir immer: „Sie haben einfach nicht nachgedacht“. Denn: Erklären Sie doch einem übergewichtigen Menschen mit Herzrhythmusstörungen, dass die wahrscheinlich verschwinden würden, wenn er nur abspecken würde. Da will der plötzlich gar nichts mehr hören von ganzheitlich. Der will, dass Sie ihm eine Tablette geben. Schon verstanden?

Zur Medizin gehören immer zwei.

Sehen Sie, das ist das neue, das überwältigende, gleichzeitig elegante bei der molekularmedizinischen Betrachtung des Menschen. Bei der Vorstellung, dass der Mensch aus Molekülen bestünde, und wenn diese Moleküle perfekt angeordnet seien, ginge es dem Menschen gut.

Wir müssen uns nur um Moleküle kümmern. Und die kann man messen, wie Sie wissen. Im Blut. Heißt übersetzt: Bitte bringen Sie Ihre Blutwerte in Ordnung, optimieren Sie, und der Körper wird… das ganze Geheimnis: Sich selbst heilen.
Beispiel Tryptophan. Haben Sie zu wenig. Verschreibe ich Ihnen. Dann rufen Sie mich an: Ich habe doch keine Depression. Ich habe keine Schlafstörung. Wozu Tryptophan? Nun: Haben Sie soeben gelesen: Sie hatten ja Darmbeschwerden: Man kann auch den Darm heilen mit Tryptophan (News vom 01.05.2019).
Wir müssen uns also gar nicht um die einzelnen Befindlichkeiten und Störungen kümmern, wir können gleich den zentralen Punkt ins Auge nehmen: Optimierung der Blutwerte. Dann wird – was auch immer für Beschwerden Sie haben – der Körper sich heilen können.
Ein wunderschöner Beweis, der mich verständlicherweise seit einigen Monaten strahlen lässt, ist der Nobelpreis Medizin 2018. Für die Behauptung und den Beweis, dass Krebs geheilt werden könne durch ein sehr, sehr starkes, kompetentes Immunsystem.
Und was messen wir? Ganz sicher erstmalig, möglicherweise immer noch einmalig in meiner Praxis? Das menschliche Immunsystem. Ganz präzise. Nämlich die Aminosäuren. Exakt aus diesen und aus nichts sonst besteht das Immunsystem. Was messen wir dazu? Vitamine & Co. Die Katalysatoren. Die das Immunsystem braucht, um zu funktionieren.

Wenn sogar nobelpreisgekrönt gezeigt wurde, dass auch Krebs entscheidend vom menschlichen Immunsystem gesteuert wird (haben Sie oder haben Sie nicht), dürfte das wohl für praktisch jede andere Krankheit auch stimmen. In meinen Augen übrigens auch für auto-immune-Erkrankungen (News „Gedanken zu Auto-immun“ 20.05.2019 www.drstrunz.de)

Wir haben mit der Molekularmedizin also den zentralen Punkt, das Wirkprinzip von Gesundheit in der Hand. Kaum einer von Ihnen wird sich das schon so klar und eindeutig durchdacht haben. Oder doch?

Kein Wunder, dass diese geheimnisvolle neue Medizin auf knochentrockener Naturwissenschaft beruht. Auf der Messung. Damit der üblichen, oftmals Ratemedizin weit, weit überlegen ist. Auch an wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit.

 

Das Strunz-Konzept

31.05.2019

Gast News Nr. 77

Wir sind daran interessiert, anderen zu helfen. Wir sind auch daran interessiert, andere zu motivieren, einander zu helfen. Beispiel: das überlastete Pflegesystem. Weil es an Pflegekräften mangelt, und „Generation Z“ scheinbar kein Interesse daran hat, als Pflegekraft zu arbeiten, fragt sich die Forschung, was denn eigentlich der treibende Faktor ist, der Menschen dazu verleitet, zu helfen.

Viele Faktoren sind bekannt. Einer sticht besonders heraus:
Gutes für andere zu tun, steigt mit höherem Einkommen.
Und ist überraschenderweise unabhängig von der bloßen Tatsache, dass man dann mehr Ressourcen (Geld) zur Verfügung hat oder weil dann das Helfen leichter fällt.

Gutes für andere zu tun ist eine Emotion. Ein Bündel aus Gefühlen, welches erst einmal wachsen muss, und wie in einer Studie des MIT gezeigt, soweit wachsen kann, dass man sogar das eigene Leben auf das Spiel setzt, um das Leben anderer zu retten.
Im besonders extremen Fall belegt am Beispiel derjenigen, die während des Dritten Reichs Juden aufnahmen (Mitchell Hoffman, „Does Higher Income Make You More Altruistic? Evidence from the Holocaust”, in: The Review of Economics and Statistics 2011 93:3, 876-887).

    • In 21 Ländern hat man die Menschen gezählt, die unter Lebensgefahr (Todesstrafe) Juden vor dem Holocaust gerettet haben. Dabei ergab sich:
    • In reicheren Ländern fanden sich mehr Retter als in armen Ländern.
  • Je reicher der Einzelne, desto eher hat er Juden gerettet.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass reichere Leute durch ihre Rettungsaktion mehr verlieren können, bleibt festzustellen: Altruismus nimmt zu mit wachsenden Einkommen.
Ein ganzes Land hilft also besonders dann, wenn es Wohlstand gibt. Der Prozess der Einkommenssteigerung ist in aller Regel begleitet von wachsender Selbstverantwortung, und dem souveränen Umgang mit Stress. Also mentaler Stärke.

Denn „überfordert sein von den Forderungen anderer“ ist ein guter Indikator, dass es uns mental schlecht geht (Schwartz, Carolyn ScD; Meisenhelder, Janice Bell DNSc, RN; Ma, Yunsheng MPH, and; Reed, George PhD, in: Psychosomatic Medicine: September-October 2003 – Volume 65 – Issue 5 – p 778-785).

Wir kommen also wieder auf Bewegung, Denken, Ernährung zurück. Soll ein Land Hilfsbereitschaft offerieren können, muss es Wohlstand generieren, muss es für Gesundheit sorgen.

Und um die Gesundheit kann sich jeder Einzelne nur selbst kümmern. Muss selbstverantwortlich handeln. Das lernt jeder Einzelne, wenn er sich um Einkommenssteigerung bemüht.

Was im Prinzip nichts weiter bedeutet, als an der gesellschaftlichen Wertschöpfung mit Fleiß und gutem Willen teilzunehmen.

Das Strunz-Konzept ist also deutlich mehr als ein Diät-Plan, Sport-Programm oder Meditationsanleitung. Es ist der Grundstock für ein gesundes, soziales, hilfsbereites System. Ob nun Einzel-Mensch oder ganzes Land.

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