Meniskus …

 

Ich glaube, dass ich spinne

Artikel .1044 vom 09.12.2019

schreibt mir ein Zahnarzt. Überglücklich. Ein Zahnarzt mit „essentieller Hypertonie“.

Was ich persönlich von diesem Wort halte, lesen Sie in diesen News oft genug. Hören Sie in meiner Praxis. Ich nenne diese Diagnose „hilflose Beschreibung“. Finden Sie aber in jedem medizinischen Lehrbuch.

Weiter dieser Zahnarzt: Seine Tabletten waren

  • Enalapril 15 mg
  • Nebilet
  • Natrilix 1,5 mg

Klingt alles sehr schmackhaft. In meiner Sprache: Drohmedizin. Verzweifeltes
Herumlaborieren am Menschen. An Ihnen!

Weiter der Zahnarzt: Seit Laboranalyse hätte er diese drei typischen Tabletten abgesetzt
und nimmt

  • Eiweißpulver und Arginin
  • Omega‐3, Magnesium, Zink und Selen

Warum nimmt er das? Weil gemessen, weil diese Stoffe seinem Körper fehlten.

Und macht jetzt die Feststellung: „Ich glaube, dass ich spinne“. Denn nach NUR EINER EINZIGEN WOCHE. sei sein Blutdruck normal. Sei morgens 120/80 mmHg. Und abends auf einer Feier ebenfalls 120/80 mmHg.

Sie nennen so etwas: Geheilt. Ich nenne das Frohmedizin. Naturwissenschaft. Die Zukunfts‐Medizin…

PS: Die korrekte Diagnose war also keine übliche Feld-Wald-Wiesen-Beschreibung („essentieller Bluthochdruck“), sondern ein präzise zu messendes Mangelsyndrom. Dem Körper fehlt etwas, er reagiert entsprechend.

Tja. Was Hänschen nicht lernt…

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Meniskus … hab ich nie geglaubt!

09.12.2019 | Strunz

Wenn Ihr Knie schmerzt, macht man Kernspin und findet oft einen beschädigten Meniskus. Der sei dann schuld. Also rät man zu einer „arthroskopischen Operation“ . Also durch ein Röhrchen ins Gelenk. Und dann sei das Ganze wieder gesund.

Habe ich nie geglaubt.

Denn ich weiß etwas. Ich weiß, dass Fußballspieler, dass Skifahrer, 10, 20, ja 29 Operationen am Knie hinter sich haben. Da ist alles im Knie zerfetzt, beseitigt, operiert, geraspelt, geglättet. Für mich : Kaputt. Und dennoch rennen die herum, leicht und unbeschwert, wie Vögelein. Wissen Sie weshalb?

Da gibt’s den lieben Gott. Und der hat uns Muskeln gegeben: Sie können jedes Gelenk durch Muskeln ersetzen. Grob formuliert. All diese Fußballspieler und Skifahrer haben über und unter dem Knie ganz andere Muskulatur als Sie. Das ist die Lösung.

Wollen Sie mal so richtig erschrecken? Wollen Sie mal so richtig, plötzlich, jäh kapieren, was der Unterschied zwischen hochmoderner Medizin und der Natur ist? Na, dann passen Sie einmal auf:

Bei 991 zufällig ausgewählten Personen wurde ein Kernspin gemacht. Und da findet sich ein kaputter Meniskus bei

  • 19 % Frauen zwischen 50 und 59 Jahren
  • 56% Männern zwischen 70 und 90 Jahren

die keine Kniegelenksbeschwerden hatten. Im Durchschnitt: 61% der Patienten mit einem Meniskuseinriss hatten keinerlei Probleme. Und anders herum:

Bei Arthrosepatienten ohne Beschwerden fand sich in 66% der Fälle ein Meniskuseinriss und bei Arthrosepatienten mit Beschwerden fand sich in 63 % ein Meniskuseinriss. Also kein Unterschied.

An Meniskus habe ich nie geglaubt. Und ob der nun schuld ist der nicht:
Jedes Gelenk kann durch Muskulatur ersetzt werden
sagt uns die Natur und Lodda. Sollten Sie kennen. Lodda ist vielfach am Knie operiert und hüpft unbeschwert wie ein Vögelein. Lodda, der Fußballgott.

PS: Die Studie ist veröffentlicht in N Engl J Med 2008; 359:1108

Freude auf Etwas

10.12.2019 | Ulrich Strunz jun.

Gast News Nr. 99 von Ulrich Strunz jun.

 

Der Verhaltensökonom Dan Ariely beschäftigt sich mit dem Menschen, wie er ist, und nicht wie wir ihn gerne hätten. Er belegte empirisch, dass Geld ein mangelhafter Anreiz ist, seine Mitarbeiter zu motivieren. Gemeinsam Pizza essen gehen oder Lob vom Chef via SMS hatten einen besseren oder vergleichbaren Effekt wie die Bonus-Zahlung – letztere motivierte nur kurzfristig, und hatte schlussendlich sogar einen negativen Einfluss auf die Motivation der Angestellten.

Was motiviert uns also nachhaltig, früh aufzustehen und fleißiger als der Durchschnitt zu arbeiten? Wie wichtig das ist, wissen wir:

 

„Mein Leitmotiv: Wer nicht rackert, verdummt!“ – Dr. Angela Merkel.

 

Es ist die Freude auf etwas Baldiges, welches uns anspornt. Nicht auf etwas in weiter Ferne Stehendes. Das Gefühl, welches wir als Kinder in uns hatten, beim Schlafengehen vor dem Weihnachtsmorgen.

Wir wissen, dank Prof. Lisa Feldman Barrett, dass Emotion das Resultat von Handlung ist. Nicht andersrum. Freude wird geschaffen durch das Tun. Glück resultiert aus der Tat.

Soweit die Wissenschaft. Wie Freude entsteht, das wissen wir. Das kennen Sie:

 

 

Brauchen wir noch mehr Rezepte? Ein zentrales Geheimnis? Noch etwas obendrauf? ETWAS?

Ja, manche brauchen das ETWAS. Nämlich die Freuden-Anfänger. Diejenigen, für die Eiweiß essen, Zwischenmenschliches, Laufen und Probleme-Lösen selbst unlösbare Probleme sind.

 

Dieses „Etwas“ sind wir. Wir Menschen. Jeder von uns kann in Tausenden Mitmenschen Freude auslösen. Wie? Wann?

 

Wann freue ich mich auf Menschen? Wenn das Unbewusstsein in mir schreit „Ich freue mich auf diesen Menschen!“. Wenn das innere Bauchgefühl sagt „Den mog‘ i hald!“.

Das hat mit den klassischen Methoden der Wissenschaft und der Motivationsforschung gar nichts zu tun. Freude auf Etwas gibt´s auch „von innen“. Kann die Wirtschaft eines ganzen Landes lenken.

Von außen füttern uns die Massenmedien mit Bildern und Geschichten (siehe Gast News Nr. 92 „Die deutschen Medien – Das tödliche Geschäft mit der Angst“). Sickern diese Bilder erst einmal in unser Unterbewusstsein hinein,

 

Das Rezept dagegen: unbewusste Glaubenssätze aufdecken. Mittels Meditation. Ich hatte Ihnen 27 praktisch umsetzbare Übungen mitgegeben, wie Sie mit offenen Augen, während des Alltags, mit der Meditation beginnen können (siehe „Arsch hoch beginnt im Kopf“).

Resultat: Sie wachen auf. Sie werden sich der täglichen Manipulation bewusst. Beginnen ein EIGENES Leben. Und erkennen den Mitmenschen als das, was er ist: Seelenverwandt. Eben

nicht Ihr Feind oder ein Volltrottel, wie es die Medien Ihnen suggerieren. Und langsam zieht ein bisschen mehr Freude in Ihr Leben ein.

 

Sie verstehen jetzt meinen Wunsch, Ihnen diese mystische Wolke, die Meditation gerne umgibt, wegzublasen. Ihnen Meditation praktisch zugänglich zu machen.

Meditation ist messbar effektiv, und hat unmessbar großen Einfluss auf ETWAS. Auf alle Menschen!

Arthrose und Resignation

11.12.2019 | Strunz

Nicht nur anfangs engagierte, wohlmeinende Politiker resignieren im Laufe der Zeit, sondern
auch Ärzte. Aus einsichtigen Gründen:

    • Wenn ein Arzt selbst sein massives Übergewicht nicht in den Griff bekommt, dann
      wird er das im Laufe der Zeit immer weniger von seinen Patienten erwarten. Und
      schließlich das Thema nicht mehr erwähnen.
  • Zur Medizin gehören immer zwei. Wenn der Arzt hundert mal, zweihundert mal,
    fünfhundert mal sein Gegenüber aufgeklärt und ermahnt hat, nicht mehr zu rauchen
    oder das Gewicht deutlich zu reduzieren…und er tut’s einfach nicht, wird der Arzt mit
    der Zeit resignieren.

Genauso dürfen Sie den nachfolgenden Brief verstehen. Ich meine das im Grunde ganz lieb,
wenn ich von der Resignationsmedizin spreche. Der Schulmedizin. Dass dahinter natürlich
auch sehr viel Unwissenheit steckt, dass medizinische Wissenschaft in Deutschland einfach
nicht bekannt ist, ist ein zusätzliches Thema. Aber zurück zum herzerwärmenden Brieflein:
„Mein Mann hat ‐ angeblich – beginnende Arthrose im Fußgelenk. Der
übergewichtige Orthopäde riet ihm den Fuß zu schonen. Worauf mein Mann 18 Kilo
abgenommen hat („die neue Diät“ selbstverständlich) und nun pro Monat zwischen
60 und 80 Kilometer beschwerdefrei läuft.“
Beschwerdefrei läuft. Das Ziel der Medizin. Und wie erreicht? Mit genetisch korrekter
Verhaltensweise: Anstreben des Normalgewichts und Bewegung.
Dass der Orthopäde ein ganz anderes Programm einschalten wollte, nämlich „schone dich
und setze dich hin“, verstehen Sie nach der kurzen Vorrede und dem süffisanten Hinweis
der Briefe‐Schreiberin (… der übergewichtige …).

Was Sie daraus lernen sollten? Sie sind selbst verantwortlich. Ich kann diesen Punkt immer
nur wiederholen. Sie können sich beraten lassen, Sie können Ausschlußdiagnostik (Kernspin
usw.) betreiben, aber für die Lösung des Problems, für die Gesundheit sind
absolut nur Sie verantwortlich.
Glauben Sie mir, ich weiß wie schwer das ist. Auch ich habe mich Monate vertrauensvoll
fallen lassen und geglaubt „der Herr Professor wird’s schon machen“. Er hat’s nicht gemacht.

Sie sind allein verantwortlich. Die Gebrauchsanweisung, das hier zutreffende forever young ‐
Programm, kennen Sie ja wohl.

Warum wir schlafen

12.12.2019 | Ulrich Strunz jun.

Gast News Nr. 100 von Ulrich Strunz jun.
Harte Arbeit wird auf dieser Webseite respektiert. Wer Fliegenhirn in hauchdünnen Scheiben geschnitten mittels eines Lasers über Tage hinweg abscannt, und uns dann erklären kann
warum wir schlafen, warum Studenten während der Prüfungsvorbereitung gerne abgeschieden und in Dunkelheit arbeiten, warum olympische Rekorde nachmittags aufgestellt werden, warum Schichtarbeit einsam machen kann, warum wir träumen, wie wir luzide Träume für sportliche Höchstleistung einsetzen können, wie Kinder im Schlaf lernen, was uns getrennte Schlafzimmer ermöglichen, wie wir das Schnarchen loswerden, warum zu wenig Schlaf dick macht, was unruhige Beine mit Eisenmangel zu tun haben, wie Koffein uns glücklich macht, was Mondfühligkeit ist, und ob uns die Handy-Funkwellen wirklich den Schlaf rauben…, der soll hier gewürdigt werden.
So um die 400 Seiten bunte Erkenntnisse rund um das Schlafen. Das Buch von Albrecht Vorster erinnert mich an die „WahnsinnsWissen“ Buch-Reihe die man als Kind verschlungen hatte.

Schlaf, besonders Tiefschlaf ist unterbewertet.

Abbildung aus “Why we Sleep. A manifesto in defence of sleep.” (Neligan, 2018, p. 1885).
Etliche Studien verweisen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht oder niedrigerem Einkommen. Auch wenn dieser Zusammenhang – auf ein ganzes Land gesehen – gewagt erscheint, auffällig ist jedenfalls, dass der Industriemensch immer weniger schläft.

Während in den USA jeder dritte Arbeitnehmer auch am Wochenende und jeder vierte nachts arbeitet, sind es in Deutschland nur jeder fünfte und jeder siebte (Hamermesh & Stancanelli, 2015, p. 10). Immerhin.

Monetär Erfolgreiche haben alle eines gemeinsam. Die arbeiten nachts, am Wochenende, treiben Sport, meditieren, und achten dennoch auf ihren Schlaf. Wie machen die das? Antwort: Reflex-Tiefschlaf (iamon). (News vom 30.04.2016). Schon vergessen?

Ein anderer praktischer Lösungsvorschlag für gesünderen Schlaf: das Buch von Albrecht Vorster lesen.

Quellen:

Hamermesh, D. S., & Stancanelli, E. (2015). Long workweeks and strange hours. Industrial and Labor Relations Review, 68(5), 1007–1018. https://doi.org/10.1177/0019793915592375

Neligan, A. (2018). Why We Sleep? A manifesto in defence of sleep. Brain : A Journal of Neurology, 141(6), 1884–1886. https://doi.org/10.1093/brain/awy115