Metabolische Energie

Energie 5.0

01.06.2019

Lautet die Überschrift eines ausgesprochenen glücklichen, zusammenfassenden Artikels zum wichtigsten Lebenselixier: Der Energie. Stammt von Dr. Siebrecht, dem „Mr. Carnitin“. Der offenbar über ein sehr systematisches Gehirn verfügt und uns in fünf Schritten Energie, praktische Energieerzeugung nahebringt. Ich schreib einfach ab (mehr oder weniger):

  • Metabolische Energie:
    Das erste Energiegetränk (Lucozade) wurde 1927 eingeführt. Ein reines Glukosegetränk. Hochwirksam für den körperlichen Arbeiter. Gift für den Sitzenbleiber. Sie kennen sich aus.
  • Stimulative Energie:
    Entdeckung des Koffein-Kicks. Typisches Beispiel RedBull. Koffein + Taurin. Auch hier kennen Sie sich aus (News vom 13.04.2017).
    Leider hilft das nur zwei Stunden. Dann kommt so etwas wie ein „Nebennieren-Burn-out“. Abhilfe? Ein schwächeres, länger wirksamendes Koffein wie Guarana. Gab ´s lange Zeit bei Peter Greif.
  • Mitochondriale Energie:
    Mitochondrien sind unsere Kraftwerke. Produzieren Energie. Müssen dafür aber auch „verwöhnt“ werden. Womit? Mit dem nötigen, als da wären Magnesium, L-Carnitin, B-Vitamine, Q10. Für Q10 übrigens gab es den Nobelpreis Chemie 1978. Scheint eben doch wichtig zu sein. Davon später einmal.

Mit diesen vier Stoffen also steigern Sie die Leistung Ihrer Zell-Kraftwerke. Viele von Ihnen kennen die Wirkung von Vitamin B12, von Magnesium…

  • Enzymatische Energie:
    Hier kommen wir zu dem erst in den letzten Jahren zu Ehren gekommenen Enzym AMPK. Kennen Sie (News vom „Das Enzym der Jugend“). Das sogenannte „Das Enzym der Jugend“. Weil es die altersbedingte Abnahme von ATP (Sie kennen meine Meinung dazu) rückgängig macht. Immerhin. Auch ein Weg.

Sie wissen inzwischen, dass AMPK die Rückführung von Monophosphat zu Triphosphat stimuliert und beschleunigt. Also die Regeneration Ihrer Zellkraftwerke. Erklärt die phänomenalen Effekte von anstrengendem Sport genauso wie von Fasten.

  • Genetische Energie:
    Basiert auf Erkenntnissen der Mitochondrienmedizin und der Enzym-Biochemie: Beantwortet zum Beispiel die Frage: Woher kommt denn AMPK wirklich? Wer gibt das Signal, mehr zu erzeugen? Die Antwort: Natürlich unsre Gene.

    Unser Körper verwendet genetische Schalter, um unsere Zellen anzuweisen, mehr Enzyme zu produzieren. Solche genetischen Schalter sind – wie Sie leider, leider genau wissen – täglich Sport, genauso wie Fasten.

    Aber es gibt auch angenehmere Zugänge: Grüntee-Katechine. Trinkbar. Glukosinolate, wie sie in Kohlsorten, Brokkoli und so weiter vorkommen.

Besonders erwähnenswert Moringa, ein Grundnahrungsmittel in Afrika und Indien. So so. Grundnahrungsmittel – weshalb nicht auch bei uns?

Moringa-Extrakt gibt es seit kurzem auch NEM. Es genügen 10mg! Damit hat man die Ermüdung von Mäusen hinausgezögert: Die Mäuse konnten 30% länger im Schwimmtest durchhalten.

30% würden mir schon genügen.
Das war eine angenehm übersichtliche Auflistung zur Beantwortung Ihrer Frage: Wo krieg ich ein bisschen mehr Energie her? Persönlich kenne ich natürlich noch einen Trick, in der üblichen Medizin schlichtweg unbekannt.
Das perfekte Aminogramm.
Nach meiner persönlichen Erfahrung sehr viel stärker auf die Energieproduktion wirkend als alle anderen mir sehr wohl bekannten Wege.

Quelle: Dr. S. Siebrecht, Vitalstoffe 1/2019; Seite 31

PS: Sie wissen gar nicht, wie gut wer auch immer Ihnen gesonnen ist. Es gibt heute einen Selbsttest Aminosäuren für zu Hause. Können Sie auf dem Sofa durchführen. In der gesamten Menschheitsgeschichte wurden Menschen noch nie so verwöhnt wie Sie. Bitte bleiben Sie dankbar.

 

 

Muskel-Stammzellen

02.06.2019

Der Begriff Stammzellen ist Ihnen aus der Krebstherapie vertraut. Bei jedem an Krebs erkrankten Patienten finden wir im Blut spezifische Stammzellen, die die Heilung so schwer machen. Die für Rezidive verantwortlich sind. Die Prof. Wiestler, ehemals Chef des Deutschen Krebsforschungs-Zentrums in Heidelberg an der üblichen Krebstherapie verzweifeln ließ: Denn die Stammzellen sind resistent gegen Chemotherapie, gegen Bestrahlung. Die erwischen wir einfach nicht.

Stammzellen gibt es auch im Muskel. Gewusst? Nennt man Satellitenzellen. Die ruhen an der Wand jeder Muskelfaser.
Ruhende Satellitenzellen lassen sich aber aktivieren. Durch Krafttraining. Durch Mikroverletzungen (Muskelkater). So werden Satellitenzellen stimuliert, sich zu vermehren, auszureifen, mit der Muskelfaser zu verschmelzen und so neues Muskelprotein aufzubauen.

Der Muskel wird also stärker. Durch Krafttraining. Ja selbstverständlich. Aber jetzt kommt’s: In Abhängigkeit von Satellitenzellen.
Und da gibt es gewaltige Unterschiede in der Anzahl. Jüngere Leute haben mehr von diesen Muskelstammzellen, ältere weniger. Je nach Trainingszustand variiert die Anzahl. Zusammengefasst: Je mehr Sie trainieren, desto mehr Satellitenzellen, desto lohnender: Der Muskelzuwachs wird immer leichter erreicht. Noch etwas: Der Kraftzuwachs ist praktisch ausschließlich Verdickung des Muskels, der Muskelfaser. Passiert nicht durch Vermehrung von Muskelfasern. Der Satz gilt nicht mehr: Diese Satellitenzellen stimulieren – ganz neu – auch die Neubildung von Muskelfasern.

Der Mensch liebt Bilder. Stellen Sie sich doch in Zukunft bildlich vor, wie in jeder ihrer einzelnen Muskelfasern so kleine, runde, weiße Kügelchen sitzen. Smileys. Die auf ein bisschen Aktivität warten, ja lauern. Um sich sofort zu vermehren, mit den Muskelfasern zu verschmelzen und diese größer werden und mehr werden lassen.

Meine Freunde, die Muskelstammzellen. Smileys. Die kleinen weißen Kügelchen. Lustige Burschen, die freilich meistens traurig vor sich hindämmern. Wenn Sie vor dem Fernseher sitzen. Auf, auf! Geben Sie diesen Bürschlein doch eine Chance. Deren Lebenszweck: Sie, Ihre Muskulatur stärker zu machen.

Und damit Ihren Körper gesünder. Sagt Ihnen Prof. Uhlenbruck (News vom 10.01.2014).

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