Wolfsbarsch

Der Wolfsbarsch und das unvergessliche Glück

07.11.2020  Strunz  Drucken

Als der Chauffeur von Lady Di an den Tunnelpfeiler fuhr, hatte er Prozac im Blut. Eine Happy-pill. Die Happy-pill, die meistgeschluckte dieser Welt. Sie hebt den Serotoninspiegel im Gehirn an.

Und Serotonin ist ein Hormon, das uns glücklich macht, Sorgen vertreibt, Depressionen verscheucht. So wirkt übrigens auch Johanniskraut. Ich habe die Entdeckung des Glücks einem Wolfsbarsch zu verdanken.

Glück muss man nämlich nicht in der Chemie suchen – Glück kann man essen. Wenn man richtig isst. Richtiges Essen ist mir einmal aus Versehen untergekommen in Südfrankreich. Als ich bei herrlicher Aussicht auf die Côte d´Azur einen Wolfsbarsch vom Grill bekam. Ohne Fett. Und vergeblich auf die Sauce wartete. Sauce Béarnaise. Reines Fett. Die kam aber nicht. Und ich den Fisch mit etwas Zitrone hinunterwürgte. Trocken sozusagen. So kam erstmals in meinem Leben Eiweiß ohne Fett in meinen Magen. Ganz ohne Fett. Und wurde deshalb sofort verdaut.

Fett nämlich lähmt die Verdauung. Das wissen Sie gut, wenn Sie einmal ein Steak abends gegessen haben und es sechs bis acht Stunden im Bauch haben. Fett lähmt die Verdauung und lässt die wertvollen Aminosäuren aus dem Steak nur ganz langsam in Ihr Blut tröpfeln.

In kleinsten Konzentrationen. Sie erleben nie ein jähes Anfluten. Gerade dies geschah mir mit dem trockenen Fisch im Magen. Ein jähes Anfluten der wertvollen Aminosäuren aus dem Fisch. Unter diesen 22 Aminosäuren war auch Tryptophan. Die wohl wertvollste. Aus der der Mensch direkt Serotonin, das Glückshormon, macht, machen sollte.

Nur leider wird Tryptophan im Blut immer in Schach gehalten von sieben Konkurrenten. Gleich großen Aminosäuren, die das Tryptophan sehr erfolgreich verdrängen von dem kleinen Türchen ins Gehirn, wo das Tryptophan hochsteigen sollte, zu Serotonin werden könnte. Sieben gegen eins – es kommt nie genügend Tryptophan in Ihr Gehirn.

Außer Sie heben in diesem Moment den Insulinspiegel an. Und dies passierte in dem Restaurant an der Côte d´Azur. Das Dessert kam. Eiscreme in großen Mengen. Der Insulinspiegel stieg an, die sieben Konkurrenten verschwanden in der Muskelzelle, Tryptophan von dem Fisch blieb alleine übrig, strömte in mein Gehirn, wurde zu Serotonin und… ich legte beim Dessert den Löffel weg, Glück überströmte mich, überflutete mein Denken, ich dachte: „Mein Gott, hast du ein schönes Leben“ und genoss die Aussicht. Ein unvergesslicher, rauschartiger Glückszustand. Das ist richtiges Essen“ Das ganze Geheimnis des Glücks.

Suchen Sie das Glück nicht in der Chemie. Es steckt im Essen. Es heißt Eiweiß.

QUELLE: Wieder so ein Tiergeschichtchen. Hab ich Ihnen mit großem Vergnügen, ja sogar Lustgefühlen im forever young-Seminiar – zugeflüstert.

Es gibt wirklich noch Geheimnisse im Leben. In IHREM Leben! Die Welt, sogar Glück steht Ihnen offen. Dann, wenn Sie…. LERNEN und TUN.

PS: Apropos Lernen: Klappt auch ohne Eiscreme. Indem Sie Tryptophan als Einzelsubstanz gezielt anheben.VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

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