BEWEGUNG, ERNÄHRUNG, DENKEN

Realistisches Visualisieren

23.08.2019 | Ulrich G. Strunz

Gast News Nr. 80 von Ulrich Strunz jun.

Kurz vor Weihnachten 2012 brachte ich mit 180cm Körpergröße genau 94,5kg Körpergewicht auf die Waage. Und das bei ~25 % Körperfett. Je nach BMI Rechner, den sie online benutzen, also kurz vor der Adipositas. In einer „Sportbar“ in Bamberg hängt noch ein üppiges Beweisfoto von mir aus dieser Zeit.

Am 02.01.2013 begann ich dann wie so viele mit den guten Vorsätzen. Ende April 2013 dann mein letzter Facebook-Post, bevor ich den Account löschte, und das mit 78kg und 12 % Körperfett auf den Rippen.

Ich hatte mich von belastendem Müll getrennt. Unnötigem Ballast. Wie ist das passiert?

Nach der Silvesternacht am 01.01.2013 stellte ich mir vor, wie ich in nur 5 Jahren aussehen würde, wenn ich nichts an meinem Leben änderte. Das Bild gefiel mir nicht.

Aus meiner Kindheit kramte ich dann ein paar Meditationstechniken hervor. Also verbrannte ich dieses Bild. Richtig theatralisch, in einem Kamin von Feuer zum Schmelzen gebracht. Und dann gleich das nächste Bild: wie ich in einem halben Jahr aussehen muss, damit ich dann das Gefühlvollster Zufriedenheit empfinde. Das Bild ist mit allen Details ausgestattet gewesen, inklusive dem Weg dahin.

Ich hatte meinem Körper mitgeteilt, dass er die nächsten neun Tage nur Flüssiges bekommen würde. Danach weiterhin sechs Mal die Woche joggen wird, fast ohne Kohlenhydrate. Hatte mir jede Situation ausgemalt, in der ich rückfällig werden könnte. Wie sich das dann anfühlt. Zum Beispiel im Bahnhof um halb sechs morgens mit grummelnden Magen vor der Bäckertheke. Oder im Café vor dem Brotkorb sitzend. Im Beisein anderer das Glas Sekt dankend ablehne. Was ich dann sagen könnte, damit es höflich wirkt.

Es klingt nach einer unmöglichen Aufgabe, so ein Bild zu visualisieren. Und genau hier lag mein Irrtum. Es ist gar nicht notwendig, „den Weg dahin“ mit allen möglichen Eventualitäten mental zu bauen. Es genügt ein detailliertes Bild vom Gefühl zu gestalten. Mit einem trainierten Gehirn wird man selbst so handeln, im Idealfall im Flow, um diesem Gefühl zu entsprechen. Woran liegt das?

Die Hirnforscherin Prof. Lisa Feldman Barrett weiß: Emotionen sind das Resultat unseres Handelns, nicht andersrum. Mein Handeln richtete sich komplett nach einer Emotion, einem von mir detailliert erdachten Gefühls aus.

Sie ahnen gar nicht, wie ungern ich das zugebe: Mit 26 Jahren hatte ich erst am eigenen Körper erfahren, wie sehr mein Vater mit allem Recht hatte. Die Einteilung von Höchstleistung in

 

BEWEGUNG, ERNÄHRUNG, DENKEN

 

ist genial, simpel und wahr.

Und schon immer war das „Denken“ ein besonders…heiliger Punkt in den damaligen Strunz Seminaren gewesen. Da änderte sich auch immer die Tonlage.

Das „Realistische Visualisieren“ ist bei erfolgreichen Millionären kein Geheimnis. Es sollte für niemanden ein Geheimnis bleiben.

 

Quelle: “Arsch hoch beginnt im Kopf“ von Ulrich G. Strunz

 

Resveratrol

23.08.2019 | Strunz

ist wirklich eine Wunderpille. Wieder mal eine. Da finden Sie Sensationsmeldungen zuhauf.
Auch in hochseriösen Zeitschriften wie im Fachmagazin „Cell“. Ein Beispiel:

 

„Eine normale Labormaus schafft auf einem Laufband ungefähr einen Kilometer, ehe sie erschöpft zusammenbricht. Mit Resveratrol rannte sie doppelt so weit.“

 

Und dieses „doppelt so weit“ kann man sogar wissenschaftlich begründen: Beim Laufen war der Puls niedriger (etwas sehr Erwünschtes). Und in den Muskelzellen waren mehr Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen.

Ist das nicht phantastisch? Her damit. Wo gibt’s Resveratrol? In jeder Apotheke. Zuerst gefunden in roten Trauben. In Rotwein. Oh!

 

Ganz typisch aber für Wunderpillen jeder Art ist die Dosis. Ist die erforderliche Menge. Diese Wundermäuse bekamen nämlich 400 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Hieße für Sie mit Ihren 60 Kilogramm: 24 g täglich.

Die Tabletten in der Apotheke enthalten so 0,2 bis 2,0 mg. Pro Stück. Sie müssten also nur 12.000 Tabletten täglich zu sich nehmen. Oder 1.600 Liter Rotwein. Täglich.

 

Jetzt wissen Sie, weshalb ich mich täglich amüsiere. Lachen Sie einfach mit. Und lernen Sie. So ist das nämlich fast immer mit diesen Wunderpillen. Bloß erklärt man Ihnen das mit der Dosis eben nie so deutlich.

Das in Wahrheit Faszinierende an dieser Story ist das „niedriger Puls, mehr Mitochondrien“. Das kriegen Sie selbstverständlich auch ohne Resveratrol. Einfach nur durch Laufen. Durch tägliches Laufen. In wenigen Wochen.

Erinnert mich so an Herzkatheder und Stent. An Dilatation. An das Aufdehnen von verengten Herzkranzgefäßen. Kann man mit hohen Kosten in der Klinik machen. Kann man natürlich auch kostenlos zu Hause. Indem man läuft. Täglich läuft. Alles längst bewiesen. Nachzulesen in „77 Tipps für ein gesundes Herz“.

Laufen! Das tut man oder lässt es.
Liegt ganz bei Ihnen.

Ach ja:

 

 

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