Wie man gesund, schlank, fit wird

Sie haben verstanden

08.06.2019

Wie es geht. Wie man gesund, schlank, fit wird. Wie man eben nicht an Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall stirbt. Da genügt die ganz kurze mail von heute:
„Seit Jahren lese ich mit Begeisterung Ihre täglichen Berichte. Mir selbst geht es mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM), Sport und stark kohlenhydratreduzierter Ernährung top und ich habe alleine durch den letzten Punkt von ca. 85 kg auf 74 kg bei gleichzeitigem Muskelaufbau abgenommen“.
Das war`s. Mehr gibt es zum Thema nicht zu sagen. Oh, wenn Sie wüssten. Die Schulmedizin, die Drohmedizin fängt gerade an, sich verdutzt die Äuglein zu reiben: Hat der mail-Schreiber recht? Weiß der mehr als wir, die Universitätskliniken, die Professoren? Ist der Lebensstil ein stärkeres Heilmittel als jede mögliche Tablette?

Und, wie ich glaube schreckensstarr, gibt die neueste, größte Studie dem Briefeschreiber recht. Da haben britische Forscher nämlich 300.000 Menschen analysiert. Und wollten wissen, ob (nur!) gezielte Bewegung im Frühstadium von Erkrankungen wie Diabetes, Herzproblemen, Schlaganfall besser vor dem Tod schützen kann als gängige Medikamente. Und das Ergebnis? Ich zitiere: „Ja, Sport kann die bessere Präventionsmaßnahme sein“.
Veröffentlicht im Brit Med Journal 2013. Verglichen wurden Tabletten gegenüber Sport. Ein Satz: „Abgesehen vom Diabetes (da helfen Tabletten offenbar gar nichts) können zwar auch Medikamente vor einem frühzeitigen Tod durch diese Krankheiten schützen. Allerdings ist der Schutz nicht besser als der durch Bewegung: Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße war Sport ähnlich effektiv wie häufig verordnete Medikamente, darunter Statine und Betablocker. Bei der Behandlung der Schlaganfallpatienten übertraf der Effekt der Bewegung sogar die Medikamente, bei einem Herzversagen wirkten Diuretika (wassertreibende Mittel) etwas besser als das verordnete Training“.
Und dann entlarvende Zahlen: Sport ist in Wahrheit gar nicht ausreichend untersucht worden. Beispiel Schlaganfall: Da wurde der Effekt von Bewegung nur bei 227 Patienten untersucht, die Wirkung von blutverdünnenden (lebensgefährlichen!) Mitteln hingegen bei weit mehr als 70.000 Menschen. Nur zum Thema Schlaganfall.

Und erstaunlich selbstkritisch warnen die Forscher in ihrer Studie: „DIE EINSEITIGE, AUF MEDIKAMENTE KONZENTRIERTE FORSCHUNG FÜHRT MÖGLICHERWEISE DAZU, DASS DIE EFFEKTIVSTEN THERAPIEN FÜR DIESE KRANKHEITSBILDER UNERKANNT BLEIBEN“.

Möglicherweise. Das Wort hätten die sich wirklich schenken können. Hat Frau Dr. Merkel schon derart angesteckt?

Kurz und gut: Sie haben recht. Wer läuft, macht keinen Fehler. Sondern läuft ihm davon, dem Diabetes, dem Schlaganfall, dem Herzinfarkt. Das haben wir jetzt schriftlich.

Also ich… lächle soeben.

Quelle: Spiegel online 1.10.2013

Sodbrennen weg. Ein Wunder?

07.06.2019

Über Ernährung wissen Sie alle Bescheid. Bestens. Schließlich haben Sie das von Oma gelernt. Und Oma hat… recht. Immer.

Das glaubte sogar ein promovierter Chemiker. Also ein Dr. rer. nat.. Der sich ja mit den Körpermolekülen wirklich auskennen sollte. Und der mit (Zitat) „den Ausführungen der Ernährungswissenschaftler, mit ihren Allgemeinplätzen („gesundes Vollkorn essen, weniger Fleisch usw“)“ jahrelang auch aus beruflicher Sicht, wie er meint, voll einverstanden war.

Jetzt kommt’s: Bis er einmal ein Eigenexperiment veranstaltet hat. Also auf seinen eigenen Körper gehört hat. Sollte für einen Wissenschaftler doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Er hatte nämlich Sodbrennen. Über zehn Jahre lang Sodbrennen. Und geholfen hat nichts. Sie kennen ja die üblichen Tipps, die man „fast überall lesen kann, wie kein Alkohol, kein fettiges Essen, wenig Fleisch“. All das war wenig hilfreich, wie der Doktor der Chemie mir schreibt.

Dann kam sein Experiment: Kürzlich habe er festgestellt, dass nach Brotverzehr am Abend das Sodbrennen besonders heftig gewesen sei. Daraufhin habe er abends kein Brot, aber konsequenterweise auch (das zeichnet ihn aus) keine Kohlenhydrate mehr gegessen.
Praktisch sofort war das Sodbrennen weg
Also hat er auch mittags keine Mehlprodukte mehr gegessen, hat nach 3 Wochen deutlich abgenommen (4 bis 5 Kilogramm), dabei trotz jeder Menge Wurst, Fleisch, Salat, Erdnüsse, Käse, Wein … nicht an einem einzigen Tag Sodbrennen!

Problem gelöst. Experimentell, also nicht durch nachplappern der Ratschläge von deutschen Ernährungsexperten. Und auch nicht durch Glauben an das, was uns die Oma erzählt hat.

Er bleibe jetzt einfach dabei, schreibt er weiter, fühle sich wohl und sei nur noch ganz wenig von seinem Wunschgewicht entfernt. Besonders hübsch: „Es ist also keine Diät, sondern ein Lebensstil für mich“. Leider, und da kommt er natürlich auf den springenden Punkt, erklärt er auch, weshalb sich diese Ernährungsmethode, dieser Lebensstil in Deutschland nicht durchsetzen wird: „Damit wird jetzt leider mein Bäcker nichts mehr an mich verkaufen können“.

Genau. Ich verstehe die DGE durchaus. Über diese Hürde kann eine staatliche Institution einfach nicht springen.

Aber vielleicht lesen Sie doch noch einmal die News vom 16.11.2013. Da geht es um das Leben eines kleinen Kindes. Da geht es um Leukämie. Um Resistenz gegen Chemotherapie. Und die Lösung: Nämlich das Weglassen von Dreck. Sie wissen genau, was ich mit Dreck meine. Immer noch nicht deutlich genug?

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