Arginin und Citrullin

Arginin und Citrullin

11.11.2019 | Strunz

Ihre häufigste Todesursache ist immer noch der Herzinfarkt, der Schlaganfall, also die Gefäßkrankheit. Das kaputte Blutgefäß. Was ist denn das?

Von außen sehen Sie Ihren Blutgefäßen das nicht an. Die sehen bei jugendlichen Gesunden genauso aus wie bei älteren Kranken. Der Unterschied ist innen zu besichtigen: Die Innenseite der Blutgefäße, das Endothel, ist völlig glatt, teflonartig. Das Blut rauscht praktisch ohne Verwirbelung durch dieses kilometerlange Röhrengefäß.

Jetzt kommt’s: Diese Teflonschicht wird beschädigt, quillt auf, bekommt Risse, Kerben. Gleich will der Körper das reparieren: Es lagern sich dort Blutplättchen, kleine Fettinseln ab, die später verkalken. Arteriosklerose.

Hier setzt die Pharmaindustrie ein. Wie Sie wissen. Dass es auch eine Natur gibt, die sehr viel stärker und mächtiger ist als Bayer oder Hoechst, war der Menschheit schon immer bekannt. Schon immer heißt: Tausende von Jahren. Nur ist das Wissen leider verloren gegangen.

Und zwar in den letzten hundert Jahren. Spiegelt sich wieder im Wissen der heutigen Ärzte, in diesem Fall Kardiologen, Internisten. Es genügt, hier einmal nachzufragen. Die Antwort wird immer sein: Dieses und jenes Pharmamedikament, wie z.B. Statine, helfen Ihnen gegen die Verletzung der Blutgefäße mit nachfolgender Verengung.

Die Natur? Heißt in diesem Fall NO. Das Molekül des Jahres (Zitat). Einer der kleinsten Neurotransmitter, tatsächlich ein Gas mit drei Wirkungen:

  • Schützt die Innenseite der Blutgefäße.
  • Verhindert Verklumpung von Blutplättchen.
  • Entspannt und weitet damit die Blutgefäße.

Ein perfektes Profil. Das perfekte Arzneimittel. Geliefert von der Natur. Wie Sie wissen, in der praktischen Form des Arginins. Einer Aminosäure.
Für dieses Wissen gab es einen Nobelpreis 1998. Arginin scheint also wichtig. Haben Sie es von Ihrem Kardiologen bekommen?
Erinnert an die Vitamine. 13 Stück. Für die Entdeckung von 9 dieser 13 gab es einen Nobelpreis. Scheint wichtig zu sein. Verschreibt Ihnen der Kardiologe Vitamin E?
In der Regel nicht. Der steht über Nobelpreisträgern.
Arginin also produziert NO mit seinen segensreichen Wirkungen auf Ihre Blutgefäße. Heißt: Schützt vor Arteriosklerose und Herzinfarkt.
Interessiert auch den Sportler: Weit geöffnete Blutgefäße in den Beinen tragen Sie einfach ein bisschen schneller durch den Marathon.
Diese Zusammenhänge haben die meisten von Ihnen verstanden. Nehmen also Arginin. Und sind maßlos enttäuscht: Der Arginin-Spiegel, messbar im Blut, sinkt, obwohl Sie doch diese Aminosäure einnehmen. Hintergrund?
Ein Arginin-abbauendes-Enzym namens Arginase.
Wenn Sie davon leider sehr viel haben, haben Sie grundsätzlich tiefe Arginin-Spiegel.
Sie wissen inzwischen, was das heißt: Sind Sie gefährdet. Gehören zu den „viel zu früh und unerwartet…“. Abhilfe?

Ist möglich.

Die Natur lässt uns nicht im Stich. Da gibt es eine andere Aminosäure namens Citrullin, die von diesem Abbau-Enzym nicht angegriffen wird, sondern in Ihren Nieren durch ein anderes Enzym umgewandelt wird in Arginin. Sie stellen sich Ihr Arginin also praktisch selbst her.

PS: Hilfreich natürlich immer die gleichen Hinweise: In welchen Speisen finden wir diesen Wunderstoff Citrullin? Fröhliche Auskunft: In Wassermelone, Kürbis und Gurke. So etwa 2 bis 3g pro Kilogramm.

Amüsiert mich immer so. Heißt doch übersetzt, dass Sie so etwa 2kg Gurke täglich (ich meine täglich, zeitlebens) zu sich nehmen sollten.

Da greife ich lieber und notgedrungen zu Kapseln. Zu NEM. Wenn ich mir diesen Schutzmechanismus wünsche.

Kann ich mir freilich schenken, wenn ich sehr, sehr vernünftig lebe. Vernünftig? Nun ja, wie all die anderen Säugetiere auf dieser Welt. Mein liebstes Bild: Das Reh.

Fortschritt der Medizin

Artikel .1040 vom 11.11.2019

Die Medizin der letzten hundert Jahre hat dramatische Fortschritte erzielt. Hören und lesen Sie überall. Glaube auch ich jedes mal, solange ich nicht nachdenke. Nachbohre.

Seit Jahrzehnten lese ich monatlich von dem „Durchbruch in der Aidsforschung“. Lese ich monatlich vom „Durchbruch in der Krebsforschung“. Ständig wird durchgebrochen. Die Fakten sind ganz andere:

Um 1900 starb jeder dreißigste Mensch an Krebs.
1910 jeder achtzehnte
1920 jeder fünfzehnte
1930 jeder achte
1950 jeder sechste
1960 jeder fünfte
derzeit jeder vierte

Jeder vierte von uns Deutschen stirbt also an Krebs. Jeder Dritte (neu: jeder Zweite?) bekommt ihn. Auf solche Nachrichten kenne ich zwei Reaktionen

  • meine. Ich denke mir: Wie grauslich. Was kann man tun?
  • Die offizielle, die Meinung von Expertengremien: Macht gar nix. Die Zahlen sind gar nicht real. Dass heute so sehr viel Menschen mehr an Krebs sterben, liegt daran, dass die Menschen einfach älter werden.

Weil wir Experten glauben, glauben wir diese Sätze und lehnen uns beruhigt zurück. Dass die allgemein akzeptierte Meinung, die drastisch erhöhte Krebssterblichkeit liege an der drastisch erhöhten Lebenserwartung falsch ist, muss man sich erst einmal…erdenken.

Falsch deshalb, weil die Krebsarten auch bei jungen Menschen zunehmen. Und zwar dramatisch.

Und falsch deshalb, weil gerade die traditionell langlebigen Völker wie beispielsweise die Japaner auf Okinawa praktisch keinen Krebs kennen. Alter ist eben nicht gleichzusetzen mit erhöhter Krebssterblichkeit.
Der tiefere Grund für das Versagen der Medizin liegt nicht an Unfähigkeit, liegt nicht an mangelnden finanziellen Mitteln. Sondern liegt, wie so häufig, am falschen Bild. Am falschen Glaubenssatz.

Den bekommen wir Ärzte – auch ich – eingeimpft an der Universität. Selbst denken, umdenken… tut weh. Und wozu auch? Solange Patient und Arzt den gleichen Irrglauben pflegen…

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Jeder Eunuch

12.11.2019 | Strunz

…weiß Bescheid. Kennt das Geheimnis. Kann Ihre wichtigste, drängendste, am häufigsten gestellte Frage beantworten, nämlich

 

„Warum
nehme ich nicht ab?“.

 

Ein zentrales Problem zunehmend der ganzen Menschheit. Ist Ihnen das bewusst? Die Fett-Epidemie überschwemmt unsere Welt. Derzeit in den arabischen Staaten fast so deutlich zu besichtigen wie in den USA. Und nachdem wir alle… wissen, wird das Ganze wirklich zu einem Problem. Wir wissen, dass Risikofaktor Nr. 1 für Krebs weltweit eben nicht mehr die Zigarette, sondern das Übergewicht ist. Die gängige Antwort der Ärzte auf diese wichtige Frage: „Weshalb nehme ich nicht ab?“ lautet ja seit 50 Jahren unverändert:

 

  • essen Sie weniger
  • treiben Sie mehr Sport

 

Klingt gut: Nützt aber nichts. Haben Millionen von Ihnen probiert und waren enttäuscht. Schon allein deshalb, weil der Körper sich adaptiert, sich anpasst. Auch an Hunger-Portionen anpasst. Plötzlich mit wenigem zufrieden ist. Jedenfalls sein Fett nicht hergibt.

Die Lösung?

Fragen Sie einen Eunuchen. Die haben praktisch alle die gleiche Körperform. Schon einmal nachgedacht? Sagen wir einmal… voluminös, besonders um die Körpermitte. Um Bauch und Hüften. Das kann kein Zufall sein.

Ist es auch nicht. Eunuchen verbindet der fehlende Stoff. Ein Stoff wird in deren Körper nicht mehr produziert: Testosteron. Das Antriebshormon. Das Muskel-Wachshormon. Ein Hormon, das Fettverbrennung stimuliert.

Es geht also um einen fehlenden Stoff.

Sehen Sie, diese Einsicht hat sich auch unter uns Ärzten noch nicht durchgesetzt. Dass der menschliche Körper bestimmte Stoffe braucht, um wirksam Fett zu verbrennen. Verdient gemacht hat sich hier die Frankfurter Universität, die herausgefunden hat, dass ein Eisenspeicher (Ferritin) unter 30 (bei Frauen) Fettverbrennung unmöglich macht.

Da können Sie sich auf den Kopf stellen. Es passiert nichts.

 

Das mit dem Testosteron wurde mir soeben eindrücklich bewiesen durch einen Marathonläufer mit Prostatakrebs, dem man aus gutem Grund die Testosteron-Produktion geblockt hat. Der lebte genauso vernünftig wie vorher, wurde aber richtiggehend fett in der Leibesmitte. Und nur dort. So wie Eunuchen.

 

FAZIT: Bevor Sie sich mit extremen Diätvorschriften plagen, bevor Sie den Geheimplan (nur Eiweißpulver) beginnen, sollten Sie sich absichern: Haben Sie all die für die Fettverbrennung nötigen Stoffe im Körper?

Freilich, freilich. Wer kennt sich hier aus? Nun ja: Wir lernen von Ihnen. Täglich. Finden immer wieder neue Zusammenhänge.

Einfache Lösung? Bringen Sie einfach (praktisch) jeden messbaren Basiswert im Blut in Ordnung. Decken Sie das ganze Spektrum ab. Vom Wachstumshormon über Cortisol, Testosteron bis hin zum Ferritin.

Dämmert Ihnen soeben, dass genau dies der Grund ist, weshalb der eine sofort und rasch abnimmt, der andere, der sich genauso bemüht, praktisch gar nichts? Sie alle kennen dieses angeblich unerklärliche Phänomen.

PS: Mal ganz unter uns: Gar selten ist es die Schilddrüse. Wird von Ihnen überschätzt.

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