Und der kann nicht mehr laufen

Die letzte Hoffnung

19.11.2019 | Strunz

sei ich. Meinte er. Pflege ich stets zu korrigieren in….“die vorletzte…“. Dennoch: Der Mann war drahtig. Fester Händedruck. Klare Augen. Hat mich angegrinst. Legt mir einen Zettel vor, der mich ins Schwärmen kommen lässt:
Hamburg Marathon 2:59h, Berlin Marathon 2:57h aber auch Brixen. Dolomiten Marathon, Rennsteig Super Marathon, Eiger Ultratrail, Lauf von Heidenheim nach Brixen (375 km usw.)
Und der kann nicht mehr laufen. Geht nicht. Die Beine tun´s nicht mehr. Da horch ich auf. Wirklich schlimm wird´s, als er dann von vielen, vielen Ärzten, vielen Heilpraktikern, sogar Pendlern, Hexen, Gurus erzählt, die er in seiner Not aufgesucht hat.
Volles Verständnis. Hab ich auch hinter mir. Einschließlich Hexen. Nach dem Unfall.
Und dann sei er auch noch einfach so umgefallen. Kollaps. Notarzt. Uniklinik Ulm. Nun raten sie mal, was die als Erklärung gefunden haben:

Gar nix. Sie sind gesund.

Wenn ein so begabter und engagierter Läufer nicht mehr laufen kann, sogar umfällt, würde ich mich schämen, ihn als „gesund“ zu bezeichnen. Was die Uni Ulm getan hat. Nun ja.

Was jetzt folgt, weiß der junge Mann noch gar nicht. Vor mir liegen seine Blutwerte. Elektrisierend. Wenn man das inzwischen nicht schon alles ahnen würde. Sogar Sie, als Laien, würden wahrscheinlich richtig tippen:

  • Nicht etwa entleerter Eisenspeicher. Das hätten andere Kollegen gefunden.
  • Allerdings hohe Resttiter nach Mononucleose (EBV). Wird vom Normalarzt als „abgelaufen, vorbei“ abgetan. Die Wahrheit ist eine andere.

Frag ich mich jedes Mal: Weshalb wird dessen Immunsystem mit dem dummen EB-Virus-Folgen nicht fertig? Weshalb sinken die Titer nicht innerhalb von 4 Wochen ab, wie das bei mir der Fall war? Was tun wir? Wir messen das Immunsystem.
Kaum einer von Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, werden jemals ermessen, was hinter diesem schlichten Satz steckt. Eine seltene, vernünftige Revolution der Medizin. Man kann das Immunsystem messen.
Kann Ihre Uniklinik nicht. Die verzettelt sich in irgendwelche exotischen Immunzellen, schreibt einen Laborbogen nach dem andern voll. Konsequenz? Keine.
Sie wissen Bescheid. Wir haben das Aminogramm. Und das war tatsächlich KATASTROPHAL. Hab ich kommentiert mit

  • Nennt man Burn-out.
  • Und Sie wundern sich??!

Das war´s auch schon. Auch dem jungen Mann werden wir helfen können. Ich bin mir da – inzwischen – ganz, ganz sicher.

PS: Bei Durchsicht seiner sportlichen Auflistung: Da fehlen noch die 100km von Biel! Werde ich ihm unter die Nase reiben.

 

Warum Vitamin B12 so wichtig ist

19.11.2019 | Strunz

Vitamin B12 ist eines der wichtigsten Vitamine für unsere Zelle – ohne Vitamin B12 keine Zellteilung, also auch kein Wachstum, keine neuen roten Blutkörperchen und kein funktionierendes Nervensystem. Erst mit B12 wird Heilung möglich.

Woher B12 kommt: Vitamin B12 wird von der Bakterienflora im Verdauungstrakt gebildet und kommt daher nur in tierischen Produkten vor: vor allem in Innereien, in Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Alternativen auf Algenbasis enthalten zwar auch B12, allerdings nur als Analoga ohne Vitaminwirksamkeit. Ein Teil des benötigten Vitamins B12 kann unsere Darmflora zwar tatsächlich selbst herstellen – für eine komplette Versorgung reicht dies jedoch nicht aus.

Was B12 kann: Vitamin B12 wandelt das wichtige Zellvitamin Folsäure in seine aktive Form um. Es ist wesentlich am Bau roter Blutkörperchen beteiligt und sorgt hier für den Einbau von Eisen. Bei Vitamin-B12-Mangel kommt es zu Blutarmut: die Blutkörperchen verändern ihre Form, Betroffene sehen blass aus und sind müde. Es kann außerdem zu neurologischen Störungen wie Kribbeln und Taubheitsgefühlen kommen; sogar zu psychischen Störungen bis hin zu Depressionen. Bei Vitamin-B12-Mangel funktionieren Methylierungsprozesse nicht. In der Folge kann Homozystein nicht recycelt werden und steigt gefährlich an, außerdem leidet die Produktion von Neurotransmittern. Weil Vitamin B12 langfristig in der Leber gespeichert wird, fallen Mangelzustände z.B. bei strengen Veganern manchmal erst nach Monaten oder Jahren auf – können dann aber gravierende Folgen haben.

QUELLE: „NEUE WUNDER DER HEILUNG“ bei HEYNE. Erscheint am 11.11.2019. Ein gar wunderliches Lehr- und Lernbuch.
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Lebensleitlinie

18.11.2019 | Strunz

Beginnen wir doch gleich mit der mail des Tages. Welche das zentrale Problem der gesamten Medizin anspricht. Hier am Beispiel Krebs. Dem König aller Krankheiten. Ungerne zitiere ich hier Studien oder aus Lehrbüchern. Bin nämlich zunehmend misstrauisch geworden. Glaube aber IHNEN. SIE haben es erlebt. SIE können authentisch davon berichten. Dann mal los:

 

„Sie haben mich bei meiner Krebserkrankung ins Leben zurückkehren lassen. Ich habe meine Ernährung umgestellt (low carb, NEMs, tägliches Laufen und Yoga). Ohne Ihre Lebensleitlinie hätte ich das nicht geschafft! Sie hören das sicher sehr häufig, aber man kann es gar nicht oft genug sagen.“

 

Hier wird behauptet: Man kann Krebs besiegen. Hier wird behauptet: Nicht durch Chemotherapie, Bestrahlung und so weiter, sondern durch eine andere Lebensführung. Neu-Deutsch Lifestyle. Übersetzt Epigenetik. Wenn Sie präzise hingucken: Durch ein starkes

 

IMMUNSYSTEM.

 

Was Sie hier lesen, was wir seit 1994 in dieser Praxis wissen und auch anwenden, ist nichts weiter als die Vorwegnahme des

 

Nobelpreises 2018.

 

Sie wissen inzwischen Bescheid: Da wird von einer „nagelneuen Krebstherapie“ gesprochen. Eben nicht Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, sondern Stärkung des körpereigenen Immunsystems. Das haben die nicht nur behauptet, sondern bewiesen. Und dafür den Nobelpreis bekommen.

Sie haben alle verstanden, dass genau hier die Schwachstelle der Drohmedizin liegt: Die weiß mit dem Wort Immunsystem nichts Praktisches anzufangen. Die haben in aller Regel ein Aminogramm noch nie gesehen, noch nie darüber nachgedacht. Wir wissen – und die praktische Anwendbarkeit zeichnet uns aus – , dass das menschliche Immunsystem

 

  • besteht aus Eiweiß. Sprich Aminosäuren. Sprich dem perfekten Aminogramm.
  • und arbeitet mit Vitaminen und Co. Also auch Zink, Selen, Vitamin D und so weiter.

 

Ein sehr übersichtliches Bild. Wenn dann noch hinzukommt die Quintessenz des ersten wirklichen Anti-Krebs-Buches mit dem Titel „forever young“ (ich bitte um Entschuldigung), dann überlebt man eben. Will sagen: Wenn man zusätzlich noch Sauerstoff durch den Körper pumpt (täglich läuft) und täglich Stress abbaut (Yoga), kann man das behaupten, was Sie oben in der mail des Tages lesen. Nämlich

 

„… aus einer Krebserkrankung ins Leben zurückzukehren“.

 

Natürlich weiß jeder Arzt, auch jeder Schulmediziner: Wenn wir Krebs sicher besiegen könnten, dann würde das wohl auch für praktisch jede andere Krankheit gelten. Nun ja: Daran arbeiten wir tagtäglich.

Oh Ihr Menschlein…!

17.11.2019 | Strunz

Sitzt vor mir ein Doktor. Krebs. Lebermetastasen. Das würde seine Seele kränken. Übersetzt: Er sei depressiv, niedergeschlagen. Nun, denk ich mir, eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit. Wäre ich genauso. Und Sie liebe Leser, auch.
Erinnern Sie sich? Ein Gutachter, ein Jahr nach meinem Unfall. Also Schmerzen, Lähmungen etc. Der listige Psychiater im Seniorenalter wörtlich zu mir „Wenn Sie in diesem Zustand nicht depressiv werden, dann sind Sie krank“. Goldene Worte. Danke!
Wie jeder Arzt in Deutschland möchte auch ich depressiven Menschen helfen. Die Depression vertreiben. Erkläre dem Patienten, dass Psychiater hier einen sehr klaren, überlegten, logischen Zugang haben. Wollen ein bestimmtes Molekül im Gehirn anreichern, verstärken. Nämlich Serotonin. Und das tun sie mit den gängigen Tabletten.
Von denen die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie festgestellt hat, dass sie in 35% helfen. Ein Placebo aber nur in 30%. Bleibt Nettoeffekt 5%. Zum ersten Mal: Oh Ihr Menschlein…!
Wir gehen den gleichen Weg. Wir verstärken ein Molekül in Ihrem Gehirn. Serotonin. Das kann man essen in Form von Tryptophan (+ Magnesium + Vitamin D + Zink… Sie sollten Professor Ames wirklich lesen). Dann gucken Sie mich immer so ungläubig an. Mit so ein paar NEMs… eine Depression heilen?

Wenn das ja nicht einmal der Psychiater kann? Oh Ihr Kleingläubigen…!

Also versuche ich Ihnen das überzeugend, Sie überzeugend zu erklären. Das geht ganz einfach. Stichwort Kokain. Lieblingsspeise von tausenden kreativen Geistern, auch eines Sigmund Freud. Also erkläre ich meinem Gegenüber:
Wenn Sie jetzt die Möglichkeit hätten, Kokain zu schnupfen, wäre Ihnen die nächsten drei Stunden mit Sicherheit geholfen. Sie wären fröhlich, leistungsstark, frei von trüben Gedanken. Stimmt´s?
Zuständiges Nicken. Das leuchtet ein. Sehen Sie, sag ich dann, genau dieses Kokain-Molekül können wir imitieren, nachahmen, wenn auch nicht so effektiv. Aber meinen Patienten genügt es in der Regel. Könnten Sie ja in den News (Dankesbriefe von Depressiven) nachlesen.

Soweit die Einleitung.

Jetzt kommt´s erst: Der Doktor verlässt mein Sprechzimmer, betritt das Labor und verkündet dort auf Befragen das, was er sich gemerkt hat. Doktor Strunz hat mir gesagt, ich solle

  • auf Kohlenhydrate verzichten (wegen des Krebses).
  • Kokain schnupfen (wegen der Depression).

Nein, ich lächle jetzt nicht. Ich nehm´ das leider todernst. Mein Fehler. Da erhebe ich mich oft genug über Kollegen mit der Mahnung, man solle als Arzt auf seine Worte ganz besonders achten. Die haben nämlich Folgen. Und jetzt, und hier, und heute früh hab ich den gleichen Fehler gemacht.

PS: Jemand meint ´s gut mit mir. Zum Ausgleich gleich hinterher ein junger Mann, Marathon 2:40h, Triathlon 9:12h, also Hochleistungssportler. Morbus Crohn. Hässliche Fisteln. Fisteln, nach außen offen. Dem die Ärzte gesagt hatten: Das werden Sie nie mehr los.

Wir haben uns in die Augen geguckt und ich hab ihm versprochen: Sie werden gesund. Nächstes Jahr auf nach Hawaii. Da gab´s kein Missverständnis.

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