K2

Vitamin K2 – Des Rätsels Lösung

12.12.2020  Strunz  Drucken

Fortschritt, neues Wissen in der Medizin finden Sie tagtäglich. Sie brauchen nur die Äuglein aufsperren. Heißt: Fortschritt kann nur aktiv erlebt werden.

Aktiv? Seit 2019 können wir in deutschen Labors routinemäßig Vitamin K2 messen. Na und? Dass Vitamin K etwas mit Blutgerinnung zu tun hat, wusste jeder Marcumar-Patient (Blutverdünnung). Der wurde vor Grünzeug gewarnt.

Dass Vitamin K mit Knochenaufbau zu tun hat, wusste jeder Osteoporose-Patient. Also Millionen Deutsche.

Aber erst die Messung. Noch einmal: Die Messung! hat uns gleich zwei Rätsel der Medizin beantwortet.

Blutgerinnung wird nämlich in erster Linie von Vitamin K1, Knochenaufbau von Vitamin K2 reguliert. Beide Vitamine wurden bisher in einen Topf geworfen. Zwangsläufig. Wurden nur global gemessen.

Jetzt neu: Vitamin K1 und Vitamin K2 getrennt. Für beide eine präzise Zahl.

Zu auch meiner großen Überraschung fand sich in den ersten tausend Messungen – routinemäßig bei Ihnen – in jedem Fall ein massiver Mangel an Vitamin K2.

So, so. Na und? Wenn´s jeder hat, wird es ja so viel nicht bedeuten, oder…?

Tja. Mir hat es die Augen geöffnet. Hat es schlagartig erklärt, weshalb

  • Herzinfarkt, also verschlossene, verkalkte Herzkranzgefäße immer noch Todesursache Nr. 1 sind in Deutschland. Trotz aller unserer Bemühungen.
  • Osteoporose, Knochenentkalkung in Deutschland unaufhaltsam zunimmt. Trotz Kalziumgabe, trotz Vitamin D, trotz dem Ratschlag sportliche Belastung.

Das missing link bei unseren ärztlichen Bemühungen war Vitamin K2. UND ZWAR DAS GEMESSENE VITAMIN K2. Die Erkenntnis, dass wir in Deutschland grundsätzlich viel zu wenig davon im Blut haben. Grundsätzlich! Weshalb das entscheidend war?

  • Weil Vitamin K2 Kalzium von den BLUTGEFÄßEN WEG in die KNOCHEN HIN transportiert. Entscheidendes Wissen.

Bei tiefem Vitamin-K2-Spiegel, also bei Ihrer Versorgung mit diesem Vitamin (stets viel zu wenig) bleibt Kalk in den Blutgefäßen hängen, sammelt sich dort an, führt zum Herztod.

Und genauso wartet der Knochen vergeblich auf den Einbau von Kalzium. Obwohl Sie doch genügend Kalzium essen, genügend mit Hilfe von Vitamin D durch die Darmwand schleusen… es kam im Knochen eben nicht genügend an.

Oh weh. Halt. Wie war das? Wir haben uns um Kalzium bemüht (viel Vitamin D), hatten die Kalziumversorgung im Blut erfreulich gesteigert, und… das landete peinlicherweise an der Innenseite der Blutgefäße?

Plakativ: Vitamin D ohne gleichzeitig Vitamin K2 schadet Ihnen. Verstärkt die Verkalkung der Blutgefäße und hilft eben nicht gegen Osteoporose.

Erinnert mich. Schon an der Uniklinik Erlangen: Was haben wir uns Mühe gegeben, Osteoporose-Patienten zu helfen. Wir haben diese Patienten über Jahre verfolgt. Hatten nie irgendeinen Erfolg zu vermelden. Es fehlte einfach das Wissen.

Gleich dreh ich den Gedanken wieder um (sollten Sie auch lernen!): Herrlich! Wie herrlich, einen Beruf ausüben zu dürfen, in dem man ständig dazulernt. Ständig Rätsel auflöst. Und jeden Tag ein bisschen mehr … seinen Mitmenschen helfen kann.VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

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