Krebs?

Krebs? Man kann auch gewinnen.

17.07.2019

Und wie gewinnt man? Gebrauchsanleitung folgt. Ausdrücklich nicht von mir, sondern von der Patientin selbst. Heißt übersetzt: Glaubhaft.

Studien gibt ´s genug. Auch Schrottstudien. Meinungen von Ärzten gibt es genug („Sie haben noch sechs Wochen zu leben“). Meinungen. Abgeschrieben aus Lehrbüchern.

Wir glauben den Patienten und sonst niemandem. Na, dann mal los:

 

„Seit einem Jahr leben wir (sehr konsequent) no carb/ high Fett/ high Amino Acids, mit viel Gemüse und Obst in Maßen.

Vor zwei Wochen habe ich eine PET-CT durchführen lassen und bin überglücklich: kein Nachweis des Tumors (im Darm) mehr! Juhuuu!!! Die letzten Tumorzellen sind wohl dank dieser Ernährungsumstellung „verhungert“.

Wir sind Ihnen für Ihre Bücher unendlich dankbar, denn wir fühlen uns super fit, körperlich und geistig!

Ich ignoriere alle Kommentare der Ärzte. In einer Stuhluntersuchung wurde „viel zu viel Fett“ festgestellt, angebliche Fehlernährung, die irgendwann zum Kollaps meiner Leber und Bauchspeicheldrüse führt (Pankreaswerte leicht erhöht). Was soll ´s! Jetzt nehme ich halt Pankreasenzyme. Ist wohl notwendig, weil mir Teile des Dick- und Dünndarms entfernt wurden (Darm-Tumor).

Da wir täglich!!! Sport treiben und ohne Zucker leben, ist es natürlich nicht möglich, an Gewicht zuzulegen. (Wir waren schon vor no carb schlank) Mein Hausarzt ist deswegen der Meinung, die neue Ernährungsform sei „sehr ungesund“, besonders für mich (48 kg bei 165 cm). Interessiert uns alles nicht! Wir haben wieder Muskeln aufgebaut! Ein herrliches Gefühl!

Gerade verbringen wir unseren Bergwander-Urlaub wieder bei der Familie Plaickner in Mühlwald. Hermann ist ein großes Vorbild für uns.“

 

Die mail spricht für sich. Muss ich nicht kommentieren. Epigenetik ist nun einmal die einzige Möglichkeit auf dieser Welt, gesund und glücklich zu sein oder zu werden. Haben Sie alle längst verstanden.

Dennoch zwei Anmerkungen:

 

  • Normalerweise tilge ich Namen. Plaickner allerdings habe ich stehen lassen. Weil dieser Name ein wahrer Segen war und ist für viele von Ihnen (siehe News vom 01.10.2018).
  • Untergewicht ist krank, meint der Hausarzt. Er hält sich dabei streng an die WHO (Gesundheit beginnt ab BMI 18,5). Hier nur BMI 17,6. Nur: Die Dame hat Muskeln aufgebaut. Kann man messen. Fühlt man. Und: Der weltbeste Freikletterer, wahrscheinlich einer der fittesten Menschen der Welt, hat einen BMI von 17,5 (News vom 02.06.2015). Und der sei „sehr ungesund“ laut deutschem Hausarzt.

 

Ich weiß nicht, ich weiß nicht, Herr Doktor … würde Loriot an dieser Stelle (erneut) murmeln. Erinnern Sie sich? „Ihr Hund kann gar nicht sprechen…“. Unvergesslich.

 

 

Mit 66 Jahren…

16.07.2019

Unvergessen Udo Jürgens. Für viele meiner heutigen Leser natürlich ein Grufti. Der da trotzig ansingt gegen das Alter.

Mit 66, so erzählt er uns, finge das Leben erst an. Wie recht der hatte (… meine Art von Trotz), denn

 

  • Lernphase abgeschlossen (war mühsam).
  • Fortpflanzungsphase hinter uns (war wunderschön).
  • Geldverdienphase beendet (jedenfalls hoffentlich).

 

Also auf ins Wunschleben. Ins Wunderland der Rentner. Auf zu den Hobbies…

Genauso verstehe ich die heutige mail. Die muss man einfach genießen. Bitte fühlen Sie sich intensiv ein in „30 Grad im Schatten“ (wieviel dann in der Sonne?), oder in „zwei Pässe mit Bergwertung“. Na, dann man los:

 

„Bin am letzten Wochenende den Ultra „Del Passatore“ von Florenz nach Faenza gelaufen. 100 km, 1330 Hm.

Start Samstagnachmittag 15.00 Uhr am Dom von Florenz. Zuerst 25 km durch die Toscana bei 30 Grad im Schatten, dann 28 km durch den Apennin über 2 Pässe mit Bergwertung. Dann die restlichen 52 km (Anmerkung: „restlichen“ heißt den unbedeutenden Rest von 52 km) Richtung Adria dem Sonnenaufgang entgegen. Ankunft Sonntagfrüh um 4.41 Uhr in Faenza.

Meine Zielzeit 14:41:58 Std.

Habe entsprechend Ihrem Tipp pro Stunde 1 Kapsel Tyrosin und 1 Kapsel Taurin mit je 500 mg eingenommen. Das hat mir mit meinen fast 70 Jahren „Flügel“ verliehen. Feeling top!“

 

Ganz schön raffiniert für jemanden, dessen Leben jetzt erst anfängt. Rennt da 100 km. Bei Hawaii-Hitze. Über Bergpässe. In dessen Leben muss es wirklich „klick“ gemacht haben.

Der hat sogar – selten genug – über seinen Stoffwechsel nachgedacht. Über Moleküle der Gefühle. Über Leistungsmoleküle. Hätten Sie auch gerne Flügel?

 

 

Heißt übersetzt: Die Natur mag uns, unterstützt uns, hilft uns. Mag uns ganz anders als die Pharmaindustrie. Hilft uns „aus dem Inneren heraus“. Sehen Sie… man kann sich das Leben immer noch ein bisschen leichter machen. Auch Sie!

Der Krankheit davonrennen.

Artikel .1023 vom 15.07.2019

Davonrennen! Rennen! Nix Jogging. Nix „Sporteln“. Sie kämen selbst auf diesen Unterschied dann, wenn es Sie träfe so wie die mail-Schreiberin. Es geht – natürlich – wieder einmal um Krebs.

Selten realisieren Sie, dass es auch Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen wird. Je nach Lesart 30% bis 50% aller Deutschen im Laufe ihres Lebens. Vielleicht sollte man sich doch vorher rüsten? Bei Ihrer Rente ist Ihnen dieser Gedanke selbstverständlich. Seltsam…

Die mail-Schreiberin kenne ich nicht. Ihr Brief freilich ist bemerkenswert. Darf ich?

„Ich wollte schon lange einfach Danke sagen…
Danke, dass es mir heute so gut gehen darf. Ich hatte 2005 Unterleibskrebs und bin der Krankheit danach einfach davon gerannt. Es hatten sich Lymphozelen gebildet, nach dem man viele Lymphknoten entfernt hatte (Kommentar: Eine häufige und quälende Folge nach OP). Ich konnte am Anfang kaum 30 min. rennen, da hat die Wasseransammlung schon auf den Beinnerv gedrückt. Mein eiserner Wille gab nicht auf, bin mit einem Coldpack auf die Finnenbahn, habe mich immer dann, wenn der Wahnsinnsschmerz kam, auf eine Bank, gelegt und gekühlt, bin danach weiter gerannt. Irgendwann waren die Wasseransammlungen verschwunden.

Zu der Zeit hab ich schon einige Bücher von Ihnen gelesen, und eben durch meine Krankheit langsam mein Leben geändert. Im 2011 lief ich den New York Marathon, einige Halbmarathons vorher…

Seit einem halben Jahr nehme ich jetzt nach einem Fitnessbluttest gezielt NEMs, esse low carb, manche regelmäßig Sport, mein Ziel im 2022 den Bieler 100 km Lauf.

Keine Ahnung ob ich den schaffe, mir geht es jetzt erstmal um die Trainingsvorbereitungen… im August der Rheinfallhalbmarathon, im Oktober der Bräunlingerlauf, im November der Stein am Rhein Lauf… usw.

Ich nehme seit einem halben Jahr gezielt Aminosäuren, Astaxanthin, Taurin, noch einiges mehr, und tatsächlich fange ich mit meinen 50 Jahren an zu fliegen… hätte ich nie gedacht, dass es mir heute besser geht als vor 20 Jahren.

Danke.“

Mitbekommen? Haben Sie sich hineingefühlt? Erst einmal Krebs und die Angst vor dem Rezidiv. Vor dem Wiederauftreten.

Und dann die typischen, ungeheuer schmerzhaften Folgen nach Entfernung von Lymphknoten. Lymphe kann sich dann im Bindegewebe stauen. Das schmerzt. Das tut weh, hier sehr richtig mit „Wahnsinns-Schmerz“ beschrieben. Dann nämlich, wenn diese gestaute Lymphe auf den Beinnerv drückt.

Typischer Kommentar Dr. Strunz: Kenne ich natürlich auch persönlich. Übrigens seltsam. Fast alles, was Sie mir schildern, habe ich persönlich erlebt. In dem Fall gerissenes Blutgefäß im Gesäß. Fußballgroße Beule, die auf den Ischias drückte. Sie glauben gar nicht, wirklich nicht, wie Sie da brüllen. Auch ich.

Die mail-Schreiberin hat ´s überwunden. Wie? Mit Zähigkeit. Mit eisernem Willen. Mit „Weiter-Rennen.“ Und dann ist sie aufgewacht. Sie kennen meinen Begriff „die Ohrfeige Gottes“.

Und reagiert goldrichtig. Erinnern Sie sich an Frau Prof. Dr. Kiechle (München)? Die meinte, dass ihre Patientinnen zu 50% weniger Brustkrebs hätten dann, wenn sie täglich joggen würden. Tja. Joggen jetzt alle Münchener Frauen?

Aber dann: Da hat jemand fliegen gelernt. Da hat jemand verstanden, wovon ich vor 20 Jahren im Fernsehen immerzu geschwärmt habe. Belächelt wurde. Dieses wundervolle Gefühl jeden Morgen, abzuheben, zu fliegen, Überblick zu haben, zu gewinnen. Unbeschreiblich.

Muss man selbst erleben. Und dass es einer 50-jährigen heute besser geht als vor 20 Jahren… geschenkt. Finden Sie überall gedruckt. Glaubt nur niemand.

Außer Ihnen, die Sie Ihre Blutanalyse hinter sich haben. Einverstanden.

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Das tägliche Alzheimerproblem

15.07.2019

Erwischt uns alle einmal. Glauben Sie mir: Alle. Eines Tages erschrickt man. Kann sich nämlich plötzlich an einen Namen nicht mehr erinnern. Partout nicht. Steht manchmal im Walde und denkt sich verzweifelt: „Wo bin ich hier eigentlich?“. Kennen Sie auch? Die tägliche Alzheimer-Problematik.

Die WHO, also die Weltgesundheitsorganisation in Genf, ist ja ebenfalls besetzt mit älteren Damen und Herren. Die kennen das Problem. Haben deshalb soeben ein 400-Seiten-Konvolut mit einer Liste von Ratschlägen vorgelegt.

Wie man geistigen Abbau verhindern könnte.

Jetzt kommt´s: An erster Stelle steht, ob Sie´s glauben oder nicht,

körperliche Aktivität

Noch einmal: wir reden hier über ´s Hirn. Über das Vergessen. Und die reden vom Marathonlauf, vom Fitnessstudio. Heißt übersetzt: es wird Zeit aufzuwachen. Auch für die Neurologie. Oder noch besser: für Sie.

Laut WHO bringt Ausdauertraining am meisten. Aber auch Kraftübungen seien nützlich. Und – die WHO ist menschenfreundlich – wem ´s vor den nassen und kalten Laufrunden im Winter graut, der kann auch

  • Judo lernen
  • Seniorenfußball spielen (ach du meine Güte).
  • Tanzen gehen

Das mit dem Tanzen wirkt besonders gut, ist verführerisch, weil es auch die Koordination, den Gleichgewichtssinn deutlich stärkt. Hintergrund: Sie wissen, dass Senioren öfter einmal stürzen. Nur, weil sie irgendwo hängen geblieben sind, einen winzigen Fehltritt getan haben und so weiter. Abhilfe? Täglich tanzen!

Die WHO hat Recht. In einer ganzen Reihe von Studien der letzten Jahre wurde gezeigt, dass Sport

  • Hormone produziert
  • Wachstumsfaktoren stimuliert

Erinnern Sie sich an Professor Uhlenbruck? Inzwischen 88. Zitat „Nur die Muskelmasse macht ´s, dass wir gesund sind“. Der sprach genau von diesen durch körperliche Aktivität im Muskel freigesetzte Substanzen, die uns gesund halten. Am besten erforscht am berühmten Karolinska-Institut in Kopenhagen (Frau Prof. Pedersen, News vom 10.01.2014).

Der bekannteste dieser Faktoren heißt BDNF (Brain derived neurotrophic factor). Ein Eiweißstoff. Natürlich. Wirkt im Hippocampus, in der Großhirnrinde und im Vorderhirn, also in Regionen, die an der Gedächtnisbildung und am abstrakten Denken beteiligt sind.

Weshalb ich Ihnen von der WHO erzähle? Weil Sie keine Chance, keine Ausrede haben. Nie hatten. Sie müssen laufen. Sie laufen um Ihr Leben (Herzinfarkt), Sie laufen um verhindertes Leid (Krebs), und jetzt laufen Sie auch gegen das Vergessen.

Wieviel Tritte in den A… brauchen Sie eigentlich?

Quelle: FOCUS 25/2019, Seite 70

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