Genetisch

Der Harvard-Universität oder dem SPIEGEL

17.09.2019 | Strunz

Wem glauben Sie eher? Wenn es um Gesundheit, um Medizin, um Nahrungsergänzungsmittel (NEM) geht? In dem berühmten Artikel „Die Vitaminlüge“ hatte der Spiegel vor diesen Substanzen ja gewarnt. Die seien nicht etwa überflüssig, sondern sogar tödlich. Würden Krebs verursachen.

Alle Jahre wieder, in der sauren Gurkenzeit, werden solche Storys aufgewärmt. Derzeit im Rahmen einer ARD-Sendung. Wo es ursprünglich um ein Stechapfel-Präparat geht. Und von diesem absurden Pflänzchen wird dann prompt auf lebenswichtige Vitamine geschlossen: Seien überflüssig, seien gefährlich, seien überteuert.
Hatten wir nicht einmal gelernt, dass Chemotherapie in der Herstellung fünf Euro kostet, aber von der AOK mit 900 Euro bezahlt werden muss? Das ist natürlich nicht überteuert… tja. Journalist müsste man sein. Dann bekommt man den richtigen Blick.
Nun gibt es auch noch die deutsche Bevölkerung. Also nicht nur Journalisten, sondern normal denkende Menschen. Und die hatten seinerzeit auf den Spiegel-Artikel „die Vitaminlüge“ reagiert. Können Sie sich erinnern? Weil das so hochaktuell ist, also auch für heute gilt, darf ich´s noch einmal abschreiben:
„Ernüchternd für Spiegel-Journalisten die Reaktion der Bevölkerung. Da hatte der Spiegel also sensationell („Die Vitaminlüge“) vor Vitamin-Einnahme gewarnt. Unterstützt vom Gesundheitsexperten Prof. Lauterbach. Und dann müssen die armen Journalisten die eintreffenden Leserbriefe lesen.

Abgedruckt die Woche darauf. 11 von 12 Zuschriften äußern sich sehr differenziert und bewusst über die Vitamine. Mit vernünftigem Grundtenor: Selbstverständlich wäre Salat, Obst und Gemüse richtig. Und keine Vitaminpillen. Nur ist der wachen Bevölkerung durchaus bekannt, dass laut DGE nur 2% der Bevölkerung die ausreichende Menge dieser Wundernahrung isst. Und die übrigen 98%?

Werden im Regen stehen gelassen. Das ist einfach keine Art, mit den Mitmenschen umzugehen, lieber SPIEGEL.
Besonders eindrucksvoll der Hinweis auf die Harvard Universität. Wohl eine der führenden Institutionen dann, wenn es um richtige Ernährung geht. Da schreibt also Herr Dr. med. Pontus Harten in Kiel, dass auf der Homepage von Harvard „die tägliche Einnahme eines Multivitaminpräparates plus Vitamin D empfohlen“ wird.

Und merkt goldrichtig an: „Nur wer genug Zeit, Geld und Disziplin hat, sich ausgewogen zu ernähren, ist aus dem Schneider. Ich habe solche Leute noch nie getroffen“.
Perfekt formuliert. Ich auch nicht. Und genau diese Menschen, also alle, dürfen und sollten ihre Nahrung ergänzen. Deshalb NEM.
Liest man weiter auf der Harvard-Homepage, findet man übrigens auch die entscheidende, richtige Aussage: „Das bedeutet, dass keine einzelne Substanz die Arbeit leisten kann“. Es braucht eben immer das komplette Spektrum, komplette Ernährung.
Haben wir längst verstanden. Betacarotin beim Raucher (also beim Vitamin C-freien Lebewesen) fördert Lungenkrebs. Betacarotin im Verbund, also mit Vitamin C & Co verhindert auch beim Raucher Lungenkrebs. Zu zwei Drittel. Alles längst gezeigt. Wie Sie aus meinen News wissen.“
Liebe Leserin, lieber Leser, Sie brauchen nichts zu glauben. Sie brauchen nur zu lesen. All die Briefe, die in den letzten Wochen in den News veröffentlicht wurden. Eindrucksvolle Beweise für die segensreiche Wirkung von NEM.

Nützt gar nichts. Es gibt sie immer wieder, die Besserwisser. Besonders angesiedelt bei den Journalisten, die ja nicht „zur Sache“ schreiben, sondern die „eine spannende Story“ liefern müssen. Und dabei leider, leider Stimmung machen, Gedanken lenken. Auch hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Journalisten prägen unsere Meinung. Mir wird das immer bewusster. Das galt ja nicht nur seinerzeit im Dritten Reich, als auch meine Familie vernichtet wurde durch die Dauerpropaganda, geschrieben und gesprochen von Journalisten, das gilt genauso heute. Laut Allensbach glauben inzwischen 2/3 der Deutschen, dass es bei uns keine Meinungsfreiheit mehr gäbe.

Journalisten. Beim Thema Gesundheit, bei den NEMs leisten wir einigermaßen erfolgreich Widerstand.

 

Genetisch

Artikel .1032 vom 16.09.2019

wird von der Bevölkerung mit Resignation gleichgesetzt. Ich bin genetisch benachteiligt. Meine Krankheit, also mein Diabetes, meine Schizophrenie, meine Krebsanfälligkeit, mein Herzinfarkt … alles genetisch festgelegt. So erzählt es Ihnen die Wissenschaft. Nennt sogar genau die verantwortlichen Gene.

Wie fast alles in der Medizin: Unfug.

Drum finden Sie in meinen Büchern das Wort „genetisch“ höchst selten, wenn überhaupt. Allein schon deshalb, weil eine genetische Benachteiligung (das bin auch ich) selbstverständlich durch besondere Anstrengung wieder aufgefangen werden kann. Genau das nimmt man den Menschen. Diesen Impetus. Diese persönliche Verantwortung. Die besondere Anstrengung.

Die Theorie, genauer die Behauptung von der genetischen Festlegung erleidet soeben katastrophalen Schiffbruch. Dazu nur ein Experiment:

In seinen Käfigen hielt der Biologe Prof. Jirtle, University of Durham, USA, weibliche Mäuse, die aufgrund einer Erbkrankheit übergewichtig waren und anfällig für Diabetes und Krebs. Doch als Jirtle die Tiere mit Futter versorgte, das besonders viele Methylgruppen enthielt, gelang es ihm, den bösen Zauber der Gene zu brechen: Die dicken Mütter setzten auf einmal schlanke und gesunde Kinder in die Welt – die verabreichten Methylgruppen waren an das Krankheitsgen gehängt worden und hatten es abgeschaltet.

Was Sie da soeben lesen, ist Zitat aus dem Spiegel 32/2008, Seite 112. Eine Katastrophe für alle die Gen‐Schwätzer dieser Welt. Da steht nämlich, dass Sie Ihre Erblast, Ihre krankmachenden Gene allein durch Ernährung verändern können.

Allein durch Ernährung.

Wovon red ich seit 20 Jahren? Und wenn man dann noch weiß, dass das Zauberwort Methylgruppen nichts weiter bedeutet, als “Methionin enthaltend“, sollten Sie aus Ihrem Dämmerschlaf aufwachen.

Methionin ist eine Aminosäure. Diese Zauberkost heißt Eiweiß. Für die ganz langsamen noch einmal ganz langsam: Deutsche essen 10% Eiweiß. Täglich. Die Könner unter uns wie Paula Newby‐Fraser, eine der tüchtigsten Frauen der Welt (6-fache Ironman Hawaii-Gewinnerin), isst 45%. Täglich.

Mit ihren Genen wird die kein Problem haben. Und Sie?

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Zucker im Blut

16.09.2019 | Strunz

Zwar ist es richtig, dass aggressive Krebszellen 31 x mehr Zucker verbrauchen als eine normale Körperzelle, dass aggressive Krebszellen extrem auf die Zuckerzufuhr angewiesen sind, dass wir deswegen allen Krebspatienten raten, auf Zucker und schnelle Kohlenhydrate zu verzichten….. aber genauso richtig ist die Tatsache, dass sie den Zuckergehalt im Blut aber nie und nimmer auf Null senken können. Dann nämlich wären Sie tot.

Tatsächlich reguliert der Körper auch dann, wenn Sie keine Kohlenhydrate, keinen Zucker essen, sich ein auf einen minimalen Blutzuckerspiegel, so etwa 70-110 mg/%. Nennt man Nüchtern-Blutzucker.

Wenn Zucker nicht gegessen wird, stellt der Körper ihn einfach selbst her. Ein tiefes Geheimnis, wenig verstanden. Dahinter steckt die biochemische Tatsache:
Der Mensch muss Null Gramm Kohlenhydrate essen. Sein ganzes Leben.
Der Körper stellt sich das notwendige Minimum nämlich selbst her. Aus Aminosäuren.
Nach dieser Vorrede gucken Sie doch bitte mal auf die beigefügten Kurven. Nämlich auf die grüne ganz rechts, die untere. Beschriftet mit
GLUKONEOGENESE
Zeigt Ihnen, was passiert, wenn Sie in die Ketose gehen. Wenn Sie auf Kohlenhydrate praktisch völlig verzichten. Glukoneogenese heißt, dass der Körper eben Zucker selbst erzeugt. Wie oben beschrieben. Der entscheidende Punkt:
WIE VIEL ?
Ablesen können wir etwa 4 g pro Stunde. Die werden unablässig verbraucht (von roten Blutkörperchen, vom Nervensystem).

Und jetzt vergleichen wir am linken Bildrand den oberen Punkt: nach dem Essen verbrauchen wir 40g pro Stunde Zucker. Also 10x so viel. Genau auf diesen Punkt wollte ich hinaus: Unter Ketose ist Ihr Dauer-Zucker-Verbrauch nur 10% vom Zuckerverbrauch nach dem Essen.

Mit diesen 10% muss die Krebszelle auskommen. Sich durchschlagen. Während sie sich nach jedem Essen freut über die reichliche Zuckerzufuhr, darbt sie in der Ketose.

Können Sie sich das bildlich vorstellen? Wie sie vor sich hindämmert, hungert, immer dürrer wird, leise vor sich hinjammert…..? heißt in meiner Sprache: Sie wird angreifbar.

Jetzt verstehen Sie, weshalb Prof. Longo (News vom 01.01.2015News vom 19.06.2019) zeigen konnte, dass in diesem Hungerzustand die Krebszelle plötzlich empfindlich wird, viel besser reagiert auf Chemotherapie.

Und selbstverständlich auch auf jede andere Maßnahme wie z.B. vermehrte Vitaminzufuhr (Vit C Infusion) etc.

ALSO: Sie können eine aggressive Krebszelle in Ketose nicht aushungern. Sie wird irgendwie überleben. Ist aber angeschlagen, ist geschwächt. Und kann jetzt mit zusätzlichen Maßnahmen ….besiegt werden. Den Beweis erleben wir ja hier in der Praxis

Quelle: OM & Ernährung 2019/ Nr. 167, S. 24

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