SCHLANK UND FIT

Der Berner Jungbrunnen

20.11.2020  Strunz  Drucken

Kleine Sensation aus der Schweiz. Die haben dort, in Bern, nach dem Jungbrunnen gebohrt und ihn – Kompliment! – auch gefunden. Zunächst im Tiermodell bewiesen, dann am Menschen bestätigt. Worum geht es?

Schon lange wird vermutet, ist eigentlich weltweit akzeptiert als gesichert, dass chronische Entzündungen wesentlich zum Alterungsprozess beitragen. In einer internationalen Studie unter Leitung der Uni Bern wurde nun erstmals gezeigt, dass

BAUCHFETT

maßgeblich an der Entstehung von Entzündungen beteiligt ist. Das Ganze ist recht raffiniert aufgemacht:

Bestimmte Immunzellen, genannt Eosinophile, findet man nicht nur im Blut, sondern auch im Bauchfett von Menschen und Mäusen. Diese Eosinophilen sind Zellen des angeborenen Immunsystems, die Entzündungsprozesse regulieren und – übrigens – auch Parasiten abwehren.

Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil an Eosinophilen Zellen im Fettgewebe. Dafür nimmt dann die Anzahl der entzündungsfördernden sogenannten Makrophagen zu.

Heißt übersetzt: Im Alter wird Bauchfett zu einem chronischen Entzündungsherd.

Könnte man sagen: Na und? Wenn die Forscher in Bern nicht etwas ganz Raffiniertes gemacht hätten: Die haben bei jüngeren Tieren Eosinophile isoliert und diese älteren Tieren gespritzt. So wurde die messbare Entzündung gedämpft. Und … das Ganze hatte einen

verjüngenden Effekt.

Heißt übersetzt: Die älteren Tiere hatten danach viel bessere

  • Muskelstärke
  • Ausdauer
  • verbesserte Impfantwort

Letzteres besonders wichtig zu Corona-Zeiten. Wir haben ja inzwischen gelernt, dass genau die Menschen, auf die es ankommt, nämlich die ca. 80-jährigen, eine schlechte oder gar keine Impfantwort bieten. Das wird hier raffiniert „repariert“.

Mehr noch: Man konnte nicht nur die Entzündung im Bauchfett, sondern im ganzen Körper unterdrücken. Ein Meilenstein! Inzwischen ist dieser Befund beim Menschen bestätigt.

JETZT KOMMT´S: Sie ahnen, was ich gerade denke: Wie raffiniert. Immunzellen bei Jüngeren isolieren, den Älteren in den Fettwanst spritzen…. sie dadurch jünger machen. Toll. Was für eine Idee!

Tja. Und wenn diese Älteren keinen Fettwanst hätten? Kein Geschwabbel da in Nabelhöhe? Keinen chronischen Entzündungsherd? Dann bräuchte man nicht das ganze Restleben ständig zu spritzen, sondern hätte das Ziel gleich erreicht.

Will sagen: Es dreht sich wirklich immer nur um die zwei Begriffe: SCHLANK UND FIT.
Auch wenn Sie länger leben wollen, ganz besonders gesund länger leben wollen.

Wie wäre es, wenn jeder von Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, einen kurzen Aufklärungsbrief an die Berner Universität schicken würden?

PS: Lächelnde Anfrage: Wer ist hier eigentlich irrer und wirrer im Hirn?
Die auf Teufel komm raus akademischen Forscher – oder der Fettwanst?VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

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